Log File Analyse mit Screaming Frog

Log File Analyse mit Screaming Frog

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Log File Analyse mit Screamingfrog

Wenn sich SEOs im April mehr über einen Frosch als über den Osterhasen freuen, dann sollte man sich dies einmal genauer ansehen. Am 11. April 2016 veröffentlichte screamingfrog.co.uk nämlich die Meldung, dass sie es geschafft haben ihr ohnehin schon hervorragendes Tool nochmal einen Schritt besser zu machen. Seit diesem Tag gibt es nämlich auch bei Screaming Frog die Möglichkeit Logfiles zu analysieren.

Für mich bedeutet dies, dass ich nun neben Kibana noch eine andere Möglichkeit habe herauszufinden, welche URLs der Google Crawler wann und wie aufgerufen hat und vor allem ob diese Aufrufe durch irgendetwas gestört (lange Ladezeiten) oder verhindert (z.B. Status Code 404) wurden. Zudem lässt sich mit den Logfiles erkennen, wo und wieso der Crawler etwas von seinem Crawl Budget vergeudet.

Da all diese Punkte bei einem normalen Crawl z.B. mit Screaming Frog nicht aufgedeckt werden, aber großen Aufschluss über die Seitenarchitektur und Duplicate Content geben können, sind die Logfiles so interessant.

Das Handwerkszeug eines jeden SEO

Durch die vielen Beiträge auf der SMX zu dem Thema sind Logfiles momentan in aller Munde. Dabei gehört die Analyse dieser Daten schon seit jeher zu den Tätigkeiten, die wohl jeder SEO aus dem Stehgreif beherrscht. – Sei es durch umständliche statistische Auswertungen oder die Nutzung anderer Tools, wie beispielsweise durch das schon angesprochene Kibana, Splunk oder Gamutlogviewer.

Toll ist, dass man nun seine Daten in ScreamingFrog importieren und auswerten lassen kann. In der kostenpflichtigen Variante ganz ohne Begrenzung und in der freien Version auf 1.000 Logfile Events begrenzt.

Wie einfach die Nutzung ist, zeigt das Video vom Hersteller persönlich.

Es ist also nun möglich die Logfiles direct vom Server zu analysieren und mögliche Probleme des Google Crawlers über einen genau definierten Zeitraum aufzudecken, wie man dem Screenshot von Screamingfrog entnehmen kann:

ScreamingFrog Log File Analyser

Aufgesplittet nach Bots, URLs und Response Codes können z.B. diese Logfile-Daten mit Auffälligkeiten in der Search Console verglichen und analysiert werden.

Logfile Analyse für Dummies

Was Logfiles sind und wie man diese bis ins kleinste Detail auswerten kann, möchte ich in diesem Artikel nur anreißen. Hierfür möchte ich auf den „ultimativen Guide“ von Builtvisible hinweisen, der seinem Namen wirklich alle Ehre macht und von ganz allgemeinen Punkten bis hin zur Analyse der Logfiles in Excel eigentlich alles zusammengetragen hat, was man in diesem Bereich wissen muss.

Welche Möglichkeiten in Screaming Frog stecken, sieht man allein schon hier:

Log File Analyse mit ScreamingFrog

Zudem lässt sich auch Screaming Frog nicht lumpen und besticht mit einem ebenfalls recht nett gestalteten User Guide zu Log Files zum Umgang mit den Daten im eigenen Tool.

Der Screaming Frog Log File Analyser

Das Interface des Log File Analysers ermöglicht die Datenauswertung durch Drag & Drop der Datenfiles in Screaming Frog. Anschließend wird genau ausgwertet, welche URLs wann von welchem Scuhmaschinenbot (Google, Bing, Yandex, Baidu) gecrawlt wurden. Außerdem lässt sich durch das Dropdown in dem Log File Analyser ein spezifischer user-agent oder eine bestimmte Datenmenge auswählen, wie ScreamingFrog hier beschreibt.

Je nachdem wie ausgeprägt nun die Analyse-Fähigkeiten und das Interesse an den Files reichen, kann man nun mit ScreamingFrog jede Menge Spaß haben. Denn auch der Import anderer Files ist möglich. Ganz gleich, ob es sich um Crawls aus Screaming Frog selbst, Daten von Majestic oder OSE handelt. Mit dem Analyser lassen sich die Daten automatisch vergleichen und ähnlich wie der SVERWEIS in Excel nutzen, womit Screaming Frog hier auch direkt eine Lösung für die untalentierteren Excel-Nutzer gefunden hat, da sich der SVERWEIS nun fast automatisch mit dem Tool erstellen lässt.

Wer braucht schon einen Hasen, wenn er Frösche jagen kann

Fazit für mich ist, dass sich die Erweiterung von Screaming Frog um den Log File Analyser gelohnt hat. Durch das vereinfachte Auswerten der Files können SEOs nun zeitnaher und effektiver die einzelnen Logfiles auswerten und somit das Crawl Budget wesentlich besser auf den Seiten ausnutzen. Verwaiste Seiten, doppelte Inhalte und eine schlechte Seitenarchitektur sind durch dieses Tool nun wesentlich einfacher auffindbar und sorgen für ein Lächeln im Gesicht des technikaffinen SEOs nebenan.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Helen Schrader, Diplom-Geographin und ambitionierte Bloggerin in den Bereichen SEO und Online Marketing. Schwerpunktmäßig beschäftige ich mich mit E-Commerce, Social Media, internetgestützter Markt- und Meinungsforschung sowie kollaborativen Internetumgebungen.

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1 Kommentar

Screaming Frog: Eine Einführung für Einsteiger 7. Mai 2016 um 19:56

[…] der Artikel zur Logfile Analyse große Begeisterung bei denjenigen auslöste, die wie wir schon länger den „schreienden […]

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