Und wer sagt Ihnen was Sie kaufen sollen…?

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Gut drei Monate ist es nun her, dass Google seine Plattform Google Product Search (formals Froogle) in Google Shopping umbenannt hat. Mit dem neuen Namen ging allerdings auch noch eine weitere Änderung einher auf die sich die deutschen Händler 2013 einstellen müssen: Kosten per Click (CPC) für Ihre Anzeigen.

Dies bedeutet, dass Online Händler, sofern sie bei Google Shopping gelistet sein wollen pro Click auf Ihr Produkt an Google Geld bezahlen müssen. Reine Trafficgenerierung wird daher nahezu ausgeschlossen. Google erhofft sich hierdurch, eine ernstzunehmende Alternative zu Amazon im Bereich der Produktsuche zu werden. Schließlich ist der Online Handelsplatz der Hauptanlaufpunkt für User gewesen um sich über Produkte zu informieren und nicht der Suchmaschinenriese.

Was bringt Google dazu auf das Bezahlmodell umzustellen?

In erster Linie erhofft man sich neben der Konkurrenzfähigkeit gegenüber Amazon eine höhere Qualität bei den Suchtreffern. Händler werden dazu angeregt Ihre Seiten aktuell zu halten und somit die Datenqualität zu erhöhen. Irreführende oder veraltete Seiten sollen auf diese Weise verschwinden und die Trefferquote unter den Suchbegriffen erhöhen. Schließlich kostet jeder falsche Klick den Händler Geld und je besser seine Daten aufbereitet sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Kaufabschlusses.

Neben all dem Geld, dass Google durch diese Umstellung einnehmen wird, will es eine ernstzunehmende Konkurrenz zu Amazon werden. Zwischen 2009 und 2011 gelang es Amazon den Suchmaschinengiganten im Bereich der Produktsuche abzuhängen. Fast ein Drittel aller Käufer startete 2011 seine Suche bei Amazon. Zwei Jahre zuvor waren dies erst 18%. Laut comScore ist die Anzahl der eingegebenen Suchbegriffe bei Amazon innerhalb des letzten Jahres um 73% gestiegen, während sie bei Google Shopping bzw. Google Product Search weitestgehend stagnierte.

Ist die Umstellung Fluch oder Segen?

Vermutlich ist es ein wenig von beidem. Zunächst einmal lässt sich sagen, dass auf die Betreiber von Online Shops jede Menge Arbeit zukommen wird. Sofern sie weiter bei Google gelistet sein wollen sollte eine Datenoptimierung und Segmentierung der Produkte stattfinden. Schließlich kann eine höhere Qualität bei den Suchtreffern für beide Seiten eine Chance sein. Zwar verlieren die Shopbetreiber jede Menge freien Traffic, aber die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Kaufabschluss kommt ist bedeutend höher, wenn der Kunde direkt Zugriff auf Preis, Modell, Farbe, Größe und Verfügbarkeit hat als wenn er erst im Laufe der Produktsuche feststellen muss, dass es in seiner Größe oder Farbe bzw. in seinem präferierten Modell nicht mehr verfügbar ist. Eine weitere potenzielle Chance könnte für die Betreiber das so genannte Longtail-Modell sein. Hier konzentriert man sich ausschließlich auf sehr spezielle Produkte, die eben nicht jeder anbietet und die einen sehr spezifischen Suchbegriff erfordern. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Abschlusses ebenfalls nochmal deutlich.

Verschwinde ich komplett aus der Google Suche, wenn ich nicht das nötige Budget habe?

Auch hier kann die Frage mit einem deutlichen „Jein“ beantwortet werden. Während bei Google Shopping bzw. unter http://www.google.de/prdhp nur noch bezahlte Treffer angezeigt werden, wird es über die normale Google Suchfunktion auch weiterhin unbezahlte Listings geben. -Nur eben etwas weiter unten unter den AdWords TextAds und Google Shopping Listings. Es wird also schwieriger werden auf der ersten Seite der Trefferlisten zu erscheinen.

Wie optimiere ich meine Seiten für Google Shopping?

Falls Sie sich diese Frage nun stellen möchten wir mit einigen Links zu weiterführenden Informationen aushelfen:

multichannelmerchant.com/google-shopping/prepare-site-for-google-shopping-0711tpp9/
internetworld.de/dmexco/dmexco-News/Google-Shopping-Fuenf-Tipps-fuer-Online-Haendler-69410.html
smbmarketingtips.com/google-shopping-prepare-your-business/
shopbetreiber-blog.de/2011/06/21/google-shopping-optimierung/

Quellen:

nytimes.com/2012/09/10/technology/google-shopping-competition-amazon-charging-retailers.html?_r=1&ref=technology
searchengineland.com/google-product-search-to-become-google-shopping-use-pay-to-play-model-122959
multichannelmerchant.com/google-shopping/google-free-ride-over-0801tpp1/
multichannelmerchant.com/google-shopping/google-shopping-cannibalize-marketplace-0801tpp1/
practicalecommerce.com/articles/3677-5-Steps-to-Prepare-for-Google-Shopping
cpcstrategy.com/blog/2012/06/google-shopping-redesign-product-type-ads-buying-guides/

comscore.com/ger/

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Head of SEO der auf SEO spezialisierten Online-Marketing-Agentur SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Die Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und widme mich dem Laufsport.

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