Panda ist kein Filter

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Das Panda-Update ist auch nach einigen Wochen noch in aller Munde. Bei den Diskussionen in Foren und im persönlichen Gespräch wird aber immer wieder ein großes Missverständnis deutlich, was Panda eigentlich ist. Selbst SEO-Experten – obwohl sie es besser wissen sollten und vielleicht auch tatsächlich tun – widerfährt dabei ein Fehler. Sie sprechen davon, dass Webseiten in einen Panda-Filter geraten sind. Das ist jedoch falsch.

Panda ist kein Filter. Das muss immer wieder betont werden. Panda ist „nur“ ein Update des normalen Google-Algorithmus. Dieses Update ist ein großer Sprung und beinhaltet viele Neuerungen. Ziel ist es, mit Panda die Qualität der Suchergebnisse zu verbessern und schlechte oder zusammengeklau(b)te Inhalte nach hinten durchzureichen. Ganz deutlich ausgedrückt: Es handelt sich um eine leicht veränderte Methode, die Suchergebnisse zusammenzustellen. Das ist etwas ganz anderes als ein Filter.

Mit einem Filter bestraft Google unerwünschtes Verhalten von Webseitenbetreibern. Dazu zählen zum Beispiel Linkverkauf, zu schneller und einseitiger Linkaufbau oder eine Überoptimierung der eigenen Seiteninhalte. In diesen und anderen Fällen können automatische und manuelle Filter greifen, die das eigene Projekt um einige Seiten nach hinten verschiebt. Dieser Effekt ist aber grundsätzlich temporär und kann durch Abstellen der Ursachen beschleunigt aufgehoben werden.

Das Panda-Update ist aber etwas völlig anderes. Hier wird nicht das unerwünschte Verhalten eines Webseitenbetreibers bestraft, sondern anhand von neuen automatisch erfassten Kriterien der Suchindex neu gewichtet. Dass die meisten Seiten in etwa ihren Platz halten konnten, liegt daran, dass Panda zwar wichtige Neuerungen des Algorithmus beinhaltet, aber die Bewertung der Webseiten eben auch nicht neu erfindet. Mit Panda sind Seiten, die den zusätzlichen Kriterien nicht genügen, nach hinten versetzt worden. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen Filter, der speziell für diese Webseiten greift, sondern um einen allgemeinen Algorithmus, mit dem alle Seiten bewertet werden. Folglich handelt es sich auch nicht um einen temporären Verlust der Platzierung, sondern um einen „endgültigen“. Ein kleiner, aber entscheidender Unterschied.

Kurz zusammengefasst: Filter bestrafen gezielt einzelne Webseiten und versetzen diese in den Suchergebnissen temporär nach hinten. Das Panda-Update bewertet alle Seiten nach gleichen Kriterien und ermittelt daraus die Suchergebnisse. Wer hier ein „Opfer“ des Pandas wurde, hat es schwer, wieder nach vorne zu rücken, solange der gesamte Inhalt nicht grundlegend überarbeitet wird. Diesen Unterschied sollten insbesondere Suchmaschinenoptimierer kennen.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Head of SEO der auf SEO spezialisierten Online-Marketing-Agentur SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Die Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und widme mich dem Laufsport.

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