Manuelle Spam-Maßnahmen abbauen

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Manuelle Spam-Maßnahmen abbauen

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Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich schon einmal einen Artikel darüber geschrieben, wie man manuelle Spam-Maßnahmen gegenüber der eigenen Seite abbauen kann. Was damals ein Novum bei uns war (ein Kunde, der eine manuelle Penalty von Google bekam und daher in den Suchergebnissen nach hinten durchgereicht wurde), ist mittlerweile für viele SEO-Agenturen und Online-Shops in den Alltag übergegangen.

Allein durch den Artikel bekamen wir in den darauffolgenden Wochen und Monaten einige Anfragen, die sich ausschließlich auf Link-Audits, Linkentfernungen und Wiederaufnahmeanträge bezogen. Viele Seitenbetreiber und Shopbesitzer, die noch nicht einmal genau wussten, ob sie vom Penguin Update betroffen waren, fragten bei uns nach, wie sie die manuelle Bestrafung seitens Google abbauen könnten. Zwar stellte sich in einigen Fällen heraus, dass keine manuelle Abstrafung (oder gar ein Penguin-Update „Problem“) vorlag, aber ein paar Neukunden brachte uns das Geschäft mit dem Linkabbau dann am Ende doch ein. Daher möchte ich nun einmal darauf eingehen, wie sich unsere Vorgehensweise innerhalb eines Jahres geändert hat und wie es zu diesem Paradigmenwechsel bei uns gekommen ist.

Aus einem Unikat wird Tagesgeschäft

Während wir unseren Kunden im März 2013 noch quasi von Hand aus seiner Abstrafung herausziehen mussten, ging das Geschäft um Linkentfernungen und Wiederaufnahmeanträge aufgrund von manuellen Maßnahmen gegenüber einigen Kunden mehr und mehr in das Tagesgeschäft über. Was bei einem Kunden in der Theorie und Praxis gut funktionierte, war bei 10, 12 oder 15 Kunden auf einmal irgendwann nur noch schwer umsetzbar. Zu starr und unflexibel waren hier die Strukturen, die sich zwar als erfolgreich aber am Ende vielleicht doch nicht als zielführend herausgestellt hatten. Immerhin hat eine „Abstrafung“ seitens Google auch immer mit Sichtbarkeits- und Rankingverlusten sowie natürlich in den meisten Fällen auch Gewinneinbußen zu tun. Anstatt also auf unsere Expertise zu vertrauen und uns bei dem Abbau die anvisierten drei, vier, eventuell sogar sechs Monate arbeiten zu lassen, war bei einigen schon nach wenigen Wochen die Geduld aufgebraucht und der Vertrag wurde gekündigt. Frei nach dem Motto: „Fool me once, shame on you. Fool me twice, shame on me!“ war irgendwann bei uns die Geduld ebenfalls aufgebraucht, weshalb wir uns neue Vorgehensweisen überlegten und schließlich testeten. Meistens an eigenen Projekten, oder eben in Absprache mit den Kunden auch an deren Projekten.

Wie sehr sich dieser Mut bezahlt machen kann, haben wir nun, genau ein Jahr später festgestellt, weshalb hier nun mein neuer Erfahrungsbericht 2.0 folgt.

Manuelle Spam-Maßnahmen abbauen – der Hattrick

Passend zum Fußball Lokalderby Dortmund- Schalke, beginne ich doch direkt mit den Fußball Floskeln und dem Hinweis, dass dieser Bericht nun nicht mehr auf nur einem Beispiel beruht, sondern auf drei Kunden, die wir aus einer manuellen Abstrafung befreien konnten. Innerhalb dieser Woche und ohne Hinzunahme kostenpflichtiger Tools.

Das einzige, was die Kunden also mitbringen mussten war genügend Vertrauen in unsere Arbeit, etwas Zeit für unsere Arbeitsschritte und anschließend eben das Warten auf die Nachricht von Google, dass die manuelle Spam Maßnahme aufgehoben wurde.

