Steht der Social Media Burnout bevor?

Steht der Social Media Burnout bevor?

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Ich glaube den heutigen Artikel habe ich insgesamt etwa zwölf mal begonnen und immer wieder umgeschrieben, abgeändert und wieder komplett neugeschrieben. Eigentlich wollte ich auf die nebenstehende Abbildung eingehen und darüber berichten, wie man es schafft, aus einem Erhebungsfehler eine Meldung zu machen. Stattdessen bin ich bei meiner Recherche aber ständig auf weitere Informationen gestoßen, die den Artikel in immer wieder andere Bahnen gelenkt haben. Daher versuche ich es nun noch einmal.

Steht uns ein Burnout in der Nutzung sozialer Netzwerke bevor?

Laut der Darstellung ist die Nutzung sozialer Netzwerke in den letzten Monaten immerhin um neun Prozent (in der Altersgruppe der 18 – 29 Jährigen) gefallen und befindet sich somit auf dem niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Dies ist die Meldung, die seit Veröffentlichung der Studie nun immer wieder gerne in die Welt hinausgetragen wird. Dummerweise ist diese Darstellung nicht ganz richtig.

Frei nach dem Motto: „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“ vergessen nämlich die meisten Webseiten, die sich mit dieser Tabelle beschäftigt haben, den zweiten Teil der Studie zu erwähnen.

Mobiles Social Media

Die sozialen Netzwerke werden nur von den stationären Internetnutzern seltener aufgesucht. Seit August 2012 hat sich die Nutzung der sozialen Netzwerke über den PC oder Laptop verringert, jedoch nicht die generelle Nutzung. Die komplette Übersicht der Studie zeigt nämlich auch diesen Umstand auf. Man müsste sich eben nur die Mühe machen und das ganze Dokument lesen.

Immerhin 40% der Smartphone-Besitzer nutzen soziale Netzwerke über das Telefon und nicht oder nur teilweise über den stationären PC. Ganze 28% davon täglich. Bei den 18 – 29 Jährigen sind es sogar 67% aller Social Media Nutzer.

Es nutzen also nicht weniger Menschen Facebook, sondern die Nutzungsart verändert sich!

Wer treibt sich in den sozialen Netzwerken herum?

Interessant ist die Nutzung über stationäre Endgeräte aber dennoch. Wenn man die größten Netzwerke gemeinsam betrachtet ergibt sich folgendes Bild:

Soziale Netzwerke

Die Altersklasse der 18 – 29 Jährigen ist signifikant stärker vertreten als alle anderen Altersgruppen. Ebenso leben die Nutzer sozialer Netzwerke signifikant öfter in Großstädten als auf dem Land oder in Vororten.

Durch die Altersverteilung (und dem damit einhergehenden großen Anteil an Schülern und Berufseinsteigern) ist das Einkommen recht moderat bis ähnlich verteilt und die Bildungsebenen sind ebenfalls breit gefächert. Am stärksten werden soziale Netzwerke aber von Abiturienten und Studenten benutzt.

Wer treibt sich auf Facebook herum?

Facebook Nutzung 2012

Facebook ist das am meisten genutzte soziale Netzwerk. Zwei Drittel oder 67% aller Internetnutzer besitzen eine Facebook-Seite und nutzen diese regelmäßig. Frauen nutzen dabei dieses soziale Netzwerk signifikant stärker als Männer.

In allen Altersklassen ist Facebook das beliebteste soziale Netzwerk. Je jünger, desto beliebter und nachgefragter ist Facebook.

Die größten Nutzungshäufigkeiten ergeben sich auch hier wieder in Städten und die signifikant höchsten Nutzerraten haben auch hier wieder Schüler und Studenten.

Alles eine Frage des Blickwinkels

Ich denke bei dieser kleinen Betrachtung ist deutlich geworden, dass man sich bei der Auswertung von Studien (gerade zum Zwecke der Zielgruppenanalyse, der Käufergruppensegmentierungen und des Marketings) auf die gesamten Daten konzentrieren sollte.

Sollte man die oberste Darstellung als Anreiz nehmen und sich aus den sozialen Netzwerken zurückziehen? Auf keinen Fall. Man sollte sich damit beschäftigen, wie man die Nutzer auch mobil erreicht und diesen Ansatz verfolgen. – Zumal wenn man sich an jüngere Altersschichten wenden möchte. Denn diese werden vermutlich mit dem mobilen Endgerät auf Ihre Seiten zugreifen.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Helen Schrader, Diplom-Geographin und ambitionierte Bloggerin in den Bereichen SEO und Online Marketing. Schwerpunktmäßig beschäftige ich mich mit E-Commerce, Social Media, internetgestützter Markt- und Meinungsforschung sowie kollaborativen Internetumgebungen.

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