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SEO für Online-Shops: Der Leitfaden

Von Crawling bis Conversion: Regeln, Prüffragen und Quellen für Google und KI-Suche.
Von Eren Kozik, Stand 2. November 2026.

Was ist SEO für Online-Shops?

SEO für Online-Shops, auch E-Commerce-SEO genannt, ist die Optimierung von Kategorien, Produktseiten und Produktdaten, damit ein Shop in der Google-Suche, in Googles KI-Antworten und in Assistenten wie ChatGPT gefunden wird und daraus Umsatz entsteht.

Der Unterschied zu anderen Websites liegt in der Menge: Tausende ähnliche Seiten teilen sich wenige Vorlagen, Filter und Varianten vervielfachen die URLs, und Produktdaten erreichen Google über mehrere Wege. Eine Änderung an einer Vorlage oder an der Datenlogik wirkt deshalb auf mehr Seiten als die Arbeit an einzelnen URLs.

Springen Sie direkt zu den häufigen SEO-Problemen oder zur Phase, in der Ihr Shop Sichtbarkeit oder Umsatz verliert.

Das Wichtigste in Kürze

  • Engpass vor Maßnahme. Den größten Hebel hat meist die Phase, in der Ihr Shop aktuell Sichtbarkeit oder Umsatz verliert.
  • Seitentyp vor Text. Rankt eine Kategorie nicht, prüfen Sie zuerst, ob der Seitentyp zur Suchintention passt.
  • KI-Antworten bauen auf der Suche auf. AI Overviews und KI-Modus stützen sich auf Index und Ranking. Für andere Assistenten kommen Zugang und Produktdaten hinzu.
  • Bewertung nach dem Abruf. Beurteilen Sie eine Maßnahme erst nach dem neuen Abruf durch Google und immer gegen einen vorab gesicherten Ausgangswert.

Eren Kozik

Eren Kozik, Inhaber von SEOPT e. K., seit 2007 in der Suchmaschinenoptimierung, heute fast ausschließlich für Online-Shops.
Stand: 2. November 2026. So entsteht dieser Leitfaden

Die fünf Phasen im E-Commerce-SEO

Was Google nicht abrufen kann, landet in der Regel nicht im Index. Was nicht im Index steht, kann weder ranken noch in Googles KI-Antworten erscheinen.

 

1. Crawling

Google entdeckt URLs, meist über Links, und ruft sie ab.

Prüfen:
Crawling-Statistik

 

2. Indexierung

Google analysiert die Seite, wählt die kanonische URL und speichert sie im Index.

Prüfen:
Seitenindexierung

 

3. Ranking

Google wählt und sortiert die Ergebnisse je Suchanfrage.

Prüfen:
Leistungsbericht

 

4. KI-Zitierung

KI-Antworten stützen sich auf Suchergebnisse und verlinken Quellen.

Prüfen:
Bericht zu generativer KI

 

5. Conversion

Aus dem Besuch wird ein Kauf.

Prüfen:
Webanalyse

Häufige SEO-Probleme im Online-Shop

Dieselbe Kennzahl kann verschiedene Ursachen haben. Die Angaben sind erste Hypothesen, keine Diagnosen.

Mögliche Ursache: Die Seiten sind nicht erreichbar, zu ähnlich oder bieten zu wenig Eigenes.
Prüfen: URL-Prüfung und Bericht zur Seitenindexierung.
Weiter: Bericht zur Seitenindexierung lesen

Mögliche Ursache: Filter- und Parameter-URLs binden Crawling-Kapazität, oder neue Produkte sind schlecht verlinkt.
Prüfen: Crawling-Statistik und Status „Gefunden – zurzeit nicht indexiert“.
Weiter: Filter und Facetten

Mögliche Ursache: Falscher Seitentyp, zu wenig interne Links, oder eine andere eigene Seite konkurriert um denselben Begriff.
Prüfen: Seitentypen in den Top 10, interne Links, Search Console nach Suchanfrage gefiltert.
Weiter: Suchintention und Seitentyp

Mögliche Ursache: Keyword-Kannibalisierung: Kategorie, Markenseite und Ratgeber behandeln dasselbe Thema.
Prüfen: Search Console, nach Suchanfrage gefiltert, Reiter Seiten.
Weiter: Keyword-Recherche und Keyword-Kannibalisierung

Mögliche Ursache: Der Shop übernimmt die Artikelstruktur der Warenwirtschaft unverändert.
Prüfen: Ihre wichtigste Kategorie und die Produktnamen im Title.
Weiter: Produktvarianten

Mögliche Ursache: Feed, strukturierte Daten und Seite nennen unterschiedliche Werte.
Prüfen: 20 Produkte Zeile für Zeile vergleichen.
Weiter: Feed, strukturierte Daten und Seite abgleichen

Mögliche Ursache: Derselbe Text steht in vielen Shops, die Seite bietet nichts Eigenes.
Prüfen: Suche nach einem Satz des Textes in Anführungszeichen.
Weiter: Eigene Inhalte statt Herstellertext

Mögliche Ursache: Die Fakten stehen verstreut oder widersprechen sich.
Prüfen: Startseite, Footer, Impressum, Standortseite und Unternehmensprofil im Vergleich.
Weiter: Faktenseite zum Unternehmen

Mögliche Ursache: Snippet oder Suchergebnisseite haben sich verändert.
Prüfen: Die Suchergebnisse selbst, dann die Search Console je Suchanfrage.
Weiter: Title, Meta Description und Rich Results, aktueller Stand

Mögliche Ursache: Sichtbarkeit oder Suchintention verschieben sich.
Prüfen: Search Console nach Seite und Suchanfrage, dann die Suchergebnisse.
Weiter: Wirkung messen

Mögliche Ursache: Googles Systeme bewerten Ihre Seiten im Vergleich zu anderen neu.
Prüfen: Search Console frühestens eine volle Woche nach Ende des Updates.
Weiter: Verluste nach einem Core Update

Mögliche Ursache: Nutzerführung oder Angebot: Preise, Lieferzeiten, Wettbewerb oder die Seite selbst haben sich verändert.
Prüfen: Webanalyse je Seitentyp, Vergleich von Preisen und Lieferzeiten.
Weiter: 5. Conversion

Risiko: Fehlende Weiterleitungen, gelöschte Inhalte mit Backlinks und veränderte interne Links.
Prüfen: URLs mit Klicks und Backlinks sichern.
Weiter: Relaunch

Mögliche Ursache: Google sieht fast gleiche Seiten für mehrere Länder.
Prüfen: URL-Prüfung: von Google gewählte kanonische URL. Search Console nach Land gefiltert.
Weiter: Länderversionen

 1. Crawling: interne Verlinkung, Paginierung und Filter-URLs

Die meisten neuen Seiten findet Google über Links und ruft sie mit Crawlern ab. Im Shop entscheiden die interne Verlinkung, die Paginierung und der Umgang mit Filter-URLs darüber, ob Produkte erreichbar sind und wofür Crawling-Kapazität verwendet wird.

Prüfen Sie:

  • Sind wichtige Kategorien und Produkte über <a href>-Links erreichbar, auch ohne interne Suche?
  • Wie viele Links liegen zwischen Startseite und umsatzstarken Produkten?
  • Hat jede Seite der Paginierung eine eigene, verlinkte URL?
  • Ist je Filterauswahl entschieden, ob sie eine eigene URL im Index bekommt?
  • Gibt es URLs, die per robots.txt gesperrt sind und zugleich noindex tragen?
  • Enthält die XML-Sitemap nur kanonische, indexierbare URLs?

Google leitet die Struktur einer Website in der Regel aus Links ab, nicht aus URLs. Für die relative Bedeutung einer Seite nennt die Anleitung zur Website-Struktur zwei Werte: wie vielen Links der Crawler bis zu ihr folgen muss und wie viele interne Links auf sie zeigen.

  • Alle Produkte, die in den Index sollen, sind verlinkt: über Menü, Kategorien und Unterkategorien. Geht das nicht, helfen laut Google eine Sitemap oder ein Merchant-Center-Feed.
  • Links sind <a href>-Elemente. JavaScript-Ereignisse auf anderen Elementen sollen laut Google nicht zur Navigation dienen.
  • Unterkategorien verlinken auf alle ihre Produkte.
  • Googlebot gibt beim Crawlen in der Regel nichts in Suchfelder ein. Was nur über die interne Suche erreichbar ist, findet er möglicherweise nicht.
  • Für Bestseller nennt Google zusätzlich Links von der Startseite oder aus Blogbeiträgen und Newslettern.

