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SEO 2013: Updates und Änderungen bei Google

Während der letzten zwei Tage fand im Bell Harbor International Center in Seattle, Washington die Search Marketing Expo (SMX) Advanced statt. Ich bin zwar persönlich nicht der größte Fan von Konferenzen (gerade wenn man sich einmal das Preis-Leistungs-Verhältnis anschaut), aber ein paar Informationen lassen sich meistens herausziehen, um auf dem neuesten Stand der Suchmaschinenoptimierung zu bleiben. Daher nun hier meine Wissensstand post-SMXA.

Das Linkspam Update

Passend zu seinem ersten Auftritt auf der SMXA konnte Matt Cutts vorgestern mitteilen, dass zeitgleich zu seiner Veranstaltung ein Spam-Update ausgerollt wurde. Genauer gesagt handelte es sich um den so genannten „Payday Loan“ Algorithmus. Das bedeutet im Endeffekt nichts anderes als das Aufräumen eher spamanfälliger Seiten in einigen Bereichen. Allerdings wurde nicht mit den üblichen Pillen-, Porno- und Pokerseiten angefangen, sondern eben mit den Seiten über Kleinkredite.

Hierbei handelt es sich in vielen Fällen um Spamseiten, die Google nun nach und nach aus den Suchergebnissen verbannen möchte. Daher gab es letzten Dienstag das Algorithmusupdate, um die Suchergebnisse in diesem Bereich zu verbessern.

Bislang wird davon ausgegangen, dass dieses Update etwa 0,3 bis 0,5% der (englischsprachigen) Suchergebnisse betroffen hat. Allerdings kündigte Matt Cutts, ebenfalls einmal wieder über Twitter an, dass es sich um ein mehrstufiges Rollout handeln wird.

@rjbeech12 @atwheeler @patrickaltoft it’s a multifaceted rollout that will be happening over the next 1-2 months.

— Matt Cutts (@mattcutts) 12. Juni 2013

 

Des Weiteren wurde nochmals von ihm darauf hingewiesen, dass man weiterhin auf Linknetzwerke und auffällige Linkverbindungen, welche in den meisten Fällen nicht mit den Google Webmasterrichtlinien vereinbar sind, konzentriere.

Das Panda Update

Das Panda Update wird nun regelmäßiger durchgeführt. Generell soll das Update des Panda Algorithmus immer an einem bestimmten Tag des Monats ausgerollt werden. Je nach Komplexität soll sich dieses Update über mehrere Tage hinziehen und erst nach einigen Tagen komplett ausgerollt sein. – Im schlimmsten Fall stirbt man also einen sehr langsamen Suchmaschinenplatzierungs-Tod.

Wie ebenfalls schon hier im Blog angekündigt, werden die zukünftigen Panda Updates aus diesem Grunde auch nicht mehr von Google im Voraus angekündigt. Der Panda gehört ab jetzt zu den Algorithmen, die regelmäßig aktualisiert werden. Sicherlich ein Grund, sich über die textliche Qualität seiner Seiten Gedanken zu machen. Immerhin haben sich gerade im Bereich der zwei Schlagwörter Content Marketing und dem WDF*IDF-Prinzip einige Erfahrungswerte angesammelt, die es nun umzusetzen gilt. – Oder eben nicht.

Beispiel URLs in den Webmastertools

Sobald man nun eine manuelle Bestrafung wegen eines auffälligen Linkprofils bekommt, wird Google Beispiel-URLs in der Nachricht anzeigen. Bislang war dies nicht der Fall, weshalb es den Prozess der Wiederaufnahme bei manueller Abstrafung sehr in die Länge zog, da es keinerlei Ansatzpunkte für die, nach Meinung von Google spammigen Links gab.

Durch die Beispiel-URLs soll es den Webmastern leichter fallen, die definitiv schlechten Links zu entdecken, von denen man sich in jedem Fall trennen sollte, wenn man die manuelle Abstrafung abbauen möchte. In den Worten von Matt Cutts klingt dies dann etwa so:

Google achtet mehr auf mobile Endgeräte

Noch ist es zwar Zukunftsmusik, aber Matt Cutts hat vorsichtshalber schon einmal angekündigt, dass ein Rankingfaktor für die Geschwindigkeit mobiler Seiten durchaus eine Option wäre. Schon im Jahre 2010 bestätigte Google die Geschwindigkeit des Seitenaufbaus als offizielles Rankingkriterium für Websites. Genau dies scheint nun auch auf den Bereich der mobilen Seiten zuzukommen.

Durch die steigende Bedeutung der mobilen Endgeräte achtet Google nun vermehrt auf die sehr beliebten „SEO-Fehler“ bei der mobilen Umsetzung. Diese sind vor allem:

Das Verhindern dieser Fehler sorgt für eine barrierefreie Nutzung des Internets über alle Endgeräte hinweg, was die Aussagen Googles: „Baut Websites für den Menschen, nicht für Google“ konsequent weiterführt. In naher Zukunft soll es daher neben der angekündigten Geschwindigkeitsprüfung noch weitere Änderungen geben, welche sich auf die Usability beziehen.

Als falsche Redirects bezeichnet Google das unnötige Umleiten auf mobile Seiten. In einigen Fällen kommt es dazu, dass der Nutzer, sofern er von einem mobilen Endgerät auf einen Link klickt, nicht auf die eigentlich gewünschte Seite kommt, sondern auf eine bestimmte mobile Startseite. Der Nutzer kommt daher nicht zu dem Ziel (beispielsweise dem Blogartikel, den er angeklickt hat, sondern auf die eigentliche Startseite und muss den Blogartikel erst wieder suchen.

Grafisch dargestellt sieht dies so aus:

Durch diese Umleitungen entsteht statt eines Mehrwertes Mehrarbeit für den Nutzer, was für Google in Zukunft ein Grund sein wird, diese Seiten herabzustufen.

Genauso verhält es sich mit Fehlern, die nur auftreten, wenn der Zugriff über mobile Endgeräte stattfindet. Immer wieder gerne gemacht, aber in Zukunft von Google „bestraft“ sind daher die folgenden Fehler:

Wer daher nachhaltigen Erfolg mit seiner Domain anstrebt, sollte sich früher oder später mit diesen Punkten auf seiner mobilen Seite beschäftigen. Nur so wird es dauerhaft möglich sein, einer Herabstufung zu entgehen und nachhaltigen Erfolg mit seiner Seite zu haben.

Strukturierte Daten im Dashboard

Letzter Punkt, der mir als Daten-Nerd der Agentur besonders gefallen hat, ist der Bereich der strukturierten Daten in den Webmastertools. Bislang nur für ausgesuchte Interessenten in einer Beta Phase verfügbar, soll das neue Dashboard mehr Fehler im Bereich der Schema, Rich Snippets und der strukturierten Daten einer Website anzeigen.
Anmelden für die Beta-Phase kann man sich in diesem Google-Dokument. Leider konnte ich das ganze noch nicht testen, weshalb ich nun am Ende meiner Informationen von der SMXA bin.

Generell scheint Google seine Qualitätsbestrebungen auf mehrere Bereich ausdehnen zu wollen. Während man sich vor einigen Jahren zumindest nach außen nur auf den Linkbereich konzentrierte, kommen nun ständig neue Bereiche hinzu. Sowohl das Internet als auch der SEO-Bereich werden daher komplexer, vielschichtiger und um einiges anspruchsvoller, wenn es darum geht, das große Ganze zu verstehen.