Welche Initialkosten verursacht ein Online Shop?

Welche Initialkosten verursacht ein Online Shop?

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Der Verkauf über das Internet wächst und gedeiht. Laut IFH Köln soll der Umsatz des Online-Handels im Jahr 2016 mehr als 40 Milliarden Euro betragen. – Fast 15 Milliarden mehr als im Jahr 2011. Die Attraktivität des Internets als Umschlagplatz für Waren wird vor allem durch den relativ leichten Einstand bedingt. Statt teurer Standortkosten für ein Ladenlokal können Produkte direkt online vertrieben werden. Dies führt häufig dazu, dass der Einstig etwas überstürzt angegangen wird und dass anfallende und laufende Kosten unterschätzt werden.

Welches Sortiment wird im Internet angeboten?

Die größte Dichte an Online-Shops besteht im Bereich der Freizeitartikel. Nahezu jeder vierte Shop verkauft Produkte wie Bücher, Sportartikel, Autos/Autoteile und Spielwaren. Dahinter rangieren die so genannten Fast Moving Consumer Goods (FMCG) wie Pflegeprodukte, Lebensmittel und Heimtierbedarfsartikel. Einrichtungsgegenstände und Modeartikel folgen dicht dahinter.

Interessant ist hierbei, dass die größten Umsätze laut befragter Shopbesitzer auf die Bereiche Mode und Freizeit entfallen. So hat der Fashion-Bereich zwar nur einen Shopanteil von 15%, aber er erwirtschaftet einen Umsatz von fast 27%.

Ein Drittel der Shopbetreiber gibt an, weniger als 100 Artikel im Monat über den Online-Shop zu verkaufen. Dafür geben allerdings auch mehr als 15% der Befragten an, dass Sie mehr als 2.500 Bestellungen pro Monat versenden.

Welches Shopsystem?

Fast 15% der Shopbesitzer sind bei der Wahl des Systems kreativ und verwenden entweder eine individuell zugeschnittene Lösung oder gar Eigenkreation. Die meisten Betreiber vertrauen aber den frei verfügbaren Lösungen. Mehr als jeder dritte benutzt eine Open-Source Software. Kauf-Lösungen kommen für 24% in Frage und der Rest benutzt entweder Miet- oder On-Demand-Systeme.

Generell sind Online-Händler Ihrer einmal gefällten Shop-Wahl sehr treu. Fast ein Fünftel betreibt ihr System schon seit mehr als sechs Jahren.

Wie entscheide ich mich für ein Shopsystem?

Bei der Implementierung eines Shops entstehen Einrichtungskosten. Das heißt, bevor man überhaupt „an das Verkaufen“ denken kann, gibt es bereits einige größere Aufwendungen, die getätigt werden müssen.

Dies kann von einer Shop-Lizenz über Programmierungs- oder Einrichtungskosten bis hin zu Ausgaben für Layout, Design und Konzeptentwicklungen reichen. Daher empfiehlt sich eine umfassende Auseinandersetzung mit den Vor- und Nachteilen der einzelnen Systemtypen vor der Entscheidung für einen bestimmten Hersteller.

Dass dies in der Realität nicht immer praktiziert wird, zeigt die Angabe für den Wahlgrund eines Systems:

Während bei Mehrfachnennungen fast 42% der Befragten angeben, dass Ihnen der Preis wichtig war, achten nicht einmal 20% auf vorhandene Import- und Exportfunktionen. Mangelnde Information ist daher sicherlich ein Grund, warum mehr als 10% der Betreiber ihr Shopsystem bereits mehr als drei Mal gewechselt haben.

Wie plane ich die Kosten richtig? Worauf muss ich achten?

Etwa ein Viertel der Befragten gibt an, dass die Implementierungskosten über dem jeweils eingeplanten Betrag lagen. Über 60% meinten, dass Planung und tatsächlicher Kostenaufwand in etwa denselben Ertrag ergaben.

Die Diskrepanz zwischen Planung und tatsächlich anfallenden Kosten kann bei den meisten Betreibern in drei Bereiche eingeteilt werden.

  1. Zeit
  2. Technik
  3. Information

Am häufigsten führten Probleme bei der Systemintegration zu höheren Preisen. Dicht gefolgt von fehlenden Kenntnissen im Bereich des Online-Handels und höheren Personalkosten (durch Dienstleiterprobleme, einer falschen Terminplanung oder Problemen mit der Technik).

Oftmals werden gerade die Kosten externer Dienstleister unterschätzt. Die Erstellung eines Designs, die Anpassung an die eigenen Wünsche und das passende Backend verursachen neben der Programmierung und dem Lizenzerwerb die höchsten Kosten.

Bei den allgemeinen Kosten, also Ausgaben, die nicht direkt mit dem Shopsystem zusammenhängen, sind künstlerische Ausgaben die größten Kostentreiber. – Allerdings sind sie auch diejenigen, die am Ende den meisten Erfolg einbringen können. Etwa jeder vierte Shopbetreiber engagiert für die Erstellung von Inhalten externe Dienstleister, die für eine zielgruppengerechte Ansprache, eine professionelle Außendarstellung und suchmaschinenoptimierte Produkttexte sorgen.

Worauf muss ich sonst noch achten?

Auf welche laufenden Kosten Sie sich als Shopbetreiber einstellen müssen und wie Sie diese verringern bzw. optimieren können, werden wir Ihnen in einem weiteren Beitrag am Dienstag erläutern. Bis dahin wünschen wir Ihnen noch viel Spass mit der weiterführenden Literatur.

Außerdem zum Thema erschienen

Höschl, Peter (2009): Leitfaden für Shop-Einsteiger

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Helen Schrader, Diplom-Geographin und ambitionierte Bloggerin in den Bereichen SEO und Online Marketing. Schwerpunktmäßig beschäftige ich mich mit E-Commerce, Social Media, internetgestützter Markt- und Meinungsforschung sowie kollaborativen Internetumgebungen.

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