SeoGraphin erkundet: Suchmaschinenoptimierung

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Nachdem der letzte Beitrag meiner Reihe leider ausfallen musste, da ich es ausnahmsweise vorgezogen habe statt des Internets die Stadt New York wieder einmal zu erkunden, will ich mich heute mit einem Thema beschäftigen, das sicherlich jedem von uns schon einmal vor die Augen gekommen ist: Suchmaschinenoptimierung.

Immerhin soll diese Reihe erklären und verdeutlichen, was jeder Einzelne unternehmen kann, damit seine Seiten besser im World Wide Web gefunden werden. Da sich der SEO-Bereich momentan jedoch in einer Art Umorientierung befindet, ist es stellenweise schwierig, die notwendigen Leistungen an den Kunden zu bringen bzw. diese zu rechtfertigen. Aber wieso ist das so? Ist die Zeit einfach noch nicht reif für ein komplexes SEO? Ist der Kunde noch nicht reif für diese Leistungen? Oder machen die SEOs und SEO-Agenturen selbst etwas falsch?

Die SEO 2.0 Agentur und der Endkunde

Ich bin jetzt noch nicht so lange im SEO Bereich tätig und würde mich auch (noch) nicht als absolute Expertin auf diesem Gebiet bezeichnen. Aber selbst in der relativ kurzen Zeit, die ich dabei bin – immerhin gibt es die Agentur SEOPT seit fast zehn Jahren -, ist mir aufgefallen, dass der Begriff Suchmaschinenoptimierung nicht immer für Kunden und Agentur dasselbe zu bedeuten scheint. Was also ist SEO? Wie wird es wahrgenommen und vor allem: wo geht es hin?

Daher möchte ich ein paar Punkte ansprechen, die sowohl andere SEO Agenturen als auch die Kunden betreffen (sollten). Meine heutige Exkursion soll das neue SEO, das SEO 2.0 erkunden.
Was bedeutet SEO im Jahre 2013 und darüber hinaus? Wie sollte es umgesetzt werden? Was müssen Kunde und SEO-Agentur noch (voneinander) lernen, damit die Zusammenarbeit Früchte tragen kann?

Suchmaschinenoptimierung im Jahre 2013

Es ist gerade einmal April und schon jetzt hat Google mehr Updates veröffentlicht, als es Webseitenbetreibern und SEOs dieser Welt lieb sein kann. Die letzte bekannte Veränderung im Suchalgorithmus gab es am 15. März 2013 (Panda 25) und es wird sicherlich nicht die letzte in diesem Jahr gewesen sein. Immerhin kündigte Matt Cutts schon ein „weitreichendes“ Update an, welches sich gegen Linknetzwerke richten soll. SEO wird somit schwieriger, komplexer aber eben auch spannender und holistischer. Während es vor den ganzen großen Updates ausreichend war, sich auf einen Bereich zu konzentrieren und zum Beispiel selbst durch qualitativ minderwertiges Linkbuilding große Erfolge erreicht werden konnten, ist dies heutzutage nicht mehr in diesem Maße möglich. – Außerdem wird der Grat, auf dem Optimierungen helfen können oder den Seiten schaden, immer schmaler.

Die Arbeit einer SEO Agentur wird für dieselben Rankings also komplizierter und arbeitsintensiver. Gleichzeitig wird sie aber auch wesentlich schwerer zu vermarkten. SEO-Leistungen werden für Kunden immer schwerer zu fassen. Während es einfach ist, am Ende des Monats ein Linkreporting mit einer Anzahl „X“ von gesetzten Links zu vermarkten, wird dies mit textlichen oder OnPage-Leistungen schon wesentlich schwieriger. Wie soll denn eine Leistung berechnet werden, die für den Kunden und/oder den Laien nicht greifbar ist? – Wenn am Ende des Monats das Ergebnis, sprich eine Verbesserung in den Suchergebnissen erreicht werden konnte, dann ist dies vielleicht möglich, aber was ist, wenn diese Verbesserung (noch) nicht eingetreten ist?

Suchmaschinenoptimierung verstehen

SEO ist mehr als bloßes Reporten von Fortschritten, gesetzten Links und die Positionierung von Keywords. Leider ist dies den Kunden nicht immer klar. Dies macht es zum einen, den in letzter Zeit auffallend häufig erwähnten „schwarzen Schafen“ möglich, die Preise für eine komplexe Dienstleistung zu drücken. Und zum anderen ist es schwierig, diese komplexe Dienstleistung überhaupt darzustellen und zu erfassen. Immerhin können nach wie vor gute Ergebnisse durch exzessives Linkbuilding mit mehr oder minder fragwürdigen Praktiken erzielt werden und wie will man eine redaktionelle Tätigkeit, die nach dem WDF*IDF- Prinzip erstellt ist, fachlich speziell und eine schwankende Anzahl an Worten beinhaltet abrechnen? Nach Worten? – Die Frage, die dabei aufkommt, ist also, wie schafft man es, eine qualitative Leistung (Text) mit einer quantitaiven Leistung (Linkbuilding) zu verbinden. – Zumal selbst die quantitative Leistung eine qualitative Arbeit beinhaltet. Schließlich ist Link nicht gleich Link und auch das Wort „organisch“ sollte bei der Umsetzung und Bezahlung nicht vernachlässigt werden. – Aber ist „organisch“ nicht auch gleichzeitig wieder eine subjektive Meinung, die ebenfalls gerne vom SEO und vom Kunden aufgefasst wird?

