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SEOs, Texter und Tomaten – Wie jämmerliche Schreibversuche den Ruf zerstören können

Kaum wittert die Meute den Profit, so kriecht sie aus den Ecken hervor, kleidet sich elegant und heuchelt Kompetenz. Nicht nur im SEO-Bereich gibt es massenhaft Hochstapler, die schnell ein paar Euros mitnehmen wollen, bevor sie auffliegen. Neuerdings tauchen überall im Internet provisorisch zusammengeschusterte Webseiten von Textern auf, die mit Referenzen winken, die in etwa diesem Muster folgen: „Eine Tomate ist eine Rote Frucht, welche Mann essen kann…“

Es versteht sich von selbst, dass die „Tomate“ mit dem Onlineshop eines Gemüsehändlers verlinkt ist, dass der Rest des Artikels stinklangweilig ist, vor Rechtschreib- und Grammatikfehlern nur so strotzt und etwa 200 Mal den Begriff „Gemüsehändler Onlineshop“ enthält. Wieder ein großer Schritt in Richtung Linkpopularität für einen ahnungslosen Tomatenverkäufer, der gerade dabei ist, seinen Ruf im Internet systematisch zu zerstören. Jeder Kunde sollte vor dem Duo Infernale „Möchtegern-SEO + Möchtegern-Texter“ auf der Hut sein, sein Gemüse zusammenpacken und sich Profis anvertrauen.

Reputation Management
Seriöse Suchmaschinenoptimierer weisen immer wieder darauf hin, dass der gute Ruf eines Unternehmens vor allem im Internet die einzige Möglichkeit ist, langfristig Kunden zu gewinnen und zu halten. Die Werkzeuge in der digitalen Welt sind begrenzt. Design, Grafiken und insbesondere die Texte müssen Professionalität und Kompetenz transportieren. Sicherheit, Service und Datenschutz zählen beim E-Commerce mehr als Dumping-Preise. Der Kunde muss dem Angebot vertrauen, sonst schickt er seine persönlichen Daten, seine Bankverbindung oder seine Kreditkartennummer nicht quer durchs World Wide Web. Laienhafte Sätze, hohle Inhalte und Rechtschreibfehler riechen nach Betrug, während qualitativ hochwertige Texte das Gefühl vermitteln, dass sich der Anbieter in seinem Metier auskennt, einen festen Stand hat und sein Geld wert ist.

Wer die Macht der Worte unterschätzt, braucht mit der Suchmaschinenoptimierung gar nicht erst anzufangen. Trotz eines guten Rankings wird der Kunde seinen Umsatz nicht steigern können. Möglicherweise gibt es mehr Page Impressions, doch das interessiert allenfalls die Statistik, nicht aber den Auftraggeber, der auf hohe Verkaufszahlen hofft. Es kommt nicht selten vor, dass Internetnutzer in Artikelverzeichnissen landen, sich amüsieren und auf Links klicken, um nachzusehen, wer für den peinlichen Buchstabensalat verantwortlich ist. Im Sinne des Kunden kann dieser Besuch wohl kaum sein.

Kurze, lange, große und kleine Artikel, die im Namen eines Unternehmens veröffentlich werden, sind Visitenkarte, Imagebroschüre und Sympathieträger zugleich. Aus diesem Grund arbeiten SEOs, die das Wohl ihrer Kunden im Blick haben, ausschließlich mit Profi-Textern zusammen.

Gute Texter, schlechte Texter, gar keine Texter!
Ebenso wie die Berufsbezeichnung „SEO“ ist auch der Begriff „Texter“ nicht geschützt. Jeder, der einen Stift halten kann oder die Buchstaben auf der Tastatur findet, darf sich Texter, Journalist, PR-Berater oder sogar Redakteur nennen. Dennoch gibt es einige Anhaltspunkte für die Suche nach einem kreativen, erfahrenen Profi.

1. Lebenslauf und Referenzen
Ein erfahrener Texter, Journalist oder Redakteur legt seine Vergangenheit offen und nennt Stationen seines beruflichen Werdegangs. „Ich kann gut texten!“ ist keine Referenz, sondern meist ein Trugschluss. Auch wenn einige branchenfremde Hobby-Schreiber ein gewisses Talent vorweisen können, gehören zum Schreiben zahlreiche „Werkzeuge“, die man nur durch eine gute Ausbildung und langjährige Erfahrung sinnvoll nutzen kann.

2. Preise
Profi-Texter verdienen sich mit ihrer Arbeit kein kleines Taschengeld nebenher, sondern üben einen Beruf aus. Wer seine Dienste für ein Honorar anbietet, das selbst einem 1-Euro-Jobber die Tränen in die Augen treibt, der gehört ganz gewiss zur Kategorie „Hobby-Schreiber“. Freiberufliche Redakteure, Journalisten und Texter müssen sich selbst versichern. Die Einnahmen müssen darüber hinaus versteuert werden. Mit gesundem Menschenverstand und einem Taschenrechner kann man hier sehr schnell die Spreu vom Weizen trennen.

3. Hintergrundwissen und Kooperationsbereitschaft
Gute Zeitungsredakteure, ausgezeichnete Reporter und erstklassige Werbetexter sind noch lange keine geeigneten Dienstleister für SEOs. Viele Schreib-Profis winken mit dem Synonym-Wörterbuch und weigern sich beharrlich, Keywords in ihre Werke einzubauen. Die Einsicht, dass SEO-Texte gewissen Regeln folgen, sollte Voraussetzung für die Zusammenarbeit sein. Ein Blick auf die Webseite oder auf Arbeitsproben verrät oft schon, ob eine Affinität zu Webtexten besteht und ob Hintergrundwissen vorhanden ist. Im Zweifelsfall sollte man zum Telefonhörer greifen und einfach nachfragen. Ein guter Texter ist flexibel und kann problemlos nach Vorgaben arbeiten.

Der wahre Wert eines Texters zeigt sich spätestens bei der Zusammenarbeit. Im besten Fall muss der SEO nur einige Stichworte vorgeben, damit einzigartige Artikel mit kreativem Inhalt entstehen. So klappt’s auch mit dem Gemüsehändler!