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Dateigrößen

Dateigrößen von beispielsweise Bildern, dem HTML-Code oder Videos spielen in der Suchmaschinenoptimierung im wahrsten Sinne eine große Rolle. Die Datenmenge wirkt sich auf die Ladezeit und somit Nutzerfreundlichkeit einer Seite immens aus und kann somit die Platzierung einer Website deutlich beeinflussen.

Aus diesem Grund sollten die Dateigrößen in der Gesamtheit immer möglichst klein gehalten werden, damit der Nutzer möglichst bald die komplette Seite angezeigt bekommt und nicht erst darauf warten muss, dass sich zum Beispiel das Header-Foto komplett geladen hat.

Bilder als größter Verursacher von Problemen

Bilder sind aber gerade für Online Shops wichtig, damit Produkte ansehnlich präsentiert und dargestellt werden können. Daher sollte hier mit äußerster Sorgfalt darauf geachtet werden, dass die Bilder direkt in einem weboptimierten Format hochgeladen werden und nicht etwa nachträglich in der Datenbank verkleinert werden.

Nachträglich sollte man, wenn man sich die Auswertung von Malte Landwehr aus dem Jahr 2014 auf dem Nxplorer.net Blog anschaut, diese Versäumnisse nämlich nicht mehr ausmerzen, da dies eine erneute Bewertung der Bilder zu Folge haben kann.

Daher sollten bei Bilder die Dateigrößen direkt beim Hochladen optimiert worden sein. Dies beinhaltet die richtige Auflösung in Pixeln sowie die richtigen Größen, damit diese für die Google Bildersuche in Betracht gezogen werden können. Google präferiert hier deutlich die 4:3 Querformate gegenüber anderen, was Martin Mißfeldt umfassend in seinem Bilder SEO Artikel beschreibt.

Weitere Dateigrößen, die Sie im Auge behalten sollten

Neben den Bildern gibt es noch vier andere Punkte, die gerade bei Online-Shops die Ladezeiten immens beeinträchtigen können, wenn nicht auf die einzelnen Dateigrößen geachtet wird. Diese sind:

Datenmengen im HTML-Code

Wie in jedem Dokument, wächst der Umfang des HTML-Codes durch das Hinzufügen von Zeichen und aufgrund der Länge des Gesamtdokumentes. Vor allem unnütze und überflüssige Kommentare im Quelltext oder eine hohe Menge an Attributen und Bildern im Quellcode kann diesen auf unvorstellbare Umfänge wachsen lassen, weshalb es sich immer anbietet auch beim Quellcode einmal einen Blick auf die Konkurrenz zu werfen. Gerade, wenn die direkten Konkurrenten hier sorgfältiger gearbeitet haben, sollte man einmal ein Audit durchführen und nachforschen, ob wirklich alle Anweisungen im Quellcode nötig sind oder ob man die Dateigrößen nicht dadurch verringern kann, indem man hier einmal gehörig aufräumt.

CSS und JavaScript kann Auswirkungen auf die Ladezeit haben

Ähnliches gilt auch für die beiden anderen Verdächtigen. CSS Dateien und JavaScript Anwendungen können in der Länger der genutzten Codezeilen stark variieren und somit Auswirkungen auf die Dateigrößen haben. Hier sollte ebenfalls abgewogen werden, welche CSS-Dateien oder JavaScript Anwendungen direkt gestartet werden müssen und welche eventuell ausgelagert oder gänzlich entfernt werden können.

Audio- und Videonutzung in Online Shops

Die Nutzung von selbst gehosteten Videos und Audiodateien wird ebenfalls gerne bei den Datenmengen unterschätzt. Videos, die direkt auf dem eigenen Server liegen und große Datenmengen beinhalten, werden oftmals bei Produktvideos genutzt oder für Unternehmensdarstellungen. Hier sollte beim Upload ebenfalls abgewogen werden, ob das Video wirklich in einer sehr hohen Auflösung direkt verfügbar sein muss, oder ob man hier nicht mit geringeren Datenmengen dasselbe Ergebnis erzielen kann. Auch die Einbettung von Videos durch iframes sollte in diesem Zusammenhang in Erwägung gezogen werden, da sich hierdurch die Dateigrößen auf dem eigenen Server deutlich verringern können.

SEO und Dateigrößen

Die diversen Pagespeed-Tools geben einen guten Überblick über die Ladezeiten in Verbindung mit den Dateigrößen. So zeigen zum Beispiel die PageSpeed Insights von Google, wo man auf den eigenen Seiten noch Potenzial für eine Optimierung hat. Hiermit lassen sich Potenziale aufdecken, die man schrittweise angehen und verbessern kann um den wichtigen Rankingfaktor „Ladezeit“ zu optimieren.

Auch in Bezug auf die immer weiter steigende mobile Nutzung bei gleichzeitig noch sehr beschränkten Datentarifen, sollten Dateigrößen sehr viel mehr Beachtung finden, als es derzeit oftmals der Fall ist. Spätestens die Kunden auf dem Land werden es Ihnen danken, wenn die Shopseiten innerhalb weniger Sekunden auch über LTE oder 3G erreichbar sind. Warten Sie daher nicht zu lange und testen Sie mit den kostenlosen Tools von Google einmal, ob Ihre Seite wirklich so optimiert ist, wie die Ihrer Konkurrenten.


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