Social Media – Es muss nicht immer alles sein

Social Media – Es muss nicht immer alles sein

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Mit steigender Popularität der Sozialen Netzwerke will natürlich auch jeder Shopbetreiber gerne auf diesen Zug aufspringen und dort aktiv werden. Aber Vorsicht! – Bevor man unnötig Zeit und Geld in die Entwicklung bzw. den Aufbau der Social Media Kanäle investiert, sollte man sich die Unterschiede der einzelnen Kanäle vor Augen rufen. Es gilt schließlich den besten Marketingkanal für den eigenen Shop zu finden.

Die Bekanntesten

Richten Sie sich beispielsweise eher an andere Firmen, dann sollten Sie sich auf Seiten konzentrieren, die sich auf den B2B-Markt konzentrieren. Zwar holen die beliebtesten Netzwerke Facebook und Google+ hier momentan auf, aber versuchen Sie es doch erst einmal bei Xing (für eine Konzentration auf Deutschland) oder bei LinkedIn, wenn sie eher international orientiert sind. Zwar ist die Grundgesamtheit der User bei diesen Plattformen kleiner, aber gleichzeitig haben Sie die Streuverluste Ihrer Postings verringert. Die Ausbeute der einzelnen Nachrichten ist also wesentlich stärker und generiert daher vermutlich auch mehr Umsatz für Sie.

Nur weil Facebook die meisten Unique User hat, muss es nicht automatisch der beste Marketingkanal im B2C- Bereich für Ihren Shopauftritt sein. Sprechen Sie beispielsweise mit Ihren Produkten hauptsächlich die männliche Bevölkerung (und diese dann vielleicht noch mit technischen Geräten) an? Dann ist Google+ vermutlich die bessere Alternative für Sie. Schließlich sind dort fast 70% der User männlich (siehe Grafik) und zusätzlich eher im technischen Bereich aktiv. Beiden Plattformen ist aber gemein, dass nicht die pure Menge an Fans den Erfolg des Unternehmens vermittelt. Vielmehr kommt es auf die aktiven Teilnehmer an. Nur eine lebendige Seite mit Diskussionen und geteilten Inhalten verspricht auf Dauer auch Erfolg für Ihr Unternehmen.

Je spezieller Ihre Produkte sind, desto ernster sollten Sie sich im Vorhinein mit einer Analyse der ganzen möglichen Social Media Alternativen beschäftigen. Wo liegen Ihre Zielgruppen? Welche Communities sprechen diese Gruppen an? Wie können Sie am effektivsten Ihre Marketingmaßnahmen konzentrieren?

Visual Media

Vielleicht ist ja auch gar nicht eine interaktionslastige Community wie die bereits angesprochen sozialen Netzwerke sondern ein Netzwerk, das sich eher auf mediale Inhalte wie Bilder oder Videos konzentriert. Schauen Sie doch einmal nach welche Firmen auf Pinterest, Flickr oder Youtube die größten Erfolge haben: Burger King ist zum Beispiel ganz vorn bei YouTube-Abonnenten, taucht bei Facebook aber nur unter ferner liefen auf und bei Twitter interessieren sich die Leute auch eher für den Konkurrenten von McDonalds. Beachten müssen Sie bei diesen Dingen allerdings, dass ein Kanal bei Youtube auch mit Informationen versorgt werden muss. – Haben Sie dafür die nötige Zeit und Muße? Gibt es genügend Material um Ihre Abonnenten auch mit Inhalten bei Laune zu halten? Zu beachten sind auch hier wieder Ihre Firmen-Zielgruppen: Das Layout von flickr mag zwar rosa sein, die User sind aber eher männlich (47% weibliche gegenüber 53% männliche Benutzer). Ganz anders sieht die Verteilung im anderen Photodienst aus. Pinterest wird zu ¾ von Frauen benutzt! Abgesehen von den VZ-Netzwerken ist Pinterest der einzige Social Media Kanal in dem der Frauenanteil über dem der Männer liegt.

Blogs und Textlastiges

Gibt es eher Innovationen oder längere Textberichte, die Sie teilen möchten? Dann sollten Sie bevor Sie sich mit den ganzen Netzwerken beschäftigen lieber mit der Pflege bzw. Implementation eines Blogs auseinandersetzen. Programmierung, Layout, Pflege und das Erstellen von Beiträgen ist zwar ähnlich zeitintensiv wie das zur Verfügung stellen von Mediainhalten, aber dafür sind die Leser dort bereit mehr als 140 Zeichen aufzunehmen. Facebook-Nachrichten werden auch häufiger gelesen, wenn sie maximal 2-3 Zeilen haben. – Frauen geben Ihnen hier allerdings eine Zeile mehr um sich zu erklären. Bei ihnen kommen auch 3-4 Zeiler noch an. Danach nimmt die Lesebereitschaft deutlich ab.

