Shopsysteme – Erst denken, dann handeln!

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Immer häufiger stößt man im Internet auf Angebote angeblicher Experten im Dienstleistungsbereich, die pauschal eine Onlineshop-Lösung anpreisen. Mit voluminösen Superlativen wird auf die einzigartige Qualität des Shops und den großartigen Support für das Programm hingewiesen, ohne auch nur einmal zu erwähnen, für welche Unternehmen und für welchen Umfang sich das Angebot überhaupt rechnet.

Was hat ein kleiner Laden mit überschaubarem Angebot von der Option, mehrere Tausend Artikel schnell und unkompliziert ins System übertragen zu können? Selbst wenn die Software unumstritten Großartiges leisten kann, hochwertige Schnittstellen und ein geniales Backoffice bietet, ist sie noch lange nicht für einen Einzelunternehmer mit bescheidenen technischen Kenntnissen geeignet. Manchmal ist weniger eben einfach mehr! Selbst wenn der Preis für eine solche E-Commerce Lösung im Bezug auf die Features günstig ist, ist das Geld für die Software aus Kundensicht zum Fenster rausgeschmissen, wenn sie nicht auf seine Vorkenntnisse und seine speziellen Anforderungen zugeschnitten ist.

Angesichts der Überzahl an kleinen Unternehmen, die ihre Investitionen sinnvoll einsetzen wollen und müssen, sind pauschale Lobeshymnen auf eine bestimmte Shoplösung absolut unangebracht. Wie bei jedem IT-Projekt muss auch bei der Umsetzung eines Onlineshops vor der Empfehlung ein Anforderungskatalog erstellt werden. Wie viele Produkte sollen eingestellt werden? Wie häufig wechselt das Sortiment? Welche Zahlungsarten sollen unterstützt werden? Welche Bestellwege gibt es? Ist ein Warenwirtschaftssystem sinnvoll? Wie hoch werden die Besucherzahlen voraussichtlich sein? Welcher Umsatz ist realistisch? Welche technischen Vorkenntnisse hat der Kunde? Welche Module für Text und Grafik werden benötigt? Nur einige von vielen Fragen, die sich ein Dienstleister stellen muss, um das passende Angebot machen zu können.

Ein überdimensioniertes Shopsystem ist ebenso kontraproduktiv wie ein Billigangebot, das zu wenige Möglichkeiten bietet. Je größer das Sortiment, desto unwirtschaftlicher sind schmale Lösungen. Oft fehlt hier das geeignete Backoffice zur Shop- und Kundenverwaltung, meist ist das Design nur bedingt anpassbar und die Anwendung steht ausschließlich in Englisch zur Verfügung. Statistikmodule, die Auskunft über Besucher- und Verkaufszahlen und besonders beliebte Produkte geben, sind unübersichtlich oder gar nicht vorhanden. Wird das Sortiment vergrößert, steigen oft auch die Antwortzeiten des Systems und der Shop baut sich nur schleppend auf, was nicht gerade zur Attraktivität beiträgt.

Ebenso wichtig wie die Technik hinter dem System sind Serviceleistungen wie Suchmaschinenoptimierung, Suchmaschinenmarketing, Texterstellung, Design und Grafikbearbeitung, die in einem Angebot enthalten sind. Ein gut programmierter Shop nützt nicht viel, wenn die marketingrelevanten Inhalte fehlen oder die Besucher ausbleiben.

Grundsätzlich gilt: Die Kosten für ein gutes Shopsystem sind abhängig von vielen Faktoren, woraus sich unweigerlich ergibt, dass pauschale Preisangebote an irgendeiner Stelle nicht passen. Wer ein kleines Ladengeschäft einrichten möchte, mietet schließlich auch keine Halle oder bietet seine Waren in Pappkartons an, weil der Platz für Regale fehlt! Unternehmer investieren Zeit, Geld und Arbeit in ihre Online-Shops. Stellt sich nach einiger Zeit heraus, dass der Platz nicht reicht oder die Kosten zu hoch sind, dann wird der Kunde mit Blick auf viel vertane Zeit und Mühe frustriert die Flügel strecken und so schnell keinen Versuch mehr unternehmen, im E-Commerce Fuß zu fassen.

Also, liebe Kollegen: Erst denken, dann handeln!

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Head of SEO der auf SEO spezialisierten Online-Marketing-Agentur SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Die Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und widme mich dem Laufsport.

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