Gerade in Zeiten, in denen sich „Massenmedien“ und Kanäle wie N24, Heise und das ZDF mit Unterscheidungen zwischen SEO Agenturen und Linknetzwerken etwas schwer tun, ist es also an der Zeit für Gegenargumente zu sorgen, die unsere tägliche Arbeit beschreiben und aufzeigen, wie man schlechten Praktiken entkommt und unterstützt, worauf Marcel Schrepel schon in ihren Beiträgen zu dem leidigen Thema: SEO vs. Linkverkäufer eingehen. Immerhin war auch bei meinem ersten Bericht die Frage nach den Kosten eine der etwas häufiger gestellten.

Hier kommen nun also 5,5 Schritte, wie wir es (als Agentur) geschafft haben, innerhalb einer Woche drei Kunden von manuellen Maßnahmen zu befreien. Da es in allen Fällen ohne kostenpflichtige Tools funktioniert hat, sollte es weitestgehend reproduzierbar sein und somit auch für kleinere Unternehmen und Seitenbetreiber anwendbar sein.

Schritt 1: Welche Links verweisen auf meine Domain?

Während wir 2013 noch ausschließlich auf kostenpflichtige Tools vertraut haben (die laut Facebook Feed ebenfalls einiges an Erfolgen in den letzten Tagen vorzuweisen haben), sind wir Anno 2014 einen anderen Weg gegangen. Immerhin weist Google in den Webmaster Tools selbst auf Links hin, die man in seinem eigenen Linkprofil finden kann.

Unter „Suchanfragen“ => „Links zu Ihrer Website“ und „Wer erstellt die meisten Links?“ ist es jedem Webseitenbetreiber möglich zu sehen, welche Seiten eigentlich so auf den eigenen Shop bzw. die eigene Domain verlinken.

Spam-Maßnahmen-mit-den-GWT-abbauen-2014-03-25_1256

 

Drückt man nun unten auf „mehr“, bekommt man drei Optionen angezeigt, die von „diese Tabelle herunterladen“ über „weitere Beispiel-Links herunterladen“ bis hin zu „aktuelle Links herunterladen“ reicht.

Spam-Maßnahme-weitere-links-herunterladen-2014-03-25_1257

 

Drückt man nun auf „weitere Beispiel-Links herunterladen“, hat man die Wahl zwischen einer CSV oder einer Google Docs Datei. Wir haben uns in allen Fällen für eine Google Docs Datei entschieden. Zum einen hatten so mehrere Personen Zugriff auf die Datei und es konnten mehrere Schritte parallel erfolgen und zum anderen weiß man ja nie, wer so alles mitliest. Warum Google bekämpfen bzw. kritisieren, wenn man es auch zum eigenen Vorteil nutzen kann?!

Schritt 2: Handelt es sich bei diesen Verweisen um Spam?

Die nun erhaltene Liste haben wir nun von Hand, frei nach dem Motto: „Die Guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen“, in zwei Gruppen aufgeteilt.

Als gute Links haben wir ausschließlich solche Links von Seiten bewertet, die der folgenden (absolut subjektiven) Qualitätskontrolle Stand gehalten haben:

  • Sieht die Seite „gut“ aus? (sollte ich vielleicht erwähnen, dass hier nur Frauen arbeiten…?)
  • Ist die Seite „gepflegt“? Gibt es Zeitstempel bei Artikeln? Wann wurde der letzte Artikel veröffentlicht?
  • Ist es eine thematisch passende Seite? Oder reichen die behandelten Themen von Mode über Garten bis Nahrungsergänzungsmittel?
  • Ist die Seite KEIN gepflegtes bzw. filterbares Branchenverzeichnis, Artikelverzeichnis, Linkverzeichnis, SEO-Verzeichnis oder eine andere Art von Seite, die lediglich für Verlinkungen erstellt wurde?
  • Steht nirgendwo auf der Seite etwas wie: „Links kaufen“, „hier Link eintragen“, „Partnerlinks“ oder ähnliches?
  • Hat die Seite ein rechtsgültiges Impressum?
  • Handelt es sich um einen organischen, NICHT automatisch erstellten oder anders manipulierten Link?
  • Ist es eine „echte Seite“ oder gibt es Hinweise auf ein Linknetzwerk?