Eine Zwischenlösung ist vielleicht das momentan sehr aktuelle tumblr. Es ist zwar einem „typischen“ Blog sehr ähnlich, erlaubt aber das Teilen bzw. re-bloggen von fremden Einträgen, das Verfassen und Posten von Texten und Bildern sowie Video- und Audiodateien. Außerdem ermöglicht es die Ansicht von Chatlogs. – Sie können also genau nachvollziehen, wer Ihrer Kunden wann was genau getan hat.

Zwischenlösungen

Als Multiplier und für häufige Meldungen ist der Micro Blogging Dienst Twitter die wohl bekannteste Alternative. Egal ob Produktentwicklungen, freie Termine (bei Dienstleistern) oder kurze Unternehmensnews. Sofern Sie sich in 140 Zeichen ausdrücken können, erreichen Sie schnell Ihre Follower. Die Einbindung von Links sowie Schlagwörtern (per „#“ bzw. „Hashtag“) ist ebenfalls hilfreich in den Kurznachrichten und kann somit schnell in Verbindung mit anderen Social Media Alternativen genutzt werden. Hauptvoraussetzung für Twitter, oder das noch unbekanntere Twitxr (sehr ähnlich zu Twitter, konzentriert sich aber mehr auf das Teilen von Bildern) ist, dass Ihre Kunden eher im Bereich der First Mover angesiedelt sind. Twitter ist in Deutschland noch lange nicht so verbreitet wie in anderen Ländern und benötigt daher eine sehr internetaffine Zielgruppe, die (natürlich) ein internetfähiges Handy bzw. Smartphone besitzen muss. – Vorzugsweise eines, das er/sie nie aus der Hand legt.

Demographische Zielgruppen

Abgesehen vom Geschlecht sollte Sie vielleicht auch das Alter Ihrer Kunden interessieren. Denn je nachdem welche Altersstruktur Sie ansprechen wollen gibt es auch hier wieder präferierte Netzwerke. Die VZ Netzwerke haben mit Ende 20 das geringste Durchschnittsalter. Die Facebook User sind etwa 38 Jahre alt und Twitter wird von Menschen benutzt, die schon seit durchschnittlich 44 Jahren auf dieser Erde leben. Aber 1/3 aller Facebookbenutzer ist zwischen 18 und 25 Jahren alt, wohingegen Twitter eher die folgende Altersgruppe der 26-34jährigen erreicht. Beides nebenbei Altersschichten, die zu den so genannten Digital Natives (im englischen auch Millenials getauft) gehören, der Generation an Internetnutzern, die nach 1978 geboren wurden und somit die erste Generaton, die mit dem Internet „aufgezogen“ wurde.

Immer beachten

Jede Community hat also ganz spezielle Eigenschaften, mit denen Sie sich vorher einmal dezidiert auseinandersetzen sollten. Lassen Sie sich von Ihrer Konkurrenz auch nicht unbedingt blenden. Wussten Sie beispielsweise, dass häufig nur ein Drittel der Follower, Liker, Abonnenten oder Fans „echt“ ist und auch an den Inhalten interessiert ist? Der Rest ist entweder inaktiv, gekauft oder vermutlich einfach dank des Wurstfinger-Syndroms per Zufall dazu gestoßen. Außerdem sollten Sie beachten, dass die Share- bzw. Teilungsfunktion auf der eigenen Seite zwar durchaus Werbung und Visibility generieren kann, es aber auch andersherum wirken kann. Welche Wirkung hat Ihr Unternehmen denn, wenn Ihre Inhalte zwar auf 20 verschiedenen Social Media Seiten geteilt werden könnte, es aber niemand macht? Dies wirkt eher abschreckend auf potenzielle Kunden, da sie dann automatisch die Inhalte kritisch hinterfragen und das mögliche Haar in der Suppe suchen.

Um diese Phänomene zu verhindern sollten Sie, egal für welche Social Media Kanäle Sie sich am Ende entscheiden, drei wichtige Punkte beachten:

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Head of SEO der auf SEO spezialisierten Online-Marketing-Agentur SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Die Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und widme mich dem Laufsport.

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