Webprotokoll: Warum Kunden und Agenturen andere Platzierungen sehen

Webprotokoll: Warum Kunden und Agenturen andere Platzierungen sehen

Keinen Artikel mehr verpassen: Jetzt Newsletter abonnieren!

Eigentlich ist es erfreulich. Der Kunde ruft an und freut sich über den Erfolg. Seine Webseite ist auf dem ersten Platz und damit am Ziel. Aber stimmt das auch? Google macht es nämlich den Nutzern der Suchmaschine nicht gerade leicht, die genaue Position zu bestimmen. Ein Grund ist die Bewertung des Standortes, der zumindest in Bezug auf Sprache und Ausrichtung einer Webseite das eine oder andere Projekt nach oben spült oder auf hinteren Seiten verschwinden lässt. So haben Nutzer in den USA ein anderes Ranking als die in Frankreich oder die in Deutschland. Selbst zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es Unterschiede. Der eigentliche Grund für unterschiedliche Suchergebnisse bei Kunden und Agenturen ist aber fast immer das Webprotokoll.

Die Suchmaschinenoptimierung ist mit und ohne aktiviertes Webprotokoll gleich. Aber das Ergebnis ist ein anderes. Denn das Webprotokoll analysiert das Surfverhalten des Nutzers und erstellt daraus ein Profil, das ähnlich dem Standort die Sucherergebnisse des Nutzers verändert. Wer also täglich auf die Webseite seiner Lokalzeitung surft, wird beim Suchbegriff für Zeitung diese Webseite relativ weit oben finden. Jedenfalls weiter, als sie eigentlich platziert ist. Ebenso wird der häufige Besuch der eigenen Webseite dieser einen Schub nach oben versetzen.

Also hat das Webprotokoll doch eine Auswirkung auf die Suchmaschinenwirkung? Nein, eigentlich nicht. Aber es hat Einfluss auf die Sichtbarkeit der Ergebnisse auf dem jeweiligen Computer. Kunden müssen zur Überprüfung der Suchmaschinenplatzierung und damit der Leistung der SEO-Agentur darauf achten, die tatsächliche Platzierung zu bestimmten Suchwörtern zu ermitteln. Dazu muss das Webprotokoll zwingend deaktiviert werden. Ist das Webprotokoll beim Überprüfen aktiviert, fließt das individuelle Surfverhalten ein und es kommt zu einer deutlichen Verzerrung. Das freut im Zweifelsfall die SEO-Agentur, denn häufig wird die optimierte Seite besser platziert angezeigt, als sie tatsächlich ist.

Das persönliche Surfverhalten von Internetnutzern ist zukünftig ein wichtiges Thema für die Suchmaschinenoptimierung. Facebook und Twitter sind da vermutlich nur ein Anfang. Bis dahin muss sich SEO aber an den Platzierungen der Suchbegriffe oder an einem Besucherzuwachs messen lassen. Dazu ist es notwendig, sich aus dem Google-Konto abzumelden und das Webprotokoll auszuschalten. Und so geht es: Zur Google-Seite wechseln, oben rechts auf das Zahnrad klicken, Anpassungen auf Grundlage der Suchaktivitäten deaktivieren, fertig. Anschließend zeigt Google dem Nutzer die „tatsächlichen“ Suchergebnisse und Kunden und Agenturen haben das gleiche Ergebnis vor Augen.

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Bleibe auf dem Laufenden und erhalte neue Beiträge und Insights von SEOPT per E-Mail, kostenlos!

Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Inhaber von SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Privat beschäftige ich mich intensiv mit meiner Familie, dem Laufsport und dem funktionellen Training.

Weitere Artikel von Eren Kozik. Eren Kozik auf Google+. Eren Kozik auf Twitter.

Ähnliche Beiträge

Mafia, Macht und Manipulationen

Warum der Linkhandel nicht totzukriegen ist und Google Linkaufbau trotzdem begrüßt Der Stoff, aus dem der Linkaufbau gemacht ist, hat mit seinen Erfolgen und Niederlagen, […]

https

Von HTTP auf HTTPS ohne Rankingverlust

Umstellung von HTTP auf HTTPS – Alle Fragen, alle Antworten Bereits seit August 2014 ist die HTTPS-Verschlüsselung ein Rankingfaktor bei Google. Seitdem hat diese stetig […]


Keine Kommentare vorhanden

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*

Abonnieren Sie unseren kostenlosen E-Mail Newsletter ANMELDEN