Alle Links, die auch nur einem dieser Punkte nicht entsprachen haben wir auf unsere „Abbauen Liste“ gesetzt. Lediglich Links, bei denen wir uns entweder sicher waren, dass diese von uns aufgebaut oder organisch entstanden sind, wurden auf die „Behalten Liste“ gesetzt und nicht weiter von uns beachtet. Links mit „nofollow“ wurden außerdem etwas nachsichtiger von uns behandelt. Diese wurden in den meisten Fällen stehen gelassen, sofern diese nicht manuell abgebaut wurden.

Schritt 2b: Wie erkenne ich Spam?

Sicherlich fällt es dem Laien etwas schwerer, diese Merkmale bei den Seiten zu erkennen und einzuordnen. Dass es sich hierbei aber nicht unbedingt um Neurochirurgie handelt, sollte ebenfalls jedem bewusst sein.

Die einfache Frage: „Möchte ich, dass diese Seite auf meine Domain verlinkt?“, ist eine Frage, die man sich bei jedem der Links stellen sollte. Kommen auch nur die geringsten Zweifel auf, wurde in unseren Fällen der Link entfernt. Geschadet hat es (nach den bisherigen Ergebnissen und Auswertungen) keiner unserer Seiten.

Schritt 3: Anschreiben und Entfernen

Wie auch schon 2013 fing nun die Handarbeit an. Die Links von Seiten, die uns nicht gefielen sollten abgebaut werden. Daher schrieben wir Seitenbetreiber an, versuchten über die Denic an die Inhaber von Seiten ohne Impressum heranzukommen und schrieben jeden einzelnen Seitenbetreiber an und baten – in Anbetracht der manuellen Spam-Maßnahme – um eine Linkentfernung.

Auch dieses Mal gab es von einigen sehr netten und zuvorkommenden Antworten bis hin zu Beleidigungen und Androhungen wieder einiges, was die Stimmung im Büro heben konnte. Antworten um eine Linkentfernung gegen Geld wurden direkt von uns zurückgewiesen bzw. nicht weiter beachtet und bei den anderen Seitenbetreibern wurde sich artig bedankt und nach ein bis zwei Wochen nochmals nachgeschaut, ob der Link tatsächlich entfernt worden war.

In allen drei Fällen wurde nebenbei ein Großteil der Links händisch entfernt und nicht über das disavow Tool entwertet, auf welches ich in Schritt 4 noch näher eingehen werde.

Während diese Arbeitsschritte bereits umgesetzt wurden, gab es einen zweiten Durchlauf des Link-Audits und eine erneute Suche nach neuen Links und eventuellen Auffälligkeiten, die bei uns aber lange nicht solche black-hat Ebenen erreichten wie in diesem Fallbeispiel.

Schritt 4: Die Disavow-Liste

Als vorletzter Schritt kam die Erstellung einer Disavow Liste mit allen Links, die nicht entfernt wurden bzw. nicht von uns entfernt werden konnten und der anschließenden Einreichung des Wiederaufnahmeantrages bei Google.

Das Disavow Tool hilft dabei, unerwünschte Links zu entwerten. Wenn man sich einmal eingehender mit dem Disavow Tool beschäftigt, wird schnell deutlich, dass es sich hierbei um ein wirklich nützliches Werkzeug bei der Linkentfernung handelt. Allerdings bin ich mir auch ziemlich sicher, dass die komplette Reichweite des Disavow Tools noch niemand so recht überblicken kann.

Allein die Tatsache, dass es möglich ist mit dem Disavow Tool 1.000 Seiten an Links einzureichen, sollte jedem verdeutlichen, dass in den meisten Disavow Listen vielleicht ein paar Links zu wenig stehen, wenn es darum geht schlechte Links auszusortieren. Bei uns umfassten die Listen nebenbei zwischen 130 und 780 Domains.

Interessant ist diesbezüglich vielleicht auch dieser Hangout mit John Mueller von Google:

Vor allem sollte auch hier wieder auf die genaue Betonung geachtet werden: „When it comes to the disavow links tool, at the moment we are not using that data in any way against the sites that are being disavowed because there are just so many reasons why a link might be disavowed.“

Schritt 5: Der Wiederaufnahmeantrag

Abschließend wurde der Wiederaufnahmeantrag bei Google gestellt um die Spam-Maßnahmen aufzuheben.