Typische Hebel aus meiner Arbeit: Unterkategorien als Links über der Produktliste, beliebte Filter als Links zu eigenen Landingpages und ein Block mit ähnlichen Kategorien.

Regeln aus Googles Anleitung zu Paginierung und Nachladen:

  • Jede Seite hat eine eigene URL, etwa mit ?page=2, und ist per <a href> mit der nächsten verbunden. Einen Link von allen Seiten zurück zur ersten nennt Google als Option.
  • Die erste Seite ist nicht die kanonische URL der ganzen Serie. Jede Seite bekommt eine eigene kanonische URL.
  • Titles und Beschreibungen dürfen innerhalb der Serie gleich sein. rel=next/prev nutzt Google nicht mehr.
  • Fragmente wie #seite2 ignoriert Google.
  • Bei „Mehr laden“ und Infinite Scroll klickt der Crawler keine Buttons. Die Produkte brauchen dann einen crawlbaren Weg über <a href>.
  • Sortierungen derselben Liste schließen Sie per noindex aus dem Index aus oder halten sie per robots.txt vom Crawling fern.

Acht Filter mit je fünf Werten ergeben bei Einfachauswahl rund 1,7 Millionen mögliche Kombinationen in einer einzigen Kategorie. Die Anleitung zu Filter-URLs nennt zwei Folgen: Crawler rufen viele URLs ab, bevor sie erkennen, dass diese nutzlos sind, und die Kapazität fehlt beim Entdecken neuer, nützlicher Seiten.

Entscheidung je Auswahl:

  1. Filterwerte auflisten und mit der Kategorie kombinieren.
  2. Nachfrage in Search Console und Keyword-Tool prüfen.
  3. Suchergebnisse ansehen: Stehen dort Kategorien und Filterseiten von Shops oder Ratgeber?
  4. Sortiment prüfen: Zeigt die Auswahl genug Produkte zum Vergleichen?

Beispiel Wollshop (erfunden):

Auswahl Nachfrage Entscheidung
Sockenwolle hoch, Kaufabsicht eigene Kategorie im Menü
Merinogarn + Farbe Petrol vorhanden, Kaufabsicht Landingpage: stabile URL, eigener Title, Link aus der Kategorie
Merinogarn + Nadelstärke 4 + 50 g keine per robots.txt gesperrt
Sortierung nach Preis keine per robots.txt gesperrt
Kombination ohne Treffer keine Status 404

zalando.de führt Filter im Pfad, aboutyou.de als Parameter (beobachtet am 2. November 2026), und Google dokumentiert beide Formen. Meine Einordnung: Über den Erfolg einer Filterseite entscheidet vor allem ihre Rolle, weniger die URL-Form. Ausführlich: Facettennavigation im Onlineshop.

Mittel Wirkung Grenze
robots.txt verhindert das Crawling, laut Google einer von zwei Wegen für Filter-URLs, die nicht in der Suche erscheinen sollen (der andere: URL-Fragmente) kein sicherer Schutz vor dem Index: Verlinkte URLs können ohne Beschreibung erscheinen
noindex entfernt die Seite aus den Ergebnissen wirkt nur, wenn Google die Seite abrufen darf, und spart kein Crawling
rel=canonical nennt die bevorzugte URL und kann das Crawling der anderen mit der Zeit senken laut Google langfristig weniger wirksam, und Google kann anders entscheiden
nofollow auf Filter-Links signalisiert, dass die URLs nicht gecrawlt werden sollen hilft nur, wenn jeder Link auf die URL das Attribut trägt, und ist langfristig ebenfalls weniger wirksam

Ein typischer Fehler ist die Kombination aus robots.txt und noindex auf derselben URL: Google sieht die noindex-Anweisung dann nie. Stehen schon viele Filter-URLs im Index, gehe ich in zwei Schritten vor: erst noindex setzen und warten, bis sie verschwunden sind, dann per robots.txt sperren und das noindex entfernen. Das ist meine Ableitung, keine Google-Vorgabe.

Prüfen Sie außerdem die Reichweite jeder Regel. Eine Sperre wie disallow: /*?*farbe= trifft auch Produktseiten, die eine Farbe per Parameter vorauswählen, und damit möglicherweise Zielseiten Ihres Feeds.

  • Jede indexierbare Seite verweist auf sich selbst und steht in einer Sitemap. Interne Links, Sitemap und Canonical nennen dieselbe URL (Anleitung zur URL-Struktur).
  • <lastmod> nutzt Google nur, wenn der Wert durchgängig und nachprüfbar stimmt. <priority> und <changefreq> ignoriert Google (Anleitung zu Sitemaps).
  • Eine Sitemap fasst höchstens 50 MB unkomprimiert oder 50.000 URLs. Größere Bestände teilen Sie auf, optional mit einer Sitemap-Indexdatei.
  • Die Sitemap ergänzt die interne Verlinkung, sie ersetzt sie nicht: Google empfiehlt ausdrücklich, alle Produkte zu verlinken, die in den Index sollen.

Der Bericht zur Crawling-Statistik in der Search Console zeigt Googles Abrufe nach Antwort, Dateityp, Zweck und Googlebot-Typ. Laut Google richtet er sich an fortgeschrittene Nutzer und ist bei weniger als tausend Seiten in der Regel nicht nötig.

  • Hoststatus: Ideal ist laut Google Grün. Sonst zeigt die Tabelle der Antworten, was schiefging, etwa Serverfehler.
  • Zweck: Der Bericht trennt Erstabrufe neuer URLs von erneuten Abrufen bekannter Seiten.
  • Beispiel-URLs: Sie sind laut Google nicht vollständig, nur repräsentativ.

Meine Einordnung: Im Shop interessiert vor allem, welcher Anteil der Abrufe auf Filter- und Parameter-URLs entfällt. Für diese Zahl brauchen Sie Server-Logs, der Bericht zeigt nur Beispiele.

Die Anleitung zum Crawl-Budget richtet sich laut Google vor allem an Websites mit mehr als einer Million Seiten und wöchentlichen Änderungen, an Websites ab 10.000 Seiten mit täglichen Änderungen und an alle, bei denen viele URLs als „Gefunden – zurzeit nicht indexiert“ gelten. Die Zahlen sind laut Google grobe Richtwerte, keine festen Grenzen.

Meine Einordnung: Kleinere Shops haben selten ein echtes Crawl-Budget-Problem. Die Entscheidung je Filter lohnt sich trotzdem, weil ungeplante Filterseiten im Index mit Ihren Kategorien konkurrieren und oft wenig Eigenes zeigen.

Drei Fragen helfen, in einem Audit das Wichtige vom Rest zu trennen:

  1. Was davon kostet Sichtbarkeit?
  2. Was davon kostet nur Zeit?
  3. Was fehlt auf der Liste, weil das Tool es nicht misst?

Ein Produkt, das zehn Klicks von der Startseite entfernt liegt, steht dort, wenn überhaupt, als ein Punkt unter vielen. Eine monatliche technische Prüfung soll die Liste deshalb nicht leeren. Sie zeigt, was sich seit dem letzten Mal verändert hat, etwa durch eine neue Vorlage oder ein Update.


Eren Kozik

Aus meiner Arbeit

Ein Shop mit rund 60.000 Seiten, ein Crawl, fast eine Million Einträge in der Fehlerliste des SEO-Tools. Die Liste ist so lang, weil das Tool denselben Befund auf jeder Seite einzeln zählt.

 2. Indexierung: Kanonisierung, Varianten und Produktdaten

Google analysiert Texte, Bilder und Videos einer Seite, gruppiert ähnliche Seiten und wählt je Gruppe eine kanonische URL. Im Shop geht es deshalb vor allem um Duplikate, Varianten und darum, ob Produktdaten auf allen Wegen dasselbe sagen.

Prüfen Sie:

  • Welche wichtigen URLs nennt der Bericht zur Seitenindexierung als nicht indexiert, und mit welchem Status?
  • Wählt Google bei Ihren wichtigsten Seiten die vorgesehene kanonische URL?
  • Nennen Produktnamen und Titles Merkmale statt Kürzel aus der Warenwirtschaft?
  • Fasst die Kategorie Varianten zusammen, und hat jede Variante eine eigene URL?
  • Stimmen 20 geprüfte Produkte in Feed, strukturierten Daten und Seite überein?
  • Steht das Produkt-Markup im ersten HTML?

Die meisten Websites haben laut Google mindestens einige nicht indexierte Seiten. Wichtige Seiten sollten im Index stehen, Duplikate nicht.

