Warum man beim Bloggen nicht „Stille Post“ spielen sollte…

Warum man beim Bloggen nicht „Stille Post“ spielen sollte…

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Kennen Sie noch das Spiel „Stille Post“ aus Ihrer Kindheit? Neben der Reise nach Jerusalem und Topfschlagen war es zu damaligen Zeiten der totale Partyspaß. Sinn des Spiels war es, dass eine Information von Teilnehmer zu Teilnehmer geflüstert weitergegeben wurde, um beim letzten Hörer möglichst den gleichen Wortlaut zu erhalten. In den meisten Fällen hat sich dieser jedoch verändert, weil nicht jeder das Geflüsterte vom Vormann richtig verstanden hat.

Wenig verwunderlich, dass bei derartigem Unterhaltungsprogramm die Kinder heutzutage lieber vor dem Bildschirm oder an Konsolen verenden. Worauf ich aber eigentlich hinaus möchte, ist ein Anti-Blogpost, auf den meine Kollegin mich heute aufmerksam machte.

„Hallo Echo“

In dem besagten Post prangert der Anti-Blogger an, dass Social Marketing Blogs sich ständig repetieren. Sie seien nur Echos von Echos von vorherigen Artikeln. Diese Aussage hat mich zu einer kritischen Betrachtungsweise meiner eigenen Blogografie getrieben. Denn nicht selten erwische ich mich dabei, dass auch ich Inhalte von Artikeln, die ich gut finde, stumpf wiedergebe. Niedergeschlagen habe ich dann ein wenig in meiner Facebook Chronik geschmökert, um auf andere Gedanken zu kommen.

Dort stieß ich allerdings auf ein Diagramm von Johannes Beus, welches den drastischen Abfall an interessanten Postings in den letzten Jahren veranschaulicht darstellt. Das hat mich wiederum zu der Annahme verleitet, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Echo-Blogging und der abfallenden Anzahl interessanter Blogbeiträge geben muss. Denn oftmals gibt ein Artikel – ähnlich wie beim Stille Post Spielen – die Information eines vorherigen Artikels wieder. Und weil man seinen Vormann nicht immer so ganz genau versteht, gehen bisweilen wichtige und richtige Informationen verloren. Das Resultat? Wenig Innovatives und schlimmsten Fall falsche Inhalte.

Die drei Gebote für interessante Blogposts

Der bereits erwähnte Anti-Blogartikel hält fünf Tipps bereit, die ich hier am liebsten, ins Deutsche übersetzt, niederschreiben würde. Mit Begriffen wie „Ideen-Inzest“ sind sie nicht nur spritzig formuliert, sondern auch gar nicht so falsch. Die stupide Wiedergabe wäre aber in Anbetracht der Überschrift eher kontraproduktiv und so habe ich mir eigene Vorsätze gebastelt, um den Informationsgehalt meiner Artikel zu steigern.

  1. Du sollst nicht wiederholen den Blogeintrag deines Nächsten.Natürlich liest man hin und wieder Artikel, die so toll sind, dass man sie am liebsten knuddeln und der ganzen Welt kund tun möchte. Das tut man aber nicht, indem man selber darüber bloggt. Denn dafür gibt es Liken, Plussen und Twittern. In den eignen Einträgen, rühmt es sich, seine eigenen Erfahrungen zu verarbeiten, was uns zum zweiten Gebot führt.
  2. Du sollst deine eigenen Erfahrungen verarbeiten, auf dass andere von ihnen profitieren. Blogbeiträge sollen Mehrwerte bieten. Verarbeiten Sie Ihre eigenen Erfahrungen, führen Sie Tagebuch über Ihre Arbeit. Woran sind Sie gescheitert? Wodurch haben Sie Erfolge erzielt? An dieser Stelle möchten ich einen großartigen Artikel von meiner Kollegin erwähnen, in dem sie ihre Erfahrungen mit dem ominösen WDF*IDF-Wert aufgearbeitet hat.
  3. Du sollst nicht Schreiben, um des Schreibens Willen. Dynamik im Blog ist wichtig. Das steht außer Frage. Es heißt aber nicht, dass man um Biegen und Brechen jeden Tag drei Artikel raus hauen muss. Denn genau auf diese Weise entstehen viele Beiträge, die man sich eigentlich schenken kann. In China ist ein Sack Reis umgefallen? Nicht schlecht! Aber ob diese Meldung einen 1200-Wörter-Blogbeitrag verdient hat? In manchen Fällen reichen auch kurze Meldungen aus, um die Leserschaft auf dem Laufenden zu halten. Informationen sind kurz und prägnant und müssen nicht ausgeschmückt werden.

Ich denke, die Liste der guten Vorsätze könnte noch erweitert werden. Da ich mich aber an das dritte Gebot halten möchte und das Wochenende winkt, werde ich es zunächst hierbei belassen. Zukünftig werde ich also versuchen, meine Artikel so zu schreiben, dass sie auf eigenen Erfahrungen fußen und weniger dem Stille Post Spielen ähneln. Das ist mein Beitrag, um die Anzahl der interessanten Postings pro Woche zu steigern.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Inhaber von SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Privat beschäftige ich mich intensiv mit meiner Familie, dem Laufsport und dem funktionellen Training.

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