In allen Wiederaufnahmeanträgen wiesen wir auf unsere Vorgehensweise hin und erklärten, dass wir uns ausschließlich auf die Google Webmastertools konzentrierten. Außerdem nannten wir die genaue Anzahl der angeschriebenen Domains und erwähnten, wie viele von diesen Domains bzw. Domainbetreibern den Link entfernt haben. Bei der Disavow Liste wiesen wir noch darauf hin, dass wir die Links aus mindestens einem der drei Gründe auf die Liste gesetzt haben:

  1. Keine Rückmeldung trotz Nachhakens auf E-Mails
  2. Entfernung nur gegen Bezahlung
  3. Es konnte kein Seiteninhaber ausfindig gemacht werden

Hier ist es vielleicht für die Allgemeinheit interessant zu wissen, dass Punkt zwei gegen die Google Richtlinien verstößt und auch schon immer verstieß und Punkt drei sicherlich nur bedingt mit dem deutschen Recht in Einklang zu bringen ist. Hierzu sollte sich aber vermutlich doch eher ein Rechtsanwalt äußern…. 😉

Ansonsten war es das aber auch schon. Abschicken und abwarten hieß es nun.

Alles neu macht der Frühling

Ob es nun an den Frühlingsgefühlen gelegen hat oder Google generell gerade etwas die Zügel schleifen lässt, kann ich natürlich nicht sagen, aber Stand heute, 25.03.2014 haben wir es mit dieser Methode geschafft, drei Projekte von den manuellen Spam-Maßnahmen zu befreien. Bei einem gab es zwar noch einen kleinen Schriftverkehr in den Google Foren, die meine gesamten Englischkenntnisse erforderten und am Ende doch in den deutschen Foren gelöst werden konnten, aber selbst dieses Projekt hat es nun geschafft und wurde von der manuellen Abstrafung befreit.

Innerhalb einer Woche gelang uns nun also ein Hattrick der etwas besonderen Art, der anderen Seitenbetreibern hoffentlich ein wenig Mut macht und aufzeigt, dass SEO gar nicht so schlimm ist, wie viele sagen und dass schlechte Zeiten für Linknetzwerke nicht unbedingt schlechte Zeiten für (richtiges) SEO bedeuten.

Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Helen Schrader, Diplom-Geographin und ambitionierte Bloggerin in den Bereichen SEO und Online Marketing. Schwerpunktmäßig beschäftige ich mich mit E-Commerce, Social Media, internetgestützter Markt- und Meinungsforschung sowie kollaborativen Internetumgebungen.

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18 Kommentare

Micha 26. März 2014 um 8:55

Hallo Hellen,
ein wirklich guter Beitrag aus der Praxis. Wo steht, „dass Punkt zwei gegen die Google Richtlinien verstößt und auch schon immer verstieß“?
Kannst du hier eine Quelle nennen?

Zudem bin ich der Meinung, dass Seitenbetreiber von einer Agentur, die Ihrerseits ja auch für die Linkentfernung bezahlt wird, für den entstehenden Aufwand eine Gebühr verlangen können.

Antworten

Helen Schrader 26. März 2014 um 10:13

Hallo Micha,
vielleicht ist es auch Auslegungssache, aber genauso wie bei dem (absichtlichen) Linkkauf, sehe ich auch beim Nicht-Abbau dieselben Richtlinien verletzt: „Alle Links, die den PageRank oder das Ranking einer Website in den Google-Suchergebnissen beeinflussen sollen, können als Teil eines Linktauschprogramms und als Verstoß gegen die Richtlinien für Webmaster von Google angesehen werden. Dazu gehören alle Maßnahmen, mit denen Links zu Ihrer Website oder ausgehende Links von Ihrer Website manipuliert werden“ (https://support.google.com/webmasters/answer/66356).
Aber gerne lasse ich mich da eines besseren belehren. Ich meine, „hätte, wenn und aber bzw. könnte, würde, wäre“ ist im SEO Bereich ja durchaus verbreitet. Ansonsten kann ich deine Meinung auch nachvollziehen. – Finde die verlangten „Honorare“ (sprich: Aufwandsentschädigungen) stellenweise aber schon höchst amüsant… 😉

Antworten

Micha 26. März 2014 um 11:04

Hallo Hellen,

klar verstößt Linkkauf und umfangreicher Linktausch gegen die Google-Richtlinien. Aber sich den Aufwand für die Entfernung eines Links vergüten zu lassen bei weitem nicht.