Status Bedeutung Im Shop prüfen
Gefunden – zurzeit nicht indexiert Google kennt die URL und hat das Crawling verschoben. Filter-URLs, interne Links, Serverlast
Gecrawlt – zurzeit nicht indexiert Google hat die Seite gecrawlt, aber nicht indexiert. Eine erneute Einreichung ist nicht nötig. zu ähnliche Seiten, wenig Eigenes
Soft 404-Fehler Die Seite zeigt etwa „Nicht gefunden“, sendet aber keinen Status 404. leere Kategorien, ausverkaufte Produkte
Duplikat – Google hat eine andere Seite als der Nutzer als kanonische Seite bestimmt Google übernimmt Ihre Canonical-Angabe nicht. Canonical, interne Links, Sitemap
URL wird von der robots.txt-Datei blockiert Google crawlt die Seite nicht. Indexiert werden kann sie trotzdem, wenn andere Seiten auf sie verlinken. Filter- und Parameter-URLs

Doppelte Inhalte verstoßen laut Google nicht gegen die Spam-Richtlinien, können aber die Nutzererfahrung verschlechtern. Konsolidieren lohnt sich, um Signale zu bündeln und kein Crawling auf Duplikate zu verwenden.

  • Weiterleitungen und rel="canonical" sind starke Signale, die Aufnahme in die Sitemap ein schwaches.
  • robots.txt soll laut Google nicht zur Kanonisierung dienen, und auch von noindex rät Google dafür ab.
  • Interne Links, Sitemap und Canonical nennen dieselbe URL, auch in Groß- und Kleinschreibung.
  • Welche URL Google gewählt hat, zeigt die URL-Prüfung.
  • Meine Einordnung: Steht der Kategoriepfad in der Produkt-URL, entstehen bei Produkten in mehreren Kategorien leicht Duplikate.
  • Google rendert Seiten in einer Warteschlange. Das kann Sekunden dauern, aber auch länger.
  • Server-Side Rendering oder Prerendering hält Google weiterhin für sinnvoll, weil Seiten schneller laden und nicht alle Bots JavaScript ausführen.
  • Ein noindex lässt sich per JavaScript nicht zuverlässig entfernen, weil Google das Rendering beim noindex überspringen kann.
  • In Single-Page-Apps lassen sich Statuscodes oft nicht sinnvoll setzen. Soft 404 vermeiden Sie laut Google per Weiterleitung auf eine URL mit Status 404 oder mit noindex auf Fehlerseiten.
  • Für Indexierung und Ranking nutzt Google die mobile Version. Inhalte und strukturierte Daten sollten dort dieselben sein wie auf dem Desktop, weniger Inhalt kann laut Google Traffic kosten. Hauptinhalte sollten nicht erst nach einer Interaktion laden, denn solche Inhalte lädt Google nicht.

Regeln aus der Anleitung zur URL-Struktur:

  • Beschreibende Wörter im Pfad können Google helfen, die Seite besser zu verstehen: /merinogarn-soft-petrol statt /product/3243.
  • Parameter stehen als ?key=value, also ?farbe=petrol statt ?petrol, und derselbe Parameter steht nicht doppelt in der URL.
  • Temporäre Parameter wie Session-IDs oder Tracking-Codes gehören nicht in interne Links.
  • Fragmente nutzt Google nicht für die Indexierung: /garn#petrol und /garn#rot gelten als dieselbe Seite.
  • Leere Kategorien versehen Sie mit noindex. Verschwinden sie automatisch aus Suche und Navigation, kann Status 404 sinnvoll sein.
  • Linktexte sind aussagekräftig, „hier klicken“ hilft nicht.
  • Kategorie: ein Eintrag je Sorte und Packung, die Farben als Farbpunkte mit Anzahl. Das Baymard Institute zeigt in Nutzertests: Wer in einer Liste immer wieder dasselbe Produkt sieht, verliert den Überblick.
  • Links: Jede Farbe ist ein gewöhnlicher Link. Aus Elementen, die nur per Skript wie Links funktionieren, kann Google URLs nicht zuverlässig lesen. Das gilt aus meiner Sicht auch für Auswahlfelder.
  • Strukturierte Daten: ProductGroup mit productGroupID, variesBy und hasVariant.
  • URL: Jede Variante soll laut Google über eine eigene URL erreichbar sein, als Pfad oder als Parameter. Meine Einordnung: Eine eigene Seite lohnt sich, wenn nach der Variante gesucht wird.
  • Merchant Center: Jede Variante ist ein eigenes Produkt, verbunden über eine gemeinsame Gruppen-ID.

Beim Canonical sind Googles Texte nicht einheitlich: Die Anleitung zur URL-Struktur legt eine kanonische Produkt-URL auf allen Variantenseiten nahe, die Anleitung zu Produktvarianten sagt für Varianten auf mehreren Seiten, dass keine einzelne URL die Gruppe vertritt. Meine Einordnung: Eine Variantenseite, die selbst gefunden werden soll, verweist auf sich selbst. Ausführlich: Produktvarianten im Online-Shop.

Namen aus der Warenwirtschaft helfen weder der Kundschaft noch Google. „Merinogarn Soft, Petrol, Einzelknäuel“ ist verständlich, „MER Soft, FB 042, 50 G“ nicht. Die Artikelnummer bleibt erhalten, sie steht nur nicht mehr im Namen.

Der Name steht auch im Title, und den verwendete Google laut eigener Angabe von 2021 in 87 Prozent der Fälle als Überschrift im Suchergebnis. Der Name kommt aus Vorlage und Datenlogik, eine Korrektur dort ändert deshalb alle betroffenen Seiten auf einmal.

Für E-Commerce nennt Google diese Typen:

  • Product und ProductGroup: Produkte und Varianten
  • BreadcrumbList: Hierarchie der Seiten
  • Organization, bei Ladengeschäften LocalBusiness: Unternehmensdaten
  • Review: Produktbewertungen
  • VideoObject: Videos, etwa auf der Produktseite

Seiten, auf denen man direkt kaufen kann, zeichnen Sie für Händlereinträge aus. Produkt-Snippets gelten für Seiten ohne direkten Kauf, etwa redaktionelle Testberichte. Die Pflichtangaben für Händlereinträge können eine Seite auch für Produkt-Snippets berechtigen. Strukturierte Daten müssen den Inhalt der Seite korrekt wiedergeben, eine Anzeige garantieren sie nicht.

Laut Google:

Fläche Datenquelle
Google-Suche SEO-Grundlagen für das Ranking, strukturierte Daten für besondere Darstellungen
Google Bilder Produktbilder nach Googles Bild-Empfehlungen
Google Lens Merchant Center und Produktbilder
Shopping-Tab Merchant Center
Unternehmensprofil beanspruchtes Profil, verknüpft mit dem Merchant Center
Google Maps Merchant Center mit Bestandsdaten je Standort

Google empfiehlt beides: strukturierte Daten auf den Produktseiten und einen Feed im Merchant Center.

  • Strukturierte Daten erhöhen die Eignung für Produkt-Rich-Results. Sie können außerdem die Erfassung von Preis, Rabatt und Versandkosten verbessern und die Feed-Prüfung genauer machen. Pflicht sind sie nicht.
  • Merchant Center gibt mehr Sicherheit, dass Google alle Produkte kennt, und Kontrolle über den Zeitpunkt, auch für Daten, die nicht auf der Seite stehen. Für den Shopping-Tab ist es Pflicht.
  • Crawling findet laut Google nicht garantiert alle Produkte, und für die Dauer gibt es keine Zusage. Kleinere, selten aktualisierte Sites können im Merchant Center einen automatischen Feed aus gecrawlten Inhalten nutzen.

Per JavaScript erzeugtes Product-Markup kann Shopping-Crawls seltener und weniger zuverlässig machen. Meine Folgerung, keine Google-Vorgabe: Geben Sie es im ersten HTML aus.

Merchant Center bietet optionale Felder für KI-Oberflächen wie den KI-Modus, etwa question_and_answer, related_product und variant_option. Eine Wirkung verspricht Google nicht.

Stellen Googles Prüfer Abweichungen bei Preis oder Verfügbarkeit fest, kann Google das Konto verwarnen oder Produkte vorab ablehnen. Eine beantragte Kontoprüfung dauert laut Hilfe sieben Werktage. Typische Ursachen sind ein alter Feed-Preis nach dem Ende einer Aktion, mehrere Preise ohne klar erkennbaren Aktionspreis, eine nicht vorausgewählte Variante, nachgeladene Preise, ein Einzelpreis im Feed trotz Mindestbestellmenge und Zusatzgebühren, die im Variantenpreis stecken, statt als Versandkosten ausgewiesen zu sein. Für den Zeitraum einer Aktion nennt Google in den strukturierten Daten validFrom als Beginn und validThrough oder priceValidUntil als Ende, empfohlen mit Uhrzeit und Zeitzone.

