Warum man sich im Internet für SEO entscheiden sollte

Warum man sich im Internet für SEO entscheiden sollte

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Immer mal wieder entdecke ich Statistiken, Auswertungen und Straßenfeger-Themen, die sich bei genauerer Betrachtung als heißes Lüftchen herausstellen. So war es auch letzte Woche, als eine Grafik die Runde machte, in der dargestellt wurde, warum SEO wichtiger und notwendiger ist als (klassisches) Marketing, Marktforschung, Webdesign oder andere verkaufsfördernde Maßnahmen. – Denn seien wir mal ehrlich, SEO konkurriert mehr denn je mit anderen Geschäftsbereichen um die „Vorherrschaft“ im Internet.

Leider, stellte sich bei genauerer Betrachtung heraus, dass die Werte zwar imposant und durchaus SEO-positiv waren, allerdings aus dem Jahr 2011 stammten. Also aus einer Zeit, als SEO noch einfach und „dreckig“ möglich war. Es war in einer Zeit vor den Panda und Pinguin Updates und somit fast aus einer Zeit in der das SEO, wie es heute betrieben werden muss, um erfolgreich zu sein, noch gar nicht existierte. Im Endeffekt wurden die Vorzüge von SEO gegenüber anderen Mechanismen also eher noch verkleinert dargestellt, als es heute im Jahr 2013 der Fall ist.

Warum SEO wichtig ist

Wenn man im deutschsprachigen Raum das Wort „Suchmaschinenoptimierung“ bei Google eingibt, erscheinen  15.500.000 Ergebnisse. Zum Vergleich, das Wort Unternehmensmarketing schafft 71.500 Treffer und das Produktmarketing immerhin schon 493.000. Der größte, wenn auch weitabgeschlagene Herausforderer für die Suchmaschinenoptimierung ist noch das Internetmarketing mit 3.450.000 Suchergebnissen. – Denn so wichtig ist SEO für die Internetgemeinde in Deutschland. Ohne geht es (eigentlich) nicht. Um als Unternehmen, Shop oder generell als Webauftritt gefunden werden zu können, benötigt man Suchmaschinenoptimierung und ein wenig Glück. Immerhin sind gute Platzierungen auch immer eine Frage der Konkurrenz, der Produkte und des Return of Investment. Das klingt irgendwie nach (klassisches) Marketing, weshalb meistens zunächst dieser Wirtschaftsbereich gefragt ist, wenn man größeren Erfolg im Internet haben möchte.

Warum SEO wichtiger ist als (klassisches) Marketing

Bereitwillig fragen Shopbesitzer, Internetneulinge und Unternehmen daher bei Marketingfachleuten an und möchten den Absatz steigern. Am besten mit etwas Werbung hier, ein wenig Produktmarketing dort und immer mit dem Gedanken des ROI. Sicherlich auch ein Weg, seine Präsenz zu verstärken. Dummer Weise in den meisten Fällen nicht im Internet, sondern in der Offline-Welt. Denn viele Grundgedanken des Marketings lassen sich nur bedingt auf die Online-Welt übertragen. Es wird mit Gewehren auf Spatzen geschossen und bevor man sich fragt, warum die Konversion der Besucher nicht den gewünschten POS erreicht, ist der Kunde schon einiges an Geld losgeworden ohne zu verstehen, worum es genau geht. Aber macht ja nix. Denn dafür gibt es die Marktforschung.

Warum SEO wichtiger ist als die Marktforschung

Eines dazu vorab: Ich bin ein großer Fan von Statistiken und der Big Data. Immerhin komme ich in gewisser Weise aus der Welt der empirischen Forschung. Seien es nun die qualitativen Umfragen während des Studiums oder die quantitativen Online-Panel-Befragungen aus dem Arbeitsleben. Marktforschung ist in Bezug auf Zielgruppenanalyse, Preisfindung und am Point of Sale sicherlich ein wichtiger Baustein. – Aber benötigt man so etwas wirklich, wenn man herausfinden will, warum der Online-Shop keine Besucher anzieht? Vermutlich eher nicht. Denn weder Marktforschung noch Marketing können erklären, warum ganze Domains nicht in den Suchergebnissen erscheinen. Egal wie schön sie aussehen oder wie zielgruppengerecht sie abgestimmt sind.