In welcher Spanne bewegen sich denn die von euch verlangten „Honorare“ für eine Linkentfernung? Bzw. was wäre für dich ein angemessener Betrag, den du akzeptieren würdest?

Antworten

Helen Schrader 26. März 2014 um 11:35

Wir verlangen kein Geld für Linkentfernungen. – Wäre ja irgendwie auch ein wenig paradox, wenn ich es hier kritisiere und dann gleichzeitig machen würde, oder nicht?

Ansonsten reichen die Beträge, die uns genannt wurden von 2,50 und 50 Euro bzw. „Preis auf Anfrage“. Ob und inwieweit eine Linkentfernung, die ca. eine Minute in Anspruch nimmt, diese Beträge rechtfertigen kann, erschließt sich mir daher nur bedingt.

Antworten

Micha 26. März 2014 um 12:46

Ich meinte nicht eure „Honorare“ sondern die der jeweiligen Webmaster. Aber die Frage hast du ja schon im zweiten Absatz beantwortet.

Es hat sich ja nicht einfach immer nur mit der Linklöschung erledigt. Wenn der Link im Text auch einen Sinn hatte, dann muss der Text angepasst werden bzw. eine neue Verlinkung gesucht werden. Zumal besteht der Aufwand, dass die Anfrage auch überprüft werden muss etc.
Da kommt dann schnell mal eine halbe Stunde zusammen. Und wenn sich die Linkabbauanfragen bei einigen Webmastern häufen, kann man die Kosten schon rechtfertigen. Wobei 50 € dann doch schon etwas hoch sind. Aber das kommt halt auf den jeweiligen Rechenansatz/Stundensatz an.

Antworten

Nils 26. März 2014 um 9:06

Hallo,

und wie haben sich die Projete derer entwickelt, die ihr schon seit Längerem von der manuellen Penalty befreit habt ? Haben die ihre alten Sichtbarkeitswerte wieder erreichen können ?

Antworten

Eren Kozik 26. März 2014 um 9:19

Hi Nils,
einige Projekte haben sich schon nach wenigen Wochen fast komplett erholt und andere Projekte haben auch nach mehreren Wochen nicht ganz ihre alte organische Sichtbarkeit erreicht. Von Projekt zu Projekt leider ganz unterschiedlich. In der Summe jedoch haben wir bei allen Projekten eine deutliche Verbesserung nach nur wenigen Wochen erreicht und genau das sollte das Ziel sein: Besucher steigen und Umsätze steigen wieder. Perspektivisch gilt es dann die “Erholung” wieder positiv zu unterstützen.

Original bei http://www.seopt.de/manuelle-spam-massnahmen-abbauen/

Antworten

Top 10 der Woche 13/14 – SEO-united.de Blog 31. März 2014 um 7:49

[…] Manuelle Spam-Maßnahmen abbauen – Vor einem Jahr habe ich schon einmal einen Artikel darüber geschrieben, wie man manuelle Spam-Maßnahmen abbauen kann. Was damals ein Novum bei uns war, ist mittlerweile in den Alltag übergegangen. Weiter… […]

Antworten

Michael 31. März 2014 um 13:42

Hallo Helen,

wie sieht es denn mit der Sprache der Reconsideration Requests aus? Müssen diese auf Englisch geschrieben sein, da dies an ein englischsprachiges Spamteam geht oder kann man als deutschsprachiger Webseiteninhaber den Antrag auf deutsch stellen?

Antworten

Helen Schrader 31. März 2014 um 13:48

Hallo Michael,
wir haben dei Reconsideration Requests bislang ausschließlich in deutsch verfasst. Englisch habe ich bislang nur in den Foren verwendet, wenn ich spezielle Fragen hatte. Diese stelle ich für gewöhnlich auf deutsch und englisch um möglichst viele Antworten zu bekommen bzw. um auch möglichst schnell an ein Ergebnis zu kommen. – Interessanterweise waren aber (bislang) die dt. Antworten immer zielführender.