Prüfvorlage für 20 Produkte:

Angabe Feed Strukturierte Daten Seite
Name title name Überschrift
Preis price offers.price sichtbarer Preis
Verfügbarkeit availability offers.availability Lieferhinweis
Kennung gtin gtin Produktdetails
Variante item_group_id ProductGroup vorausgewählte Variante
Versand, Rückgabe Kontoeinstellungen shippingDetails, hasMerchantReturnPolicy Hinweis nahe am Warenkorb

Für Versand und Rückgabe kennt Google mehrere Quellen und eine feste Rangfolge: zuerst Produkt-Feeds im Merchant Center, dann die Einstellungen in der Content API for Shopping, dann die in Merchant Center oder Search Console, dann das Markup am Produkt, zuletzt das Markup an der Organisation. Meine Einordnung: Legen Sie eine führende Quelle fest und halten Sie die anderen aktuell oder leer.

Laut Google indexiert die Suche keine Bilder aus CSS, Produktbilder gehören in ein <img>-Element. Der Alt-Text beschreibt das Bild, ohne Keywords zu stopfen. Dateinamen sind kurz und beschreibend. Eine Bild-Sitemap hilft bei Bildern, die Google sonst möglicherweise nicht findet.


Eren Kozik

Aus meiner Arbeit

Kommen Produktseiten nicht in den Index, gehört der Herstellertext zu den ersten Punkten, die ich prüfe. Er steht meist in vielen Shops.

 3. Ranking: Suchintention, Seitentypen und eigene Inhalte

Bei jeder Suchanfrage wählt Google die passenden Ergebnisse aus dem Index, in Googles Dokumentation heißt diese Phase Serving. Ob eine Kategorie rankt, entscheidet sich selten am Text: Zuerst zählt, ob der Seitentyp zur Suchintention passt und ob die Seite im Shop eine klare Rolle hat.

Prüfen Sie:

  • Entspricht der Seitentyp dem, was für den Hauptbegriff in den Top 10 steht?
  • Ist für jeden wichtigen Suchbegriff genau eine Zielseite festgelegt?
  • Zeigen Kategorieseiten zuerst das Sortiment, und nennen Title und H1 den Hauptbegriff?
  • Stehen in Kategorie- und Produkttexten Angaben, die es beim Wettbewerb nicht gibt?
  • Erzeugen die Vorlagen eindeutige Titles statt Textbausteine?
  • Gehören alle Autorenprofile zu realen Personen, und ist kein Backlink ungekennzeichnet gekauft oder getauscht?

Sehen Sie sich vor jeder Optimierung die Suchergebnisse an und zählen Sie die Seitentypen (SISTRIX, Top 10, 2. November 2026):

Suchanfrage Was dort steht
sneaker damen neun Kategorieseiten von Shops und Marken, ein Preisvergleich
akkuschrauber Kategorie- und Suchseiten, ein Preisvergleich, dazu Videos und ein Bilderblock
laminat verlegen zwei Videoblöcke, danach nur Anleitungen, viele von Händlern

obi.de steht bei „laminat verlegen“ mit einer Anleitung und bei „akkuschrauber“ mit einer Sortimentsseite auf Position 3. Bei einer Anleitungsfrage hat eine Kategorie wenig Aussicht, auch wenn sie gut gemacht ist.

Die Nachfrage zeigen die Search Console und ein Keyword-Tool. Die Search Console nennt nur Suchanfragen, bei denen Ihr Shop schon erscheint, Keyword-Tools liefern Näherungswerte.

Ordnen Sie jedem wichtigen Begriff eine Zielseite zu. Behandeln eine Kategorie, eine Markenseite und ein Ratgeber dasselbe Thema, wählt Google eine davon aus, oft mit wechselndem Ergebnis. Filtern Sie die Search Console nach der Suchanfrage und sehen Sie sich die Seiten an. Bekommt mehr als eine Seite Impressionen, entscheiden Sie, welche führt und welche auf sie verweist.

  • Klare Bezeichnung: Title und Überschrift nennen, was gesucht wird. Bei zalando.de lautet der Title „Sneaker für Damen online kaufen bei ZALANDO“ (beobachtet am 2. November 2026).
  • Zuerst das Sortiment: Wer die Kategorie öffnet, will Produkte vergleichen. Alles andere, auch Text, ordnet sich dem unter.
  • Text, der beim Auswählen hilft: Sinnvoll ist, was Ihre Kundschaft wirklich fragt und was nur Sie beantworten können, im Wollshop etwa, wie viele Knäuel ein Pullover in Größe M braucht.
  • Links: Unterkategorien, beliebte Filter und ähnliche Kategorien stehen als echte Links auf der Seite.

Meine Einordnung, umsetzbar über die Vorlage:

  • Produktname aus Merkmalen in Title und H1.
  • Preis, Verfügbarkeit, Lieferzeit und Rückgabe sichtbar, nahe am Warenkorb.
  • Bei umsatzstarken Produkten eigene Inhalte: Kaufberatung, Einordnung im Sortiment, echte Kundenfragen.
  • Kundenbewertungen als sichtbarer Text.
  • Echte Links zu Varianten, Zubehör und Kategorie.

Für Händlereinträge kommen laut Google nur Seiten infrage, auf denen man das Produkt kaufen kann.

Die Anleitung zum Laminatverlegen auf obi.de führt in elf Schritten durch die Arbeit und verlinkt direkt auf Laminat, Trittschalldämmung und Sockelleisten. Umgekehrt zeigt die Seite für Akkuschrauber Anleitungen aus dem eigenen Magazin und ähnliche Kategorien (beobachtet am 2. November 2026).

Meine Einordnung: So bekommt jede Suchintention ihre eigene Seite, und der Weg zum Kauf bleibt einen Klick entfernt. Das lässt sich auch mit einem kleinen Sortiment nachbauen.

  • Title: Google empfiehlt beschreibenden, knappen Text ohne Keyword-Stuffing und ohne wiederholte Textbausteine, die Marke kurz. Den Title Link erzeugt Google aus mehreren Quellen, darunter <title>, H1 und og:title.
  • Snippet: Es entsteht vor allem aus dem Seiteninhalt, die Meta Description nutzt Google manchmal. Gleiche Beschreibungen auf allen Seiten helfen laut Google nicht, bei Produkten nennt Google Eckdaten wie Preis und Hersteller als sinnvollen Inhalt.
  • Rich Results: Preis, Verfügbarkeit und Bewertungen kommen aus strukturierten Daten. Die Darstellung kann laut Google je nach Land, Gerät und weiteren Faktoren variieren.

Meine Einordnung: In Shops entstehen Titles und Beschreibungen aus Vorlagen. Prüfen Sie deshalb je Seitentyp die Vorlage und an einer Stichprobe, was Google tatsächlich anzeigt.

Google unterscheidet im KI-Leitfaden Standardinhalte, die oft auf Allgemeinwissen beruhen, von Inhalten mit eigener Expertise oder Erfahrung. Eigenes liegt meist schon im Haus: in Bewertungen, Support-Anfragen, Retourengründen und im Wissen des Verkaufs.

Kein Shop kann alles von Hand schreiben. Ich teile den Katalog deshalb nach Umsatzanteil, Suchnachfrage und Wettbewerb in drei Stufen (Richtwerte aus meiner Arbeit):

Anteil Was die Seite bekommt
etwa 5 bis 10 % eigener Text mit Kaufberatung, Einordnung im Sortiment, echte Fragen
etwa 15 bis 25 % Vorlage mit Pflichtfeldern, die Austauschbares verhindert, KI nur mit redaktioneller Prüfung
der Rest saubere Merkmale und strukturierte Daten, ein Produkt rückt auf, sobald es Besuche oder Umsatz zeigt

Viele Seiten mit generativer KI zu erzeugen, ohne dass sie Nutzern etwas bringen, nennt Google massenhaft erstellten Content und damit Spam. Ausführlich: Was Google mit „non-commodity content“ meint.

Für selbst verfasste Testberichte, auch von Händlern, nennt Google: aus Sicht der Nutzer bewerten, Belege eigener Erfahrung zeigen, Vor- und Nachteile auf Basis eigener Recherche nennen, Alternativen vergleichen und Messwerte angeben.

