Immer diese intoleranten Veganer…

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„80 Prozent von allem, was über SEO geschrieben wird, ist Bullshit“ ist sicher ein gewagtes Statement für ein Interview mit einer Digital-Marketing Agentur. Aber Franz Enzenhofer legt im Laufe des Gesprächs noch zwei bis drei Schippen drauf. Während ich mich beim Lesen gefragt habe, warum er sich so radikal und rebellisch äußert, wurde mir am Ende bewusst, warum er derartig handelt: Er hat vor kurzem angefangen vegan zu leben. Und Veganer stehen allem und jedem intolerant gegenüber, essen keine Tiere, die ja sowieso schon tot sind, trinken keine Milch und hauen sich keine Butter aufs Brot. Hauptsache anders eben. Ich weiß das, weil ich selber seit sieben Jahren vegan lebe. Und deswegen finde ich vielleicht auch, dass Herr Enzenhofer an manchen Stellen gar nicht so unrecht hat.

„Wenn man sich über SEO informiert und zehn Blogposts liest, dann hat man mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit sein Wissen und Verständnis über SEO eher verringert als erweitert.“

Dieses Statement würde ich tatsächlich so unterschreiben. Ich erinnere mich an verzweifelte Versuche, WDF*IDF zu verstehen. Doch nachdem ich alle geteilten Links zum besagten Thema auf meiner Facebook Timeline brav gelesen habe, warfen sich mir noch mehr Fragen auf. Unter anderem, ob die Leute die Links überhaupt lesen, die sie teilen. Schließlich kann ich meine Möhrchen nicht verdienen, wenn ich meine Leistungen auf „Trends, Tipps und Gerüchte“ stütze. Aus diesem Grund kann ich Enzenhofers No Bullshit-SEO Vorgehensweise durchaus verstehen. Nachhaltigkeit und Skalierbarkeit sollten groß geschrieben werden. Denn spekuliert wird nur an der Börse.

„Google ist ein Marktplatz – man kann den Marktplatz nicht vorhersagen und man kann ihn nicht kontrollieren!“

Word! Auch mit dieser Aussage trifft Franz Enzenhofer meiner Meinung nach ins Schwarze. Denn man kann die Effektivität seiner Vorgehensweise nicht vorhersehen. Man kann aber versuchen, seine Produkte präsent darzustellen und verständlich sowohl mit Kunden als auch mit Suchmaschinen zu kommunizieren.

Der einzige Punkt, bei dem ich als Angestellte einer SEO-Agentur widersprechen möchte, ist, dass es nach Enzenhofer keiner externen Abhängigkeit bedarf, um ein Unternehmen zum Erfolg zu führen. Essentiell ist, dass die Bedürfnisse des Unternehmens richtig umgesetzt werden. Das können externe Anbieter ebenso gut, wie interne.

„SEO ist aber eine Schnittmenge aus IT, Marketing/PR und Produkt/Content.“

Richtig. All diese Bereiche fallen zusammen und müssen gemeinsam funktionieren, um Erfolge zu erzielen. SEO ist kein einzelner Baustein, den man in sein Unternehmenskonzept mit einbauen kann. Er muss auf die anderen Bereiche abgestimmt sein und diese auf ihn. SEO Dienstleister müssen multitasking fähig sein und dürfen keine Berührungsängste mit Social Media oder dem gannzheitlichen Marketing haben.

Ich bin gespannt, wie sich Enzenhofers Projekt einfach-vegan.com entwickelt. Wenn ich ihm in einem Punkt auch nicht ganz zustimmen kann, weil ich damit meinen Arbeitsplatz gefährden würde, so halte ich seine Thesen und seine Entscheidung zu einer veganen Lebensweise – wenn auch „knallhart“ – doch für standfest und richtig.

SEO hat ein wahnsinniges Potenzial, allerdings ist die Gefahr einer Verwässerung durch semi-professionelle Anbieter, die nur das schnelle Geld machen möchten steigend und kann auf Dauer sogar die gesamte Szene in ein schlechtes Licht rücken. Immerhin führen diese Blender auch zu einer erhöhten Unsicherheit bei den potenziellen Abnehmern. – Dazu aber in einem neuen Blogtext mehr.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Head of SEO der auf SEO spezialisierten Online-Marketing-Agentur SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Die Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und widme mich dem Laufsport.

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4 Kommentare

Peter 26. Februar 2013 um 10:51

Hallo Maximiliane, lesen bildet. Mehr lesen bildet mehr. Schon mal überlegt, „weshalb“ Du manche Themen nicht verstehst? Vielleicht weil Du zu wenig liest … Sämtlichen Fachkollegen „Bullshit“ zu unterstellen, wird Dich (und Franz) auf zumindest menschlicher Ebene sehr schnell disqualifizieren. Einfach mal drüber nachdenken. Grüße, Peter

Antworten

Maximiliane Mehnert 26. Februar 2013 um 13:45

Hallo Peter,
für Ihren konstruktiven Hinweis, dass Lesen bildet, möchte ich mich herzlichst bei Ihnen bedanken. Noch dankbarer wäre ich allerdings, wenn Sie Ihre Ratschläge auch selber umsetzen würden. Denn hätten Sie meinen Artikel genau gelesen, dann wäre Ihnen aufgefallen, dass ich lediglich persönliche Erfahrungen wiedergebe und die „No- Bullshit-SEO“ Vorgehensweise von Franz begrüße.
Sämtliche Fachkollegen „Bullshit“ zu unterstellen, liegt dabei gewiss nicht in meiner Intention. Denn dies wäre auf menschlicher Ebene ebenso verwerflich, wie einer Fachkollegin zu unterstellen, dass sie nicht ausreichend gebildet sei, oder?!

Antworten

Helen Schrader 26. Februar 2013 um 13:47

Hallo Peter, irgendwie hättest du den Artikel vielleicht weiter als bis Zeile drei Lesen sollen… Bei dem „Bullshit“ handelte es sich um ein Zitat aus dem Interview, welches nämlich in besagter Zeile entkräftet wurde. Dass Maximiliane irgendwas nicht versteht, wird ebenfalls nirgends suggeriert. Es geht lediglich darum, dass man Themen vielleicht einmal aufmerksam lesen sollte, bevor man seinen „Senf“ dazu gibt. Etwas, was (leider) immer häufiger abhanden kommt. – Danke daher für den Beweis der aufgestellten These 🙂 Hauptsache kommentieren. Man hat ja die Überschrift und den Einleitungssatz gelesen. Und kritisch hinterfragen sollte auf fachlicher Ebene erlaubt sein. Gefallen muss es ja nicht, aber deshalb muss man auch nicht direkt persönlich werden. Vor allem, wenn man so herrlich am Thema bzw. Artikel vorbei kommentiert.

Antworten

Uwe Schulz 26. Februar 2013 um 15:40

Hi,
was da schwarz auf weiß steht, ist zum lesen da – völlig richtig. Dass man aber auch zwischen den Zeilen lesen kann (oder besser sollte), das hat letztendlich etwas mit Verstehen und Interesse zu tun. Von daher ist mir der erste Kommentar (Peter) reichlich unverständlich, der gute Mann scheint nicht wirklich verstanden zu haben, worum es geht.Manche Leute können mit einer gewissene Art an Ironie leider nicht umgehen,
das muss man akzeptieren – muss man wohl.
VG, Uwe.

Antworten

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