Linkaufbau in 2016

Linkaufbau in 2016

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Offpage-Optimierung

Ein wenig durch den tollen Whiteboard Friday von Rand Fishkin auf Moz zum Thema „Targeted Link Building“ beeinflusst, möchte ich heute meine Gedanken zum Thema Linkbuilding niederschreiben.

Meiner Meinung nach gibt es keine SEO-Metrik, die seit Jahren so umstritten und dennoch so von Kundenseite nachgefragt wird, wie das Linkbuilding. Wie auch schon 2015 und 2014, wechseln sich die Beiträge zu den Backlinks wie immer zu den beiden Seiten des Spektrums ab. Während die einen schreiben, dass Linkbuilding „tot“ ist und nicht mehr betrieben werden sollte, sagen die anderen genau das Gegenteil. Links sind wichtig, Linkbaufbau ist wichtig und sollte unbedingt betrieben werden. Doch wo liegt die Wahrheit? Gibt es überhaupt eine Wahrheit, oder ist es wie mit den meisten SEO-Metriken, dass man eben nichts übertreiben sollte?

Wann macht Linkbuilding Sinn?

Wie Rand Fishkin in dem Whiteboard Friday oder auch Jason Acidre in seinem Vortrag auf dem Marketing Festival in Tschechien schon sagten, bin auch ich der Meinung, dass Linkbuilding in erster Linie dann Sinn macht und den größten Nutzen verspricht, wenn man eine Seite als Linkziel ausgibt, die bereits in aussichtsreicher Position in den Suchergebnissen liegt. Sobald eine Seite zu einem Keyword schon in den Top 10 liegt oder gerade an diesen kratzt, dann macht Linkaufbau für mich durchaus Sinn.

Allerdings nur, wenn dieser auch sinnvoll betrieben wird. Durch die vielen, vielen Updates von Google, ist es nicht ratsam, die Links ohne übergeordnetes Ziel aufzubauen. So sollte zum Beispiel festgehalten werden, aus welchen Quellen die Links stammen, um ein unnatürliches Linkprofil zu verhindern. So hängt es wieder stark vom Themengebiet und Zweck der einzelnen Domains ab, ob sich ein Link aus einem bestimmten Bereich lohnt oder, zumindest in Mengen, schädlich werden kann.

So rentiert sich ein Eintrag in lokale Suchmaschinen für eine – verortete – Pizzeria sicherlich mehr als für einen Online-Shop ohne Ladengeschäft. Gleichzeitig ist es aber fraglich, dass besagte lokale Pizzeria mit einem Platz 1 Ranking zum Wort „Pizza“ höhere Umsätze generiert als mit einem Platz 1 zu „Pizza Sankt Augustin“ oder gar „Pizza Heerstraße Sankt Augustin“. Wohingegen es einem Online-Shop vermutlich mit Rankings zu „Jeans“ genauso glücklich werden kann wie zu „Jeans kaufen“ und „Jeans online kaufen“.

In beiden Fällen können Links den nötigen Impuls geben, den man benötigt, wenn man mit einem wichtigen Keyword von Rang 5 auf 4 oder sogar 3 rücken möchte. – Sofern dieser Linkaufbau zielgerichtet und erfolgreich umgesetzt wird.

Gutes Linkbuilding, böses Linkbuilding

Links werden dort benötigt, wo sich die Zielgruppe aufhält. Ob dies nun Foren, Social Media Kanäle oder Blogs und Magazine sind, ist eigentlich nebensächlich. Denn der Sinn des vernünftigen Linkbuildings ist schließlich, dass er das natürliche Wachstum forciert und in die richtigen Bahnen lenkt. Sobald ein Kanal überstrapaziert wird, ist die gesamte Strategie in Gefahr und ein offensichtlicher Missbrauch dieser Metrik schnell für Google aufspürbar und somit potenziell gefährlich.

Oftmals lohnt hier zum Beispiel ein Blick in eins der diversen Backlinktools um zu sehen, dass es im Vergleich zur Konkurrenz auffällige Entwicklungen gibt. Dies kann sowohl die verlinkte URL, die Art der verlinkten Seiten oder der Ankertext des verlinkten Wortes sein. Je schlechter und offensichtlicher der Missbrauch ist, ist es sogar eine Verbindung aller drei Dinge.

Outreach als gängige Praxis des Linkaufbaus

Besonders gut funktioniert es Links aufzubauen und skalierbar zu machen, wenn man die verlinkten Inhalte selbst noch einmal streut oder streuen lässt. Die inflationär gebrauchte Verwendung des Wortes Influencer ist hier noch nicht einmal notwendig, sondern lediglich ein Inhalt, der bei den Kunden ankommt und gerne geteilt wird. Oftmals wird bei all der Content Erstellung vergessen, dass der Outreach eine der wichtigsten Linkbuilding-Maßnahmen schlechthin ist. Wer teilt, der wird auch geteilt ist hier die Devise.

Idealerweise werden eigene Erfahrungen und Gewinne oder auch Unternehmensneuigkeiten über alle Kanäle hinweg geteilt und gepostet. Einen Blogbeitrag, den nicht einmal der Autor postet ist es vermutlich auch nicht oder nur bedingt wert geteilt zu werden. Außerdem ist es eben auch beim verlinken wie mit allem anderen: Niemand will der Erste sein.

Sobald aber eine „kritische Masse“ erreicht ist, kommen die Backlinks automatisch zu einem guten Artikel oder einer interessanten Shopseite. Und sicherlich ist jedem Leser bewusst, dass ein einziger herbeigeführter Backlink zu einer URL vermutlich nicht ausreichen wird, damit es zu einem Platzgewinn in den Suchergebnissen kommt. Ob es allerdings 3, 5, 50 oder 500 Backlinks sein müssen, damit man ein „zucken“ in den Platzierungen sieht, das hängt wiederum von vielen Faktoren ab. Diese sind unter anderem (in keiner spezifischen Reihenfolge):

Wie so vieles im SEO-Bereich ist auch das Linkbuilding ganzheitlicher und somit spannender geworden. Bevor man mit dem Linkaufbau beginnt, muss man daher erst einmal das Profil genau studieren und die Schwächen erkennen können, bevor man damit beginnt weitere Links aufzubauen. Zudem ist es natürlich auch wesentlich arbeitsintensiver und spannender geworden die Backlink-Geber zu finden und das ganze generell zu skalieren.

Linkaufbau 2016

Für mich bedeutet Linkaufbau 2016 ein weiter spannendes Tätigkeitsfeld, in dem man neben jeder Menge Informationen und Auswertungen auch immer darauf ankommt das kleine Quäntchen Glück zu haben. Inhalte, die viral gehen sind nur schwer zu planen oder zu skalieren. Aber schafft man es einmal, dann merkt man, wie toll und spannend der Linkaufbau auch 2016 noch ist und vor allem wie viel man mit dieser einen SEO-Metrik immer noch erreichen kann. – Wenn man sich nur richtig dabei anstellt und nichts überstürzt bei der kleinen extra Hilfe zum organischen Linkaufbau einer Domain.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Inhaber von SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Privat beschäftige ich mich intensiv mit meiner Familie, dem Laufsport und dem funktionellen Training.

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