Antworten

Eren Kozik 2. April 2014 um 21:01

Kleine Korrektur! 🙂 Es wäre immer am besten, die Sprache der jeweiligen Website zu nehmen.
Wenn Du also eine deutschsprachige Website hast, wäre es auf jeden Fall besser, den Antrag direkt auf deutsch zu schreiben. Quelle: Google Support-Forum.

Antworten

Linkbuilding | Annotary 31. März 2014 um 14:41

[…] http://www.seopt.de […]

Antworten

Ulli 2. April 2014 um 13:51

Hallo Helen,

vielen Dank für deine Ausführungen.

Mich würde noch interessieren wie ihr mit den Backlinks von Webkatalogen das DMOZ kopieren oder von diversen SEO-Onlinetools (die automatisch entstehen wenn die betroffene Domain dort eingegeben wird) umgeht?

Das ist ja eigentlich alles Schrott. Also ab damit in die Disavow-Liste?

Antworten

Helen Schrader 3. April 2014 um 11:33

Hallo Ulli,
Sofern die Links „follow“ waren, haben wir diese auf die disavow Liste gesetzt.
Die SEO-Onlinetools waren meistens „nofollow“ und wurden daher nicht weiter beachtet. Alle anderen wurden ebenfalls angeschrieben und entfernt oder auf die disavow Liste gesetzt.

Antworten

Arne 3. April 2014 um 9:09

Ich finde es immer interessant, wie das Thema Disavow überall beschrieben und gehiped wird.
Ich frage mich allerdings immer was bringt dies wirklich? Hat jemand wirklich mal dadurch etwas aus dem Keller bekommen?
Selbst mit Disavow und neuem anpingen konnte ich keine merklichen positiven Tendenzen sehen.

Wie sind eure Erfahrung mit dem Disavow Tool? Nur neue Daten für Google? Oder bringt es doch etwas?

Antworten

Eren Kozik 8. April 2014 um 9:22

Hi Arne,
aus dem „Keller“ nicht direkt, aber in jedem Fall auf Kurs. Des Weiteren ist das Disavow-Tool wirklich nützlich, um Verbindungen zu kappen, auf die Du nicht mehr einwirken kannst und ich bin überzeugt davon, dass dieses Werkzeug Dich bei dem Prozess der Bereinigung und des Wiederaufnahmenantrags in jedem Fall unterstützen kann. – Ja, es ist auch ein Werkzeug, um Google direkt neue Daten zu liefern. That’s the truth.

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Veränderungen der Suchmaschinenoptimierung | Basic Tutorials 13. Mai 2014 um 17:40

[…] muss die Links wieder abzubauen oder mit Hilfe von Googles Webmaster Tools zu entwerten. Die SEOPT e.K. hat dazu ein schönes Tutorial geschrieben, wie man dabei vorgehen kann. Einfach ist das nicht, ich kenne auch einige die auf […]

Antworten

Bernhard 19. August 2014 um 11:19

Hallo Helen,
wenn Google-Richtlinien das Bezahlen für den Aufwand des Entfernens (oder auch des Setzens) von Links nicht erlauben würde, müsste die ganze SEO-Branche wohl kostenlos arbeiten. Dein 2. Kriterium für die disavow-Liste ist daher in Wirklichkeit eher allein der Wirtschaftlichkeit geschuldet. Das ist zwar auch verständlich und akzeptabel, aber das sollte ehrlicher weise dann auch so genannt werden.
Vergessen wird dabei in jedem Fall, dass die Linkentfernung dem Betreiber der verlinkenden Site Arbeit macht, für die er fairer Weise genauso bezahlt werden sollte, wie ihr als Agentur von eurem Kunden bezahlt werdet. Der Zeitaufwand kann ohne Probleme abgeschätzt werden – 5 bis 15 Minuten sind sicher nicht zu viel – pauschal 10 EUR daher angebracht.
Das kann sich natürlich bei zu vielen Links mächtig addieren, aber wer arbeitet schon gerne kostenlos für andere?

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