SEO ist im Internet beheimatet

Während (klassisches) Marketing und Marktforschung in der Offline-Welt sicherlich für große Erfolge verantwortlich sein können, haben sie im Internet eigentlich erst einmal keine Daseinsberechtigung. Trotzdem gelten sie meistens noch als erster Anlaufpunkt für suchende Unternehmen. – Aber warum ist dies so? Einer der Punkte ist sicherlich, dass sich die gesamte SEO-Szene momentan in einem Umbruch befindet. Vorbei sind die Zeiten, in denen sich (hauptsächlich) Männer überlegten, in das Internetgeschäft einzusteigen, eine SEO-Firma aufzumachen und durch exzessives Linkbuilding die Shops und Domains in ungeahnte Höhen schossen. Durch die Qualitätsupdates ist SEO schwieriger geworden und mit dem Internet wird auch die gesamte Branche erwachsen.
SEO ist nämlich auch gleichzeitig spannender, komplexer und weitaus interessanter geworden und bietet immer größere Chancen. Sowohl für die SEO-Szene als auch für die Kunden.

SEO wird wichtiger werden

Nach den vielen, vielen Updates an den Suchalgorithmen der letzten beiden Jahre hat Matt Cutts, der Chef unter dem Spam-Kämpfern bei Google nun den nächsten Hammer ausgepackt. Google, wird noch in diesem Jahr gegen schlechte Online-Shops zu Felde ziehen und diesen das Leben (noch) schwerer machen. Hauptaugenmerk wird Google daher wohl vermutlich auf gefälschte Produktbeschreibungen und –rezensionen legen. Mittel- bis langfristig möchte Google „minderwertige“ Shops in den Suchergebnissen massiv herabstufen. Sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, wenn man sich so manche Buchrezension bei Amazon anschaut oder die einzelnen Aussagen von den unabhängigen „Kritikern“ einmal sprachlich vergleicht. Wenn bestimmte Worte immer und immer wieder falsch geschrieben, wiederholt oder im falschen Zusammenhang gebraucht werden, ist die Wahrscheinlichkeit durchaus gegeben, dass es sich um ein und dieselbe Person handelt. Zumal wenn dasselbe Textmuster das Buch der Konkurrenz verreißt.

Die Zukunft von SEO

Meiner Meinung nach wird sich der Stellenwert von SEO in den nächsten Monaten (und Jahren) noch massiv erweitern, da eben auch Google immer stärker gegen Verstöße vorgeht und immer weiter daran bastelt den Linkgraphen zu verbessern. Hierzu aber im Laufe des Tages noch mehr. Wie bei den sozialen Netzwerken im letzten Jahr, wird 2013 weiter aufgeräumt. Falsche Fans werden aussortiert und wer gegen die Richtlinien eines sauberen Wettkampfes verstößt oder ihn nicht richtig beherrscht, der wird sich hinten anstellen müssen. – In den Suchergebnissen.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Helen Schrader, Diplom-Geographin und ambitionierte Bloggerin in den Bereichen SEO und Online Marketing. Schwerpunktmäßig beschäftige ich mich mit E-Commerce, Social Media, internetgestützter Markt- und Meinungsforschung sowie kollaborativen Internetumgebungen.

