Martin will’s wissen: Mein erstes Mal im Netz

Martin will’s wissen: Mein erstes Mal im Netz

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OK, dieser Blogeintrag benötigt vielleicht eine kleine Einleitung. Wie die meisten von Ihnen vielleicht wissen (oder vielleicht auch nicht), gibt es eine Webseite namens Webmasterfriday.de und auf eben dieser Seite können sich Blogger jeden Donnerstag Abend ein Thema „abholen“, um darüber zu schreiben. Jede Woche gibt es also die Möglichkeit, sein Wissen aus dem Bereich Internet, Social Media, SEO oder ähnlichen Themen zu teilen und einer breite(re)n Öffentlichkeit zu präsentieren.

Im Rahmen der stetigen Erweiterungen unseres Content Marketing Bereiches und dem Vorhandensein von mehreren Redakteuren und Redakteurinnen im Hause SEOPT haben wir uns nun dazu entschlossen, dem Webmasterfriday zu folgen. Immer wenn es unsere Zeit erlaubt, wird sich einer unserer Redakteure mit dem aktuellen Thema beschäftigen und dieses dann zum Wochenausklang veröffentlichen.

Thema diese Woche ist: „Dein erstes Mal – Erinnerung an Erwartungen

Da ich mich zu Beginn der Woche dazu entschlossen habe, am heutigen webmasterfriday teilzunehmen, werde ich dies doch direkt in die Tat umsetzen und über meine Anfänge im Internet berichten. Immerhin hat mir das Kramen in Kindheitserinnerungen bzw. das Erinnern an meinen alten Commodore ja erst Anfang des Jahres einiges an Aufmerksankeit eingebracht. Da passt es sich doch nur zu gut, dass nun auch das Thema des Webmasterfriday sich genau mit der Frage nach zurückliegenden (technischen) Erinnerungen beschäftigt.

Von Aborigines bis Schülerzeitungen

Beginnen wir doch direkt bei meinen ersten „richtigen“ Interneterinnerungen. Ich war zwar ein Pionier unter den zehnjährigen Mädchen, was die Commodore dieser Welt anging (das Besitzen, nicht das Spielen), aber meine ersten Erfahrungen mit dem Internet fanden bewusst erst im Jahr 2000 statt. – Warum ausgerechnet dieses Datum? Nun ja, erstens gab es in dem Jahr den Sozialwissenschafts-Kurs im städtischen Gymnasium meines Vertrauens und zweitens kamen langsam aber sicher die Vorbereitungen zur Facharbeit in Englisch.
SoWi führte dazu, dass ich mich mehr oder weniger mit dem Erstellen eine Schülerzeitung in Kleingruppen und dem Versuch einer Homepage umherschlagen musste bzw. durfte und das Glück, zum ersten Jahrgang mit einer Facharbeit zu gehören, führte mich zu den Aborigines. Genauer gesagt zur Unterdrückung eben dieser seit dem 18. Jahrhundert. Aber beginnen wir doch vorn.

Netscape, Fireball und das Plus

Im Grundkurs durften wir im super neuen und damals auch einzigem (also mit diesen wahnsinnig schnellen 56k Modems ausgestattetem) Internetraum der Schule an den Computern arbeiten und uns mit so weltbewegenden Dingen wie dem Handelsstrichcode oder einer Zeitung (also einem Blog zum Ausdrucken) beschäftigen. Ideen sammelten wir für die Berichte natürlich im Internet. Genauer gesagt über so tolle Suchmaschinen wie Netscape, Fireball und Yahoo. Bei mittlerer Suchmaschine war es nebenbei notwendig immer ein „+“ zwischen den Wörtern einzugeben. Vergesst also Politiker, die ihre Doktorarbeiten kopieren, überlegt euch lieber mal, wie Google auf Google+ gekommen ist. Ich rieche eine ganz gemeine Verschwörung. Zumal heute irgendwie niemand mehr mit Feuerbällen umher schmeißt, sondern alle direkt zur Konkurrenz gehen.
Aborigines konnte man nebenbei auch mit Fireball finden. Netscape und Yahoo wurden zwar eher herangezogen, aber am besten eignete sich dafür der weltweite „Bruder“ von Fireball. Nein, auch dieser hieß nicht Google, sondern AltaVista und befindet sich spätestens seit 2010 im Suchmaschinenhimmel. Die Suche klappte aber auch damals schon ganz gut. Die Texte aus der Zeitung sind ehemaligen Mitschülern noch heute im Kopf (ich sage nur: Funky Diamonds). Das Bild der Homepage (Apu Nahasapeemapetilon) ist ebenfalls hängen geblieben und die Aborigines brachten mir 2001 immerhin 11 Punkte ein. – Drei Punkte Abzug wegen sprachlicher Mängel versteht sich.
Google tauchte anschließend immer mal wieder im Dunstkreis meiner Suchanfragen auf. Vor allem später, als ich immer seltener die Dinge fand, die ich suchte und schließlich das tat, was jeder Internetcrack tun würde. – Ich feuerballte das Wort „Suchen“ oder die Suchwortkombination „Suchen+Weltweit“ und stieß somit unvermeidlich auf das Unternehmen, das wir auch heute noch kennen und dem wir mehr oder weniger unser Vertrauen schenken.