Kundenbewertungen im Shop behandelt die Anleitung nicht ausdrücklich. Meine Einordnung: Sie gehören als sichtbarer Text auf die Produktseite und liefern zugleich die Fragen, die Ihre Kundschaft vor dem Kauf stellt. Auszeichnen lassen sie sich mit Review und aggregateRating. Für Bewertungs-Snippets gilt seit Juli 2026 eine eigene Richtlinie zu gefälschten Bewertungen und zu Bewertungen gegen Anreize, die nicht offengelegt sind.

Im Oktober 2026 hat Google den Leitfaden für hilfreiche Inhalte ergänzt: Erfundene Profile mit KI-Porträts, falschen Namen oder ausgedachten Qualifikationen gelten als Täuschung. E-E-A-T ist laut derselben Seite kein einzelner Rankingfaktor. Fragen Sie bei jeder Autorenangabe: Gibt es die Person, und hat sie mit dem Text zu tun?

  • Wenn ja: echtes Foto, echte Rolle, kurze Autorenseite.
  • Wenn nein: Nennen Sie, wer dahintersteht, zum Beispiel die Shop-Redaktion.
  • Wenn KI maßgeblich mitgeschrieben hat: Sagen Sie das dort, wo Ihre Leserschaft den Hinweis erwartet.

Eren Kozik

Aus meiner Arbeit

In einem Projekt, hier übertragen auf einen Teppichhandel, verlor die Kategorie „Teppiche für Fußbodenheizung“ gegen Ratgeberartikel. Die Lösung war nicht mehr Text in der Kategorie, sondern ein eigener Ratgeber, der auf die passenden Teppiche verweist.

 4. KI-Zitierung: AI Overviews, KI-Modus und ChatGPT

Googles KI-Antworten stützen sich auf Index und Ranking der Suche, die verwendeten Seiten erscheinen als Links. Das nennt man Grounding. Zusätzlich können die Systeme mehrere verwandte Suchanfragen stellen, das Query Fan-Out. Die KI-Zitierung ist deshalb keine eigene Phase bei Google, sie läuft parallel zum Ranking. Für andere Assistenten kommen Zugang und Produktdaten hinzu.

Prüfen Sie:

  • Welche Ihrer Seiten zeigt der Search-Console-Bericht zu generativer KI?
  • Trägt eine wichtige Seite eine Snippet-Sperre wie nosnippet oder max-snippet:0?
  • Darf OAI-SearchBot Ihren Shop lesen, in der robots.txt und bei Firewall oder CDN?
  • Beantwortet eine Seite die Fragen zum Unternehmen als Faktenblatt mit Stand-Datum?
  • Hat jede Unternehmenszahl auf allen Seiten und im Unternehmensprofil denselben Wert?

Für AI Overviews und KI-Modus gibt es keine zusätzlichen Anforderungen: Die Seite muss indexiert sein und mit Snippet in der Suche erscheinen dürfen. Mit nosnippet, data-nosnippet oder max-snippet begrenzen Sie, was daraus angezeigt wird. Google zählt die Optimierung für KI-Funktionen zur Suchmaschinenoptimierung.

Der Leitfaden (Stand 10. Juli 2026) nennt auch, was es nicht braucht:

  • llms.txt und ähnliche Dateien: Die Google-Suche ignoriert sie.
  • Chunking: Inhalte müssen nicht künstlich zerlegt werden, eine ideale Seitenlänge gibt es nicht.
  • Texte nur für KI-Systeme: Google versteht Synonyme und Bedeutungen.
  • Spezielles Markup: Strukturierte Daten sind keine Voraussetzung, ein eigenes Schema für KI gibt es nicht.
  • Unechte Erwähnungen im Netz: Laut Google bringen sie weniger, als es scheint.

Eigene Inhalte für jede Suchvariante zu erstellen, vor allem um Rankings oder KI-Antworten zu manipulieren, verstößt laut Leitfaden gegen die Richtlinie zu massenhaft erstelltem Content.

Der KI-Leitfaden nennt vor allem Grundlagen:

  • Inhalte: eine eigene Sicht auf das Thema, Inhalte, die über Standardwissen hinausgehen, eine klare Gliederung, passende Bilder und Videos.
  • Technik: crawlbare Seiten, im Index und mit Snippet zugelassen, semantisches HTML, wo möglich, JavaScript nach den üblichen SEO-Regeln, gute Darstellung auf allen Geräten, weniger Duplikate.
  • Shop-Daten: Merchant Center und Unternehmensprofil können helfen, Produkte und Leistungen in KI-Antworten und normalen Ergebnissen sichtbar zu machen.
  • Messung: der Bericht zu generativer KI. Ratschläge von außen sollten Sie laut Google an der offiziellen Dokumentation messen.

Meine Einordnung: Für einen Shop ist das kein eigenes Programm, sondern dieselbe Arbeit wie in den Phasen 1 bis 3.

Von den KI-Plattformen schickt ChatGPT die meisten Besucher: In Deutschland kamen laut SE Ranking von Januar bis August 2026 78,21 % des KI-Traffics von dort, 10,25 % von Gemini und 8,91 % von Perplexity.

OpenAI trennt seine Crawler nach Zweck: OAI-SearchBot für die Suche, GPTBot für das Training, ChatGPT-User für Abrufe auf Anfrage. Seiten, die OAI-SearchBot aussperren, erscheinen laut OpenAI nicht in den Suchantworten von ChatGPT, höchstens als reine Navigationslinks.

In der ChatGPT-Suche erscheinen, ohne zum Training beizutragen:

User-agent: OAI-SearchBot
Allow: /

User-agent: GPTBot
Disallow: /

Prüfen Sie zusätzlich Firewall und CDN. Cloudflare etwa unterscheidet seit Juli 2026 Suche, Agenten und Training. Was dort eingestellt ist, steht nicht in Ihrer robots.txt.

  • Google: Der KI-Leitfaden nennt Produktdaten im Merchant Center als Weg in KI-Antworten und normale Ergebnisse.
  • OpenAI: Die Händlerseite empfiehlt detaillierte Angaben wie Bilder, Preise und Bewertungen. Umfangreichere Daten sorgen laut OpenAI dafür, dass Produkte mit präziseren Informationen angezeigt werden. Die Shopping-Funktion gibt es derzeit nur in den USA.
  • Perplexity: Laut Hilfe werden Händler, die ausführlichere Angaben etwa zu Verfügbarkeit, Bewertungen, Preisen und Spezifikationen machen, eher empfohlen. Direktkauf gibt es derzeit nur in den USA.

Das sind Aussagen der Anbieter über ihre eigenen Systeme. Eine vollständige Liste von Rankingfaktoren für KI-Suchen hat kein Anbieter veröffentlicht. Meine Einordnung: Daten, die für Google Shopping, Marktplätze oder eigene Filter wichtig waren, wirken jetzt auch in der KI-Produktsuche.

Fragen zum Unternehmen kommen kurz vor dem Kauf: Wer steckt dahinter, wo sitzt der Händler, welche Konditionen gelten? Die Antworten liegen oft verstreut und widersprechen sich. Eine Über-uns-Seite als Faktenblatt gibt Kundschaft und KI-Antworten einen Ort dafür. Grounding Page ist mein Arbeitsbegriff, kein Begriff von Google.

Zehn Abschnitte:

  1. Auf einen Blick: Marke, Rechtsträger, Sitz, Gründung, Geschäftsmodell
  2. Wer wir sind
  3. Offizielle Unternehmensdaten: Anschrift, Geschäftsführung, Register, USt-ID
  4. Sortiment mit Links
  5. Zielgruppen und Liefergebiet
  6. Was wir sind und was nicht
  7. Service und Konditionen: Lieferung, Rückgabe, Zahlung, Beratung
  8. Vertrauen und Fakten: Mitgliedschaften, Bewertungen mit Quelle, belegte Kennzahlen
  9. Online-Präsenz: Shop, Ratgeber, Kanäle
  10. Quellen und Stand: Datum der Prüfung, fachlich verantwortliche Person

Regeln: ein Wert je Zahl, ein sichtbares Stand-Datum, keine Ansage an Maschinen, jede Angabe mit einer Quelle im Unternehmen. Neue maschinenlesbare Dateien, KI-Textdateien oder zusätzliches Markup sind für die Google-Suche laut Google allgemein nicht nötig, also auch hier nicht. Organization-Markup ist optional und darf wie alle strukturierten Daten nichts auszeichnen, was Besucher nicht sehen.

Dass eine solche Seite Nennungen verbessert, ist meine Annahme. Deshalb gehört eine Wirkungskontrolle dazu.

