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WDF*IDF

WDF*IDF ist eine Methode aus der Suchmaschinenoptimierung mit der sich berechnen lässt, in welchem Verhältnis die auf einer Webseite verwendeten Keywords zu allen potentiell möglichen Dokumenten steht. Das Verfahren wird in der Onpage Optimierung genutzt, um die Relevanz einer Seite für Suchmaschinen zu vergrößern, die Keyworddichte spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.

WDF

Die Abkürzung WDF steht für den englischen Begriff „within document frequency“. Er gibt den Wert dafür an, wie oft ein Wort oder eine Keywordkombination in einem Dokument enthalten ist. Dieser Wert wird dann ins Verhältnis zu allen restlichen Worten oder Kombinationen eines Textes oder einer Webseite gesetzt. Um das Verhältnis zu berechnen, wird diese Formel verwendet:

WDF*IDF

Der Logarithmus verhindert, dass eine höhere Frequentierung des Keywords zu einem besseren Wert führt. Bei der Berechnung werden alle im Text verwendeten Wörter miteinbezogen

IDF

IDF steht für „inverse document frequency“. Durch diese Formel wird ermittelt, wie relevant ein Text bezüglich eines Keywords ist. Bei der Berechnung wird die Gesamtmenge aller bekannten Dokumente ins Verhältnis zu den Texten gesetzt, die das Keyword enthalten.

WDF*IDF

Die Kombination aus WDF*IDF

Die Multiplikation beider Formeln miteinander führt zur relativen Gewichtung des Dokumentes im Verhältnis zu allen bekannten Dokumenten mit gleichem Keyword.

Kennt die Suchmaschine also beispielsweise 50 Millionen Dokumente und findet bei der Suche in 500.000 Dokumenten das Wort „Buch“, ergibt das einen Wert von 100. Je höher der Wert, desto weniger Dokumente existieren mit diesem Keyword. Hier gilt das Prinzip: Je größer die Datenbasis, desto genauer die Ergebnisse.

Ein sinnvoller Wert ergibt sich erst aus der Kombination aus WDF und IDF. Die Multiplikation beider Formeln führt zu folgendem Ergebnis: Je öfter das Keyword in einem untersuchten Dokument vorkommt, und je seltener es in anderen Dokumenten vorkommt, desto besser beschreibt es das betreffende Dokument.

Nutzen für die Suchmaschinenoptimierung

Mit dem Einsatz von WDF*IDF sollen Texte einer Webseite möglichst einmalig gestaltet werden, um in den Suchergebnissen zu einem bestimmten Keyword in den Suchergebnissen, den SERP, möglichst weit oben gelistet zu werden. Im Vergleich zur Keyworddichte ist WDF*IDF eine wesentlich bessere Möglichkeit, Content zu optimieren.

Um die Keywords zu bestimmen, die optimalerweise im Webseite Content auftauchen sollten, sind WDF*IDF-Tools hilfreich. Dort bekommt der Anwender nicht nur Hinweise, auf welche Keywords optimiert werden sollte, sondern auch dazu, welche Worte eingesetzt werden sollten, um einen möglichst einmaligen Text zu erstellen.

Nachteile von WDF*IDF

Die Verwendung von WDF*IDF ist nicht für alle Webseiten von Vorteil. Denn bei der Optimierung durch WDF*IDF werden alle Elemente der Analyse miteinbezogen, wie beispielsweise Produktbezeichnungen in Online-Shops. Dort wird nur ein Produkt beworben, sprich: Es fehlt in der Regel an Content. Denn um WDF*IDF effektiv einsetzen zu können, ist eine große Menge an Text grundlegend.


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