Dass Google langsam aber sicher seine Geduld verliert, wurde hier im Blog und auch auf anderen Seiten bereits mehrfach erwähnt. Der Marktführer will seine Machtposition natürlich behaupten und erfindet daher immer wieder neue Wege, seinen Linkgraphen von unliebsamen Seiten zu bereinigen.

Allerdings hat die von Google geforderte und nach wie vor steigende Qualität seinen Preis. Und dass dieser nicht mit den relativen „Dumpingpreisen“ einer vergangenen Generation mithalten kann, sollte eigentlich allen Beteiligten deutlich sein. Momentan handelt es sich aber anscheinend um einen Preis, der sich nur schwerlich in der Branche beziffern und an den Endkunden vermarkten lässt. Sicherlich auch ein Grund, warum sich Berichte über die unsauberen Techniken einiger Anbieter auf den einschlägigen SEO-Seiten häufen. Als Aprilscherz wurde auf einer großen SEO-Seite eine SEO-Blacklist angekündigt. Ich weiß nicht, wie viele Leute auf den Link geklickt haben. Entweder um herauszufinden, ob sie betroffen waren, oder aus Neugier, um zu sehen, wer denn nun auf dieser ominösen Blacklist stehen würde. Immerhin war von fast 20 Agenturen in Deutschland die Rede.
Ich kann mir vorstellen, dass es einige waren, die auf den Link geklickt haben. Dies lassen allein schon die Kommentare unter der Meldung vermuten. Hinzu kommen verschiedene im Anschluss gestartete Umfragen und weitere Beiträge, die ebenfalls in dieselbe Kerbe schlagen. Was kann man gegen unseriöse SEO-Firmen unternehmen und vor allem, wie erklärt man gegenwärtigen und potenziellen Kunden, dass solche Versprechungen für den Preis utopisch sind?

Suchmaschinenoptimierung kaufen und verkaufen

SEO ist nicht terminierbar. Vielmehr handelt es sich um einen langfristigen Prozess. Dies sollten die Optimierer eigentlich auch so ihren Kunden verkaufen. Zwar sind, quasi über Nacht, Erfolge immer noch möglich, aber diese Erfolge sind rar gesät und meistens nicht von einem langfristigen Erfolg gekrönt. Dafür ist der Bereich der Suchmaschinenoptimierung einfach zu komplex geworden. Vielmehr sollte daher eine langfristige Zusammenarbeit angestrebt werden. Hierbei meine ich jetzt nicht, dass man dem Kunden einjährige „Knebelverträge“ hinwerfen muss.

Es geht eher darum, dem Kunden von Beginn an zu verdeutlichen, dass die Beauftragung von einer Agentur vor allem folgende Dinge bedeutet:

Beachten beide Seiten diese Punkte, dann sollte das Unterfangen SEO im Jahr 2013 nach wie vor von beeindruckenden Erfolgen gekrönt sein. Beachtet und korrespondiert man mögliche Reibungspunkte frühzeitig, dann können diese proaktiv ausgeräumt werden. Je zielgerichteter und ganzheitlicher beide Seiten das Unternehmen Suchmaschinenoptimierung von Beginn an angehen, desto besser ist es für beide Seiten.

Ich jedenfalls bin der Meinung, dass man SEO als Investition in die (nahe) Zukunft sehen soll und nicht als eine Form des (unmittelbaren) Marketings. Durch Suchmaschinenoptimierung lassen sich nur in wenigen, sehr glücklichen Fällen direkte, signifikante Umsatzzuwächse generieren. Viel wahrscheinlicher ist es allerdings, dass durch SEO langfristig gesehen bessere Umsätze generiert werden, welche sich auf das Marketing auswirken. Immerhin generieren sich Umsätze durch eine wachsende Anzahl an (natürlich generierten) Besuchern, die bereit sind in das Unternehmen zu „investieren“.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Helen Schrader, Diplom-Geographin und ambitionierte Bloggerin in den Bereichen SEO und Online Marketing. Schwerpunktmäßig beschäftige ich mich mit E-Commerce, Social Media, internetgestützter Markt- und Meinungsforschung sowie kollaborativen Internetumgebungen.

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