Vereinigung zweier Welten, Nebeneffekt: ortsbezogene Werbung

Vereinigung zweier Welten, Nebeneffekt: ortsbezogene Werbung

Keinen Artikel mehr verpassen: Jetzt Newsletter abonnieren!

Die Facebook Maschinerie, für die Entwicklung von Neuheiten, läuft angeblich wieder auf Hochtouren. Laut dem US-Mediendienstleiter Bloomberg wird Facebook bereits Mitte März eine neue App veröffentlichen. Eine App, die Freunde, in dem virtuellen aber auch in dem realen Leben, noch- beziehungsweise wieder näher zusammenbringen soll. Virtuell und real, zwei Wörter, die jedoch meist, oder eigentlich immer, im Gegensatz stehen. Wird von der virtuellen Welt berichtet, kommen Vorzüge wie, die schnelle Kommunikation, das Wiederfinden lang vermisster Freunde und selbstverständlich der Erhalt von Freundschaften, Länder- und auch Kontinent unabhängig, werden herausgestellt. In der realen Welt hingegen bleiben genau diese oben genannten Vorzüge, auf der Strecke, denn in beiden Welten hat ein Tag nur 24 Stunden. Steht die Realität im Vordergrund, wird die virtuelle Welt größtenteils als fatal hingestellt, argumentativ aus denselben Gründen. Und jetzt sollte Facebook es in so kurzer Zeit wirklich schaffen endlich diese zwei Welten miteinander zu verbinden? Vielleicht gar eine dritte „virtureale“ Welt, in der sich alle Facebook Freunde zusammenfinden, schaffen? Was hätte Zuckerberg von einer „virturealen“ Welt?

Nichts, oder fast nichts, geschieht ohne Hintergedanken und im Bereich der Medien schon gar nicht. Erstaunlich ist es also nicht, dass auch hinter dieser neuen App mehr als die Vereinigung zweier Welten steckt. Betrachten wir doch erst mal die Applikation mit ihren Funktionen an sich. Die App soll die Standorte der Freunde orten und anzeigen, was bis dahin ja generell nichts Neues oder Außergewöhnliches ist. So ermöglicht auch diese App eine Echtzeit Übertragung der Aufenthaltsorte, sodass man beginnend mit der virtuellen Kommunikation mit einem realen „face to face“ Treffen enden kann. Ein kleiner aber feiner Zusatz wird jedoch sicher für Aufsehen sorgen, zumindest ruft dieser jetzt schon die Datenschützer auf den Plan. Warum? Auch wenn die App nicht aktiv ist, ermittelt und überträgt sie wohl den eigenen Standort. Bisher konnte der Facebook Nutzer seinen Standort gezielt mitteilen indem er diesen „via Places“ markiert oder ihn mit geposteten Fotos oder Statusmeldungen verknüpft. Die neue Ortungs-App übermittelt Facebook jedoch zu jeder Zeit den Standort seiner Nutzer, sodass Facebook mittels dieser Daten, problemlos ortsbezogene Werbung einspielen kann.

facebook AppAll dies soll natürlich nur zum Vorteil des Nutzers sein. Wie praktisch, wenn mir beispielsweise bei einem Stadtbummel mein Smartphone ungefragt Restaurants oder Kaffees zum Verweilen nahe legt. Dass dies jedoch nur von kurzer Dauer sein kann, da eine ständige Standortabfrage sich negativ auf die Akkuleistung auswirkt, wird hierbei völlig außer Acht gelassen. Wenn man also nach dem gemütlichen Stadtbummel in die Verlegenheit kommt, telefonieren müssen, wozu Smartphones ja auch ab und an genutzt werden, sollten man sich zu einem Ausweichplan bemüßigt fühlen. Entweder haben die Freunde, die, wie man gerade noch gesehen hat, ein Kaffee weiter sitzen, Akkukapazitäten und lassen einen telefonieren, oder zurück zu den Wurzeln der autarken Telefonie. Nach langem Suchen wird man sicher eine Telefonzelle finden, vielleicht sogar mit den letzten „Wattschlägen“ des Akkus und einer passenden Telefonzellen App.

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Bleibe auf dem Laufenden und erhalte neue Beiträge und Insights von SEOPT per E-Mail, kostenlos!

Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Inhaber von SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Privat beschäftige ich mich intensiv mit meiner Familie, dem Laufsport und dem funktionellen Training.

Weitere Artikel von Eren Kozik. Eren Kozik auf Google+. Eren Kozik auf Twitter.

Ähnliche Beiträge

Mafia, Macht und Manipulationen

Warum der Linkhandel nicht totzukriegen ist und Google Linkaufbau trotzdem begrüßt Der Stoff, aus dem der Linkaufbau gemacht ist, hat mit seinen Erfolgen und Niederlagen, […]

https

Von HTTP auf HTTPS ohne Rankingverlust

Umstellung von HTTP auf HTTPS – Alle Fragen, alle Antworten Bereits seit August 2014 ist die HTTPS-Verschlüsselung ein Rankingfaktor bei Google. Seitdem hat diese stetig […]


Keine Kommentare vorhanden

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*

Abonnieren Sie unseren kostenlosen E-Mail Newsletter ANMELDEN