Unser Facebook war ein Diddl-Buch

Auch diesen Spruch habe ich einer ehemaligen Mitschülerin geklaut, die heutzutage immer mal wieder Freundschaftseinladungen auf Facebook von ihren Schülern bekommt. Früher, also in der analogen Zeit, die sowohl Modems als auch Bilder betraf, wurden Freunde noch gefragt, ob sie nicht in ein Freunde-Buch schreiben wollen. Im Hardcore-Fall war dies dann von Diddl oder mit Pferden. Aber auch Poesiealben waren durchaus möglich. WIR kamen ja immerhin noch aus dem Land der Dichter und Denker. Aber gut, damals lernte man ja nicht nur Gedichte für Deutsch auswendig, sondern musste sich auch noch alle Telefonnummern der Freunde merken, weil es das Wahlscheibentelefon irgendwie nicht für einen übernahm.

Soziale Netzwerke und Social Media Networks

Das Web 2.0 habe ich dann natürlich auch langsam aber sicher entdeckt. Zunächst (und auch durchaus ausgedeht) auf Studivz. Das war um den Jahreswechsel 2005/2006 der Fall. Immerhin musste man ja zu der Zeit die Mitstudenten immer mal wieder in Richtung Heimat verlassen und was bot sich da mehr an als ein soziales Netzwerk.
Facebook war mir dagegen erst einmal ein unbeschriebenes Blatt. Ich meine, wer braucht schon ein internationales Netzwerk, wenn er ein deutsches hat und sich mit den internationalen Freunden und Bekannten E-Mails schreiben kann.

Aber gut, die Betonung liegt auf zunächst. Denn spätestens 2009 hatten sich auch diese Vorsätze erledigt. Das Diplomarbeiten Schreiben wird ja nicht für einen übernommen (zumindest nicht, wenn man kein politisches Amt in naher Zukunft bekleiden möchte) und daher hieß es für mich: L.A. ich komme.
Da aber dummerweise eine Diplomarbeit, statistische Erhebungen, Experteninterviews und Halloween in West Hollywood nichts sind, bei dem man vereinsamt, musste kurzentschlossen eine Anmeldung bei Facebook her.

Gesagt, getan und mit meiner Rückkehr nach Deutschland hatte ich mein soziales Netzwerk gegen ein Social Network eingetauscht. Da man mit so einer Diplomarbeit natürlich als gutgläubiger Student auch einen sich annähernden Job verbindet, kamen in 2009 dann auch noch Xing und LinkedIn hinzu. Wenn schon, dann will man auch direkt das volle Programm.
Zumal sich 2010 auch das erste Smartphone ankündigte. Es gibt schließlich nichts Besseres als Internet to-go. Außerdem muss man ja auch auf dem Laufenden bleiben, wenn man (wie damals) eine Stunde zur Arbeit pendelt. – Nebenbei auch der Grund für das Tablet im Jahr 2011 🙂

Immer diese Sportberichte

Komme ich doch langsam aber sicher zum Abschluss der Webmasterfriday-Rückblicke und zum Grund, warum ich diesen Artikel gerade schreibe. Das Bloggen. Je nachdem, was man als Bloggen durchgehen lässt, gab es natürlich mit der Schülerzeitung erste Schritte im textlichen Bereich schon zur Schulzeit. Laufen konnte ich dann 2002/2003 während meines USA-Aufenthaltes lernen und Sprints sowie schnelle Richtungswechsel lernte ich dann während meiner Praktika 2007/2008 sowie bei den vielen, vielen Sportvereinen und Mannschaften, die immer mal wieder einen Spielbericht von mir einforderten. Immerhin etwas, um den Leuten (oder wie letzten Samstag: Schiedsrichtern) im Gedächtnis zu bleiben. – Meine spielerische Oberliga-Tauglichkeit wird es nämlich nur bedingt sein…

Aber immerhin ermöglichten es diese frühen Bewegungen, dass ich nun dort bin, wo ich bin. An einem Weiberfastnachts-Donnerstag um 22h zu Hause und am Schreiben. Danke, Martin.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Helen Schrader, Diplom-Geographin und ambitionierte Bloggerin in den Bereichen SEO und Online Marketing. Schwerpunktmäßig beschäftige ich mich mit E-Commerce, Social Media, internetgestützter Markt- und Meinungsforschung sowie kollaborativen Internetumgebungen.

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1 Kommentar

Mein erstes Mal | MyWorld 9. Februar 2013 um 12:00

[…] Immerhin hat mir das Kramen in Kindheitserinnerungen bzw. das Erinnern an meinen alten Commodore ja erst Anfang des Jahres einiges an Aufmerksankeit eingebracht. Da passt es sich doch nur zu gut, dass nun auch das Thema des Webmasterfriday sich genau mit der Frage nach zurückliegenden (technischen) Erinnerungen beschäftigt … den ganzen Artikel lesen > […]

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