Eine einzelne Frage an ChatGPT beweist wenig, denn die Antworten variieren, können personalisiert sein und hängen vom Kontext ab. Aussagekraft entsteht durch eine feste Fragenliste, mehrere Durchläufe und einen Vergleich mit dem Wettbewerb:

Kennzahl Frage
Mention Rate Wie oft wird die Marke genannt?
Citation Rate Wie oft wird Ihre Website als Quelle verlinkt?
Top-3 Presence Wie oft steht die Marke unter den ersten drei Empfehlungen?
Stability Score Wie stark schwanken die Werte zwischen den Messungen?

Ausführlich: KI-Sichtbarkeit messen.


Eren Kozik

Aus meiner Arbeit

In einem Projekt ließ sich von außen nicht klären, ob der Anbieter selbst herstellt oder nur handelt. Was Fachleute auf der Seite nicht erkennen, kann auch ein Antwortsystem dort nicht finden.

 5. Conversion: Vertrauen, Ladezeit und Umsatzmessung

Sichtbarkeit zahlt sich für einen Shop erst aus, wenn aus dem Besuch ein Kauf wird. Eine Nennung allein bringt noch keinen Umsatz.

Prüfen Sie:

  • Sind Preis, Lieferzeit und Rückgabe leicht zu finden, und stimmen sie überall überein?
  • Beantworten Daten oder Seite die zehn häufigsten Kundenfragen?
  • Erfüllen die Vorlagen für Kategorie und Produkt die Zielwerte der Core Web Vitals?
  • Lässt sich der Umsatz aus organischer Suche und von KI-Assistenten getrennt auswerten?

Meine Einordnung: Preis, Lieferzeit und Rückgabe gehören sichtbar auf die Produktseite und müssen mit Feed und strukturierten Daten übereinstimmen. Angaben zum Unternehmen stehen gebündelt auf einer eigenen Seite, die aus dem Footer erreichbar ist. Mehr dazu unter Versand und Rückgabe und Faktenseite zum Unternehmen.

Die häufigsten Fragen stehen in Bewertungen, Support-Anfragen und Retourengründen. Sie gehören als sichtbarer Text auf die Seite, weil sie der Kundschaft helfen. Eine Sonderdarstellung bringen FAQ-Auszeichnungen nicht mehr: Google hat FAQ-Rich-Results im Mai 2026 eingestellt.

Google empfiehlt gute Core Web Vitals. Die Zielwerte: LCP innerhalb von 2,5 Sekunden, INP unter 200 Millisekunden, CLS unter 0,1. Die Daten zeigt der Core-Web-Vitals-Bericht in der Search Console. Meine Einordnung: Prüfen Sie zuerst die Vorlagen für Kategorie und Produkt, denn an ihnen hängen die meisten URLs.

Werten Sie Umsatz und Conversion-Rate aus organischer Suche je Seitentyp aus, also getrennt nach Kategorie, Produkt und Ratgeber. Bewerten Sie KI-Assistenten nach dem Umsatz, den sie bringen, nicht nach fremden Studien. Google Analytics kennt dafür den Channel „AI Assistant“. Klicks aus Googles eigenen KI-Antworten laufen dort als organische Suche.


Eren Kozik

Aus meiner Arbeit

Meine Annahme: Fragen zum Anbieter entscheiden gerade bei Beratungsverkauf ohne Online-Preis über die Anfrage. Belegt ist das nicht, deshalb gehört eine Wirkungskontrolle dazu.

Agentic Commerce

Weiterlesen

Organische Suche und KI-Plattformen im Vergleich

36,59 %

aller Besuche kamen aus der organischen Suche

SE Ranking, Deutschland

0,58 %

aus KI-Plattformen, im August 2026 waren es 1,42 %

SE Ranking, Deutschland

39-mal

so viele Sitzungen wie KI-Assistenten brachte die organische Suche

The SEO Works, Region nicht genannt

Quellen: SE Ranking (über 91.000 Websites, Januar bis August 2026), The SEO Works (95 GA4-Properties, September 2025 bis August 2026). Beide werten nicht nach Shops aus. Klicks zeigen nur einen Teil: KI-Plattformen beantworten Fragen meist selbst, und Klicks aus Googles eigenen KI-Antworten laufen in der Regel als organische Suche. Maßgeblich für Ihren Shop sind Ihre eigenen Daten.

Was für Shops in Deutschland gerade gilt

Stand: 2. November 2026.

Nutzbar

Noch nicht in Deutschland

Seit September 2026 dokumentiert Google für den EWR neben dem Block für Vergleichsdienste (Aggregator Unit) einen eigenen Block für direkte Anbieter. In Googles Dokumentation heißt er Supplier Unit, in den Suchergebnissen habe ich ihn im Oktober 2026 unter der Überschrift „Geschäfte“ gesehen. Er erscheint nur zusammen mit dem Block für Vergleichsdienste.

Laut einer Messung des Anbieters Productrise sind die organischen Produktkarussells ab Mitte September in Deutschland um etwa 90 bis 100 Prozent zurückgegangen. Das ist ein Näherungswert eines einzelnen Anbieters, die Methode ist nicht offengelegt. Sinken Ihre Klicks bei Produktsuchen seit Mitte September bei stabilen Positionen, sehen Sie sich zuerst die Suchergebnisse selbst an.

  • LEAP mit SISTRIX, September 2026, 2.496 umsatzstarke deutsche Shops: Sichtbarkeit im Median −16,7 %, organischer Anteil 33,3 % (2025: 42,5 %), Keywords mit AI-Overview-Einfluss 14,2 % (2025: 4,3 %). Nur große Shops, Studie eines Dienstleisters.
  • SISTRIX, Februar 2026, über 100 Millionen Keywords in Deutschland: AI Overviews bei gut 20 % der Keywords, die Klickrate auf Position 1 sinkt von über 27 % auf 11 %. Keine AI Overviews bei Keywords mit Shopping-Integration, Stand Frühjahr 2026.

Keine dieser Zahlen ist eine Aussage über Ihren Shop.

Wirkung messen: Was hat sich geändert?

Viele Maßnahmen werden bewertet, bevor Google sie gesehen hat. Zu jeder Maßnahme gehören deshalb fünf Angaben: Ausgangswert, Zielhypothese, Umsetzungsdatum, Beobachtungszeitraum und Bewertung.

Prüfen Sie:

  • Sind Ausgangswerte für die wichtigsten Kategorien und Produkte gesichert?
  • Liegt der letzte Crawl laut URL-Prüfung nach Ihrer Änderung?
  • Laufen in den nächsten 90 Tagen höchstens drei Maßnahmen?
Phase Kennzahl Quelle
Crawling Crawl-Anfragen je Seitentyp, Anteil der Filter-URLs Crawling-Statistik, Crawl
Indexierung indexierte URLs je Seitentyp, Status der wichtigen URLs Bericht zur Seitenindexierung
Ranking Impressionen, Klicks, Klickrate und Position je Seitentyp Leistungsbericht
KI-Zitierung Impressionen je Seite, Besuche und Umsatz von KI-Assistenten Bericht zu generativer KI, Webanalyse
Conversion Umsatz und Conversion-Rate aus organischer Suche Webanalyse
  1. Beobachtung: Was zeigen die Daten, ohne Deutung?
  2. Hypothese: Was könnte die Ursache sein, und woran ließe sie sich widerlegen?
  3. Priorisierung: Lohnt sich die Maßnahme im Vergleich zu anderen? Bewerten Sie Wirkung, Aufwand, Risiko und was daran hängt.
  4. Umsetzung: Was wird wann und auf welchen Seiten geändert?
  5. Wirkungskontrolle: Was hat sich geändert, und ist die Maßnahme die wahrscheinliche Ursache?