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4 Kommentare

Helen Schrader 11. März 2013 um 15:42

Hallo Ralf,
natürlich hast du an einigen Punkten recht, ABER… 😉
Wie der Titel des Beitrages ja schon andeuten soll, geht es mir um den Online-Bereich und warum man sich gerade im Online-Bereich vielleicht erst einmal mit einer SEO-Agentur zusammensetzen sollte, bevor man zu einer „reinen“ Marketing-Agentur geht.
Es bringt nichts, wenn man die „Nicht-Auffindbarkeit“ eines Shops oder einer Domain mit dem Marketing-Mix erklären will. Hier sollte man zunächst einmal mit den (SEO) Basics anfangen.
Ebenso in der Marktforschung (in der ich nun wirklich lange genug beheimatet war). Wenn eine Seite keine Besucher hat, dann redet man einem Kunden ein, dass Panel-Befragungen und Tests helfen. Genauso wie Eye-Tracking und sonst noch was. -Aber hat man dann die Frage geklärt, warum niemand den Shop findet? – Eher nicht.
Daher finde ich, dass SEO im Online-Bereich der erste Ansprechpartner sein sollte und nicht eine der beiden anderen „Richtungen“.
Außerdem habe ich nie behauptet, dass SEO dem Marketing gegenübersteht. – Ich sehe es im Internet nur als ersten Anlaufpunkt. Bevor man sich um andere Dinge wie Marketing und Marktforschung beschäftigt. Denn erst wenn ein Shop gefunden werden kann, sollte man ihn auf die richtigen Zielgruppen zuschneiden, bewerben und auch für die offline-Welt optimieren.

Antworten

Maximiliane Mehnert 11. März 2013 um 15:50

Hallo Ralf,

vielen Dank für deinen aufschlussreichen Kommentar. Mir stellt sich jedoch die Frage, wo genau gesagt wird, dass SEO Marketing gegenüber steht. Auch beim zweiten Lesen kann ich diese Aussage nicht finden. Ich würde dir also vorschlagen noch einmal genau zu lesen – und dann mehr als die Überschriften, ehe du Frau Schrader aufgrund ihrer kruden Statements an den Prager stellst.
Gruß
Maxi

Antworten

Helen Schrader 11. März 2013 um 18:37

Hallo Ralf,
dann warste der erste, der den Text gelesen hat. Das mit dem in Klammern war nach ein paar Minuten korrigiert, weil ich aus Versehen meine alte Fassung hochgeladen hatte. – Das Bild war da ja auch noch ohne Text usw…
Aber gut. Mein Fehler. War mit dem Absenden zu schnell.
So ganz sind wir allerdings noch nicht auf einer „Wellenlänge“. Ich wollte und will keineswegs das Rad neu erfinden und hier ein Allheilmittel vorstellen. Aber ich finde es eben faszinierend, dass es die SEOs immer wieder schaffen in Nischen zu drängen, obwohl sie es doch gar nicht müssten. Denn da kommen wir zum letzten Teil des Beitrages: Wenn Google tatsächlich weiterhin an der Qualitätsschraube dreht, dann hilft SEO vor allem anderen dabei, sich vorzubereiten. Aber anstatt Alleinstellungsmerkmale (aus der „Szene“ heraus) zu entwickeln, wird weiterhin mit anderen Branchen und Bereichen konkurriert. – Ich meine, was sagst du denn Kunden,die dich anrufen und sagen, dass sie jemanden brauchen, der die Umsätze ankurbelt? Vermutlich ja nicht: „Dann gehen Sie zu einer Marketing-Agentur, die mit dem angrenzenden Marktforschungsinstitut per Eye-Tracking usw ihre Konversionen prüft:“
Und ebenfalls, wie zu Beginn im Text erwähnt: Es sollte ja nur der Teaser zum Bericht von Eben sein. – Dem neuen Google Patent und den Aussagen von Matt Cutts zu den „Bad Merchants“.

Antworten

Simone 13. März 2013 um 16:16

Hallo zusammen,

Amir und Helen, ich kann euch beiden nur zustimmen.
Dank der ständigen Veränderungen und Updates wird sich der Stellenwert der SEOs einen massiven Aufwärtstrend erleben. Dieser Bereich ist zu komplex, um sich damit nur nebenbei zu befassen und weiterzubilden. Da muss man sich schon auf Profis verlassen, die ihren Job sauber erledigen.

Antworten

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