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Mobile Friendly (Mobile Friendliness)

Mobile Friendly (dt. mobilfreundlich) ist ein Begriff aus der Webentwicklung und der Suchmaschinenoptimierung. Damit wird ein mobilfreundlicher Zustand von Webseiten und Apps bezeichnet, der trotz kleinerer Displays, abweichender Steuerung sowie weniger Hardware-Ressourcen dazu führt, dass Webseiten auf mobilen Endgeräten problemlos genutzt werden können. Das heißt vor allem, dass sie auf Smartphones genauso komfortabel zu bedienen sind und ihr Content genauso mühelos zu konsumieren ist wie auf Desktopgeräten.

Google Mobile Friendly Update und Mobile First Index

Der von Google geprägte Begriff hat sich spätestens mit dem Google Mobile Friendly Update vom 21. April 2015 in der SEO-Szene etabliert und eingeprägt. Seit diesem Tag ist Mobile Friendliness (dt. Mobilfreundlichkeit) ein offizieller Rankingfaktor. Das Update hatte spürbare Auswirkungen auf die Suchergebnisse weltweit, weil nicht mobilfreundliche Webseiten in der mobilen Suche seitdem benachteiligt werden und mobiloptimierte Webseiten besser gerankt werden. Aufgrund seiner enormen Auswirkungen wird es auch als „Mobilegeddon“ bezeichnet.

In einem zweiten wichtigen Schritt hat Google ab April 2018 den bereits im November 2016 angekündigten Mobile First Index ausgerollt. Seitdem berücksichtigt Google für das Ranking in den Suchergebnissen ausschließlich die mobile Version einer Webseite. Während der Mobile First Index sich immer auf den Content bezieht und sicherstellt, dass dieser für Smartphones auch tatsächlich vorhanden ist, knüpft Mobile Friendly im zweiten Schritt dort an. Die Mobilfreundlichkeit nimmt Einfluss auf die Sortierung der Suchergebnisse. Je besser die User Experience und die Usability, desto besser das Ranking.

Nur Smartphones sind Mobilgeräte

Mobile Friendliness bezieht sich logischerweise auf mobile Endgeräte. Google stuft lediglich Smartphones als Mobilgeräte ein, weil sie im Vergleich zu allen anderen Geräteklassen einen deutlich kleineren Bildschirm haben und Inhalte so gut wie immer im Hochformat angezeigt werden.

Tablets, die landläufig ebenfalls als Mobile Devices bezeichnet werden, betrachtet Google als eigene Geräteklasse, die nicht zu den Mobilgeräten zählt. Google gibt an, dass Nutzer auf einem Tablet eine Webseite erwarten, die eher der Desktopversion ähnelt als der Handyversion. Im Idealfall gibt es eine extra für Tablets optimierte Version.

Aspekte von Mobile Friendliness

Es gibt nicht die eine Stellschraube, mit der Webmaster ihre Webseite im Handumdrehen mobilfreundlich machen können. Responsives Webdesign ist sicherlich eine gute Basis, aber weder die einzige Möglichkeit, noch allein ausreichend. Mobile Friendly wird eine Webseite durch viele verschiedene Maßnahmen, deren Umsetzung letztlich zu einer guten User Experience führt. Bestandteil der User Experience ist die Usability, also die Benutzerfreundlichkeit. Sie spielt auf mobilen Endgeräten eine entscheidende Rolle und trägt maßgeblich dazu bei, dass eine Webseite mobilfreundlich ist.

Folgend einige beispielhafte Aspekte und häufige Fehler, auf die bei der Optimierung für Smartphones zu achten ist:

Mobile Friendly überprüfen

Um zu überprüfen, ob eine Webseite mobilfreundlich ist, gibt es ein kostenloses Tool von Google. Analysiert werden einige der bereits genannten Aspekte wie Darstellungsbereiche, Schriftgrößen und die Bedienbarkeit von anklickbaren Elementen. Die gefundenen Fehler werden aufgelistet und können nach dem Test abgearbeitet werden.


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