Ein erfundenes Beispiel:

Feld Eintrag
Maßnahme Namen und Titles der Merinogarne aus Sorte, Farbe und Packung gebildet
Ausgangswert Impressionen und Klicks je Variantenseite der letzten 28 Tage, Zahl der indexierten Variantenseiten
Zielhypothese mehr Impressionen bei Suchen mit Farbnamen, keine Verluste bei der Marke
Testgruppe zwei Sorten umgestellt, zwei unverändert
Umsetzungsdatum Tag der Änderung und Tag des neuen Abrufs laut URL-Prüfung
Beobachtungszeitraum acht Wochen ab dem Abruf
Bewertung Ergebnis gegenüber der Hypothese, mögliche andere Ursachen, nächster Schritt

Anfang Oktober 2026 hat Google-Analyst Gary Illyes auf einer Konferenz typische Zeiten gezeigt. Bekannt sind die Folien aus Teilnehmerberichten. Illyes nannte sie danach eine Übung, um zu sehen, ob sich das Publikum in den intern ermittelten Zahlen wiederfindet. Nehmen Sie die Werte als grobe Richtung:

Schritt Typisch Langsamster Fall
Neue URL entdecken rund 20 Stunden Wochen bis nie
Bekannte URL erneut abrufen rund 30 Tage Wochen bis nie
Indexierung rund 1,5 Stunden Monate oder nie
Neuer Title oder neues Snippet sichtbar 1 bis 2 Tage Wochen bis Monate
Erholung nach einem Core Update 3 bis 6 Monate 6 Monate bis 1 Jahr

Meine Erfahrungswerte, keine Zusagen: Produktdaten Wochen bis Monate, Struktur wie Varianten, Filter und interne Links eher Monate, eigene Inhalte Quartale.

Bei wichtigen Seiten beantragen Sie in der Search Console die Indexierung. Das garantiert nichts und hat ein Kontingent, mehrfaches Beantragen macht laut Google nichts schneller.

Core Updates zielen laut Google nicht auf bestimmte Websites oder Seiten.

  • Werten Sie die Search Console frühestens eine volle Woche nach Ende des Updates aus.
  • Bei kleinen Rückgängen rät Google von drastischen Schritten ab, bei großen, anhaltenden zu einer gründlichen Prüfung der gesamten Website.
  • Von schnellen Korrekturen rät Google ab.
  • Änderungen können in wenigen Tagen wirken, die Bewertung durch die Systeme kann aber mehrere Monate dauern, unter Umständen bis zum nächsten Core Update. Eine Garantie gibt es nicht.

Laut Status-Dashboard:

Beginn Update Dauer
24.09.2026 Spam 13 T. 16 Std.
18.08.2026 Spam 2 T. 16 Std.
24.06.2026 Spam 2 T. 1 Std.
21.05.2026 Core 11 T. 21 Std.
27.03.2026 Core 12 T. 4 Std.
24.03.2026 Spam 19 Std. 30 Min.
05.02.2026 Discover 21 T. 17 Std.

Eren Kozik

Aus meiner Arbeit

Größere Umbauten wie ein neues Variantenmodell passen selten in 30 Umsetzungstage. Dann gilt der Plan für den ersten Abschnitt mit einer Testgruppe.

Relaunch und neuer Shop

Schwankungen gehören zu einem Relaunch, dauerhafte Verluste nicht zwangsläufig. Sie entstehen vor allem durch fehlende Weiterleitungen, gelöschte Inhalte mit Backlinks und veränderte interne Links. Die meisten dieser Ursachen werden vor dem Go-live festgelegt.

Prüfen Sie:

  • Sind URLs mit Klicks und Backlinks gesichert?
  • Ist das URL-Konzept entschieden und geprüft?
  • Wer nimmt den Crawl des Testsystems ab, und wer kontrolliert die Daten der ersten 48 Stunden?

Mein Vorgehen als Leistung: Website-Relaunch

  1. Bestandsaufnahme und Konzept: Crawl der alten Seite, Search-Console-Daten, Backlinks, Kannibalisierung, Informationsarchitektur und URL-Konzept.
  2. Vorbereitung auf dem Testsystem: Testsystem gegen Indexierung sperren, Weiterleitungen 1:1 zuordnen, Anforderungen an die Vorlagen festhalten.
  3. Umsetzung und Crawl des Testsystems: Jede alte URL ist erreichbar oder richtig weitergeleitet, jedes Ziel ist indexierbar, dazu Ladezeiten, strukturierte Daten und Sitemap.
  4. Go-live: Sperren entfernen, alte URLs gegen das Live-System prüfen, Sitemap einreichen, die ersten 48 Stunden mit Daten kontrollieren.
  5. Beobachtung: Vergleich mit den Ausgangswerten, in den ersten Wochen wöchentlich: Rankings, Index, verlorene Backlinks, neue 404-Fehler.

Aus der Anleitung zu Website-Umzügen (Stand 20. August 2026):

  • Alte URLs ermitteln, die wichtigen zuerst: aus Sitemaps, Server-Logs, Webanalyse, dem Link-Bericht der Search Console und Listen aus dem System.
  • Serverseitig und dauerhaft weiterleiten, mit Status 301 oder 308 und ohne Ketten.
  • Keine Sammelweiterleitung auf die Startseite. Entfernte Inhalte antworten mit 404 oder 410.
  • Weiterleitungen mindestens ein Jahr behalten.
  • Sperren aus der Entwicklung entfernen. Stehen gebliebene noindex-Regeln und robots.txt-Sperren nennt Google als häufigen Fehler.
  • Möglichst nur eine Änderung gleichzeitig, zum Beispiel erst die Domain, dann das Layout.

Das steht in keiner Google-Anleitung, es ist meine Prüfliste für den Shopwechsel:

Bereich Typischer Fehler Vorher prüfen
Kategorien alte Kategorie ohne passendes Ziel Zuordnung je Kategorie mit Klicks oder Backlinks
Filterseiten neue Parameter, gut laufende Filterseiten verschwinden Liste aller Filter-URLs mit Klicks
Varianten das neue System fasst Varianten anders zusammen Entscheidung vor der Umsetzung
Produktdaten Feed zeigt auf alte Zielseiten, Markup kommt neu per JavaScript Feed-URLs und erstes HTML
Alte Produkte beim Datenumzug gelöscht, obwohl Links darauf zeigen Backlinks und Klicks je Produkt
Interne Links laufen weiter über Weiterleitungen Crawl nach dem Go-live
Messung Analyse-Tags fehlen, Search Console nicht eingerichtet vor dem Go-live einrichten

Googles Anleitung zum Shop-Start nennt diese Schritte:

  • Inhaberschaft der Website bei Google bestätigen.
  • Wenige URLs über die URL-Prüfung einreichen, viele über eine Sitemap.
  • Die Indexierung im Bericht zur Seitenindexierung verfolgen.
  • Bei einem Ladengeschäft die Unternehmensdaten hinterlegen.
  • Produkte und Angebote im Merchant Center übermitteln.

Für den Start beschreibt Google vier Varianten: die gesamte Website bis zum Start gesperrt, zuerst nur die Startseite, die Website online mit Produkten als nicht kaufbar markiert oder ein Soft Launch vor der Kampagne. Davon, den Warenkorb-Button abzuschalten, um Käufe zu verhindern, rät Google ab.

Länderversionen und hreflang

Bei Deutschland, Österreich und der Schweiz ist nach meiner Einordnung selten die Übersetzung das Problem, sondern fast gleicher Inhalt für mehrere Länder. Dann rankt die falsche Version, mit falschem Versand und vielleicht falschem Preis. Google beschreibt diesen Fall am Beispiel englischsprachiger Websites und empfiehlt hreflang. Eine eigene Länderversion lohnt sich aus meiner Sicht, wenn sich Preis, Versand oder Recht wirklich unterscheiden.

Prüfen Sie:

  • Haben alle hreflang-Angaben Rückverweise und gültige Codes?
  • Zeigt die URL-Prüfung in jedem Land die richtige kanonische URL?
  • Bekommt, in der Search Console nach Land gefiltert, die passende Version die Klicks?

Nach Googles Anleitung für länderspezifische Websites:

Form Vorteil Nachteil
Länderdomain: ihrshop.at klares Signal für das Land teuer, mehr Infrastruktur
Subdomain: at.ihrshop.com einfach einzurichten, leicht zu trennen aus der URL nicht klar, ob Sprache oder Land
Unterverzeichnis: ihrshop.com/at/ wenig Wartung, gleicher Host schwerer zu trennen
Parameter: ihrshop.com?loc=at keiner von Google nicht empfohlen

Aus der Anleitung (Stand 21. September 2026):

  • Jede Version nennt alle anderen und sich selbst. Fehlt der Rückverweis, werden die Angaben ignoriert.
  • URLs stehen vollständig mit Protokoll.
  • Der Code besteht aus Sprache und optional Region: de-DE, de-AT, de-CH. Ein Ländercode allein ist ungültig.
  • x-default ist der Rückfall für alle, zu denen keine Version passt.
  • HTML, HTTP-Header und Sitemap sind gleichwertig. Wählen Sie einen Weg.

Bei zalando.de reichen die Angaben bis auf die Ebene der Filterseiten (beobachtet am 2. November 2026).

