Mobile SEO

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Mobile Endgeräte haben, wie schon erwähnt, einen immer größeren Anteil an der gesamten Internetnutzung. Schon jetzt ist davon auszugehen, dass etwa ¼ der User vornehmlich mobil auf Seiten wie Facebook, Stern oder Tagesschau unterwegs ist. – Tendenz natürlich steigend.

Wie diese auf StatCounter-Daten beruhende Grafik zeigt, ist die mobile Nutzung in Deutschland noch im Anfangsstadium. Zwar nehmen auch hierzulande die Verkäufe und die Nutzung von Geräten wie Smartphones, Tablets & Co. zu, aber die Zahlen von Ländern wie den USA oder dem sehr technikaffinen Südkorea sind noch lange nicht erreicht.

Auffällig ist, dass die Entwicklung der Nutzungsgewohnheiten seit September 2011 in allen drei Ländern nahezu gleichmäßig verlaufen ist. Die Desktopnutzung hat zwischen 3,5% in Deutschland und 5,2% in Südkorea abgenommen, wohingegen die mobile Nutzung logischerweise um eben diese Prozentpunkte gestiegen ist. Deutsche und US-Amerikaner sind bei dem Umstieg auf mobile Endgeräte mittlerweile genauso schnell wie die Koreaner. – Sie sind später auf den schon fahrenden Zug aufgesprungen, gehen nun aber innerhalb des Zuges nach vorn.

Seit März 2012 ist die mobile Nutzung in Deutschland und den USA um 2% gestiegen, während es in Südkorea nur um 0,4%-Punkte voran ging.

Vergleicht man allerdings die fast 25% der mobilen User in Südkorea mit den mageren 5% in Deutschland, ist es durchaus sinnvoll den mobilen Seitenausbau weiter voranzutreiben. Die steigende Nutzung und der Wandel des Kundenverhaltens, der nun auch hierzulande immer auffälliger wird, können hier zu einem bedeutenden Wettbewerbsvorteil führen. Schon jetzt entfallen etwa 15-20% aller Suchanfragen auf Smartphones und Tablets.

Mobile Endgeräte haben vor allem zwei Vorteile gegenüber den (eher) stationären Desktop PCs und Laptops:

Beweglichkeit

Durch das handliche Gewicht und die Griffigkeit werden Tablets und Smartphones „auf dem Weg“ benutzt. Lokale Suchergebnisse dienen hier nicht der allgemeinen Information sondern sind meist zweckgebunden. Wer auf dem Smartphone eine Straße eingibt oder ein Kino, ein Geschäft oder eine Firma sucht ist meistens schon auf dem Weg und will die Informationen möglichst Standortgenau und direkt verfügbar haben. Meistens gelingt ihnen dies auch, da mobile Ergebnisse durch die mehr oder weniger regelmäßigen Einsätze von GPS weitaus lokaler gerichtet sind.

Bildschirmgröße

Durch die eingeschränkte Bildschirmgröße gibt es ebenfalls eklatante Unterschiede bei den Nutzungsgewohnheiten. Zwar werden die mobilen Bildschirme momentan größer, aber die recht großen Displays von 4-5 Zoll sind immer noch weit entfernt von den handelsüblichen 17 – 27 Zoll großen Desktop-Monitoren.

Diese beiden Vorteile führen zu drei notwendigen Anpassungen bei den Suchmaschinen, welche wiederum durch ein verändertes Userverhalten begünstigt wurden und Auswirkungen auf die Suchmaschinenoptimierung für mobile Endgeräte haben.

Erreichbarkeit

Microsoft berichtet, dass über 30% aller mobilen Suchanfragen lokal gerichtet sind und wiederum 60% dieser Suchanfragen in einem Anruf enden (Tisch-/Kartenbestellung usw.). Wie weit die Anpassung dieser Suchergebnisse zum Beispiel bei Google schon fortgeschritten ist zeigt unser Ergebnis:

Allein die Suchanfrage „Restaurants“ führte zu zwei sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Während der Desktop-PC Ergebnisse des (vom Firmen bzw. Suchstandortes) wesentlich weiter entfernten Bonn anzeigte, Waren die Ergebnisse des Smartphones (obwohl es ein iPhone ist) wesentlich lokaler.

Lokale Kundschaft

Für eine bessere Sichtbarkeit ist es also unumgänglich, dass die Lage eines Geschäftes in den einzelnen Suchmaschinen dezidiert festgehalten wird. Möglichst spezifische Ortsangaben helfen den Suchmaschinen bei der Zuordnung und ermöglichen auf diese Weise eine bessere Auffindbarkeit.

Bei Ketten oder mehreren Standorten lohnt es sich, mehrere Unterseiten mit den verschiedenen Geschäften anzulegen um den Suchmaschinen die lokale Bedeutung der Seiten aufzuzeigen.

Organische Suchergebnisse

Organische Suchergebnisse sind für mobile Geräte weitaus wichtiger als bezahlte Resultate, da diese nur eine sehr untergeordnete Rolle bei den Treffern auf mobilen Geräten (gegenwärtig) spielen. Werbeeinblendungen sind typischerweise sehr viel seltener als auf Desktops. Begründet ist dies durch die maximale Anzahl an Suchergebnissen, die auf einer Seite angezeigt werden können. Während auf den großen Monitoren dutzende von Ergebnissen angezeigt werden können, reduziert sich diese Zahl bei Smartphones auf drei bis sechs.

Dies bedeutet, dass in Bezug auf die Suchmaschinenoptimierung nicht mehr die ersten zehn Treffer als Erfolg anzusehen sind, sondern es eher um die ersten drei Plätze geht. Abgesehen von der puren Anzahl der angezeigten Treffer müssen zeitliche Restriktionen beachtet werden. Während man an einem Desk- oder Laptop gemütlich in einem Stuhl vor dem Schreibtisch sitzt, entscheidet bei der mobilen Suche häufig die Länge der Rotphase darüber, wie viele Treffer man sich anschaut.

Quelle

searchengineland.com/how-location-and-small-screen-size-impacts-search-behavior-on-mobile-devices-133581

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Head of SEO der auf SEO spezialisierten Online-Marketing-Agentur SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Die Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und widme mich dem Laufsport.

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