Google rät von automatischen Weiterleitungen nach vermuteter Sprache und von einer Anpassung nach IP-Adresse ab, denn Googlebot crawlt meist aus den USA und findet sonst möglicherweise nicht alle Versionen. Besser ist eine sichtbare Länderauswahl mit echten Links. Mehrere Währungen brauchen laut Google je eine eigene URL.

Ihr Plan für die nächsten 90 Tage

Ein Rahmen, keine feste Reihenfolge. Die ergibt sich aus dem Engpass Ihres Shops.

 

Beobachten

Tag 1 bis 14: Daten auswerten, Ausgangswerte sichern, noch nichts ändern.

 

Entscheiden

Tag 15 bis 30: Hypothesen bewerten, höchstens drei Maßnahmen wählen.

 

Umsetzen

Tag 31 bis 60: An Vorlagen und Daten ansetzen, möglichst mit Testgruppe.

 

Prüfen

Tag 61 bis 90: Abruf prüfen, erste Signale lesen, Termin für die volle Bewertung setzen.

In diesen 90 Tagen können Sie weglassen: die Fehlerliste des Tools leer arbeiten, llms.txt und FAQ-Markup als Hebel für KI-Antworten, Projekte für den Kauf direkt in KI-Oberflächen, Abos für KI-Tracking ohne feste Fragenliste.

Unterstützung für Ihren Shop

Das Erstgespräch dauert 30 Minuten, ist kostenlos und unverbindlich. Platzierungen, Zeiträume oder Umsatzzahlen verspreche ich nicht.

Shop-Diagnose

Reichen Sie Ihr SEO-Problem ein. Ausgewählte Fälle bespreche ich im Podcast, kostenlos und auf Wunsch anonym.

SEO-Beratung

Ihr Team, Ihre Agentur oder Ihre Entwicklung setzt um, und Sie brauchen Einordnung und Prioritäten.

SEO-Betreuung

Im Haus fehlt die Kapazität. Planung, Umsetzung und Nachweis kommen von SEOPT, mit festem Monatskontingent.

Häufige Fragen zu SEO für Online-Shops

Eine feste Dauer gibt es nicht. Laut Google wirken manche Änderungen nach wenigen Stunden, andere erst nach mehreren Monaten, und vor einer Bewertung sollten Sie in der Regel einige Wochen warten. Mein Maßstab: Der Beobachtungszeitraum beginnt, wenn die URL-Prüfung einen Crawl nach Ihrer Änderung zeigt. Mehr dazu unter Wann sich eine Bewertung lohnt und in Podcast-Folge 3.

Die Prüffragen auf dieser Seite beantworten Sie großteils selbst, mit Search Console, Merchant Center und einem Crawl. Änderungen an Vorlagen, Filtern und strukturierten Daten brauchen meist Ihre Entwicklung oder Agentur. Die Quellen sind verlinkt, damit Sie die Punkte weitergeben können.

Das hängt vom Engpass, von der Größe des Sortiments und davon ab, wer umsetzt. Eine belastbare Zahl setzt deshalb eine Bestandsaufnahme voraus. Bei mir ist die Betreuung ein fester Monatsbetrag für eine definierte Kapazität, ab 10 Stunden im Monat. Das Erstgespräch ist kostenlos.

Für AI Overviews und den KI-Modus nennt Google keine zusätzlichen Anforderungen, die Antworten stützen sich auf Index und Ranking der Suche. Für andere Assistenten kommen zwei Prüfpunkte dazu: Zugang und Produktdaten. Meine Einordnung: GEO ist für Shops keine eigene Disziplin, sondern dieselbe Grundlage mit wenigen zusätzlichen Prüfpunkten. Sie stehen bei 4. KI-Zitierung.

Nicht als Pflichtübung. Wer die Kategorie öffnet, will Produkte vergleichen. Meine Einordnung: Sinnvoll ist Text, der beim Auswählen hilft und den nur Sie schreiben können. Ein Text, der auf jedem anderen Shop stehen könnte, hilft wenig. Mehr dazu unter Kategorieseiten und in Warum rankt meine Kategorie nicht (mehr)?

Meine Einordnung: Dann, wenn Ihre Kundschaft Informationsfragen stellt, die eine Kategorie nicht beantworten kann. Zeigen die Top 10 bei einem Begriff Anleitungen, hat eine Kategorie dort wenig Aussicht. Der Ratgeber bekommt die Frage, die Kategorie den Kauf, und beide verlinken sich. Beispiel unter Ratgeber und Kategorie verbinden.

Eine Empfehlung von Google dazu kenne ich nicht. Meine Einordnung: Ob Shopware, JTL-Shop, Shopify oder WooCommerce, entscheidend ist, ob Sie Titles, URLs, Filter, interne Links und strukturierte Daten steuern können. Die Prüffragen auf dieser Seite hängen nicht an einem System.

John Mueller von Google sagte 2022 in den Office Hours, dass eine ausverkaufte Produktseite wie ein Soft 404 behandelt werden und aus den Ergebnissen fallen kann. Das muss nicht so sein, wenn die Seite weiter viele Informationen bietet, und die Rankings des übrigen Shops bleiben davon unberührt. Prüfen Sie im Bericht zur Seitenindexierung, ob solche URLs als Soft 404 auftauchen, und halten Sie die Verfügbarkeit in Feed, strukturierten Daten und Seite gleich.

Meine Einordnung: Kommt das Produkt wieder, bleibt die Seite online, mit korrekter Verfügbarkeit und Links zu Alternativen. Kommt es nicht wieder, leiten Sie auf einen Nachfolger weiter, falls es einen gibt, sonst antwortet die URL mit 404 oder 410.

Ja, mit anderen Schwerpunkten. Ein echtes Crawl-Budget-Problem ist bei kleineren Shops selten. Suchintention, Produktnamen, eigene Inhalte und saubere Produktdaten hängen nicht an der Größe des Sortiments.

Bei jeder neuen Empfehlung helfen fünf Fragen:

  1. Wer sagt das? Die Dokumentation des Anbieters, eine Studie mit offener Methode oder jemand, der ein Tool verkauft?
  2. Gilt es in Deutschland? Viele Ankündigungen gelten zunächst nur für die USA.
  3. Betrifft es Ihr Geschäft? Sucht Ihre Kundschaft dort wirklich?
  4. Lässt sich die Wirkung prüfen? Wenn nicht, lässt sie sich auch nicht bewerten.
  5. Was kostet das Warten? Bei den meisten Trends wenig, solange die Grundlagen stimmen.

Ein Beispiel: Die falsche Frage zur KI-Suche (Stand Mai 2026).

Über diesen Leitfaden

Diesen Leitfaden schreibe und pflege ich selbst, Eren Kozik, Inhaber von SEOPT e. K. in Sankt Augustin. Beim Schreiben nutze ich KI als Werkzeug. Eingeordnet und auf Richtigkeit geprüft habe ich die Inhalte selbst. Mehr über SEOPT.

Eine Rangliste von Faktoren und Versprechen zu Platzierungen oder Umsatz finden Sie hier nicht, denn seriös lässt sich das nicht zusagen.

Der Leitfaden richtet sich an Shop-Betreiber und E-Commerce-Verantwortliche, die mit eigenem Team oder Agentur umsetzen. Entwicklungsteams finden die technischen Regeln mit Quelle.

„Struktur vor Taktik“ heißt für mich: Maßnahmen nach ihrem Hebel auswählen und ihre Wirkung kontrollieren. Eine feste Reihenfolge von Maßnahmen ist damit nicht gemeint.

  • Belegt: Was Google, OpenAI oder Perplexity selbst dokumentieren, verlinke ich direkt auf die Quelle.
  • Beobachtet: Was ich in Suchergebnissen, in Tools oder auf Shops sehe, nenne ich Beobachtung und gebe das Datum an. Zahlen aus SISTRIX sind Näherungswerte.
  • Eingeordnet: Schlussfolgerungen und Faustregeln sind meine eigenen und als solche gekennzeichnet.

Fälle aus meiner Arbeit sind anonymisiert, der Wollshop ist erfunden. Namentlich nenne ich nur große Shops und nur mit dem, was dort jeder nachprüfen kann. Ihre Lösungen sind Anschauung und keine Vorlage, denn ob eine Lösung die Ursache eines Rankings ist, lässt sich von außen nicht sagen.

  • 2. November 2026: Nach der ersten Quellenprüfung: Rangfolge für Versand und Rückgabe korrigiert, drei Aussagen präzisiert, Aktionszeiträume und Bewertungs-Snippets ergänzt.
  • 2. November 2026: Leitfaden veröffentlicht.

Und wann SEOPTimieren Sie Ihre Website?