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Der Hummingbird folgt auf Panda und Penguin

Während die meisten um diese Zeit vermutlich noch versuchen, die höchste Punktzahl beim Piñata hauen auf der Google Startseite zu erzielen (steht bei uns momentan -UPDATE- bei 138), hat Google heimlich, still und leise den 15. Geburtstag genutzt, um eine Meldung der besonderen Art zu kundzutun. Es gibt bereits seit knapp einem Monat ein neues Algorithmus-Update, das auf den Namen Hummingbird, also Kolibri, hört.

Was macht Hummingbird?

Laut Senior Vice President Amit Singhal ist der Hummingbird eines der weitreichendsten Google Updates seit Google Caffeine (2010), was immerhin verantwortlich für Veränderungen beim Crawling und der Indexierung der Seiten war.

Laut Aussagen von Singhal handelt es sich beim Hummingbird um eine Verbesserung des Algorithmus zur Verarbeitung der Suchanfragen, denn „“[…] … our algorithm had to go through some fundamental rethinking of how we are going to keep our results relevant.“

Gerade im Bereich der voice-activated, sprich der Suchanfragen über gesprochene Sätze, ändert sich das Suchverhalten der Nutzer. Statt bloßer Keywords geben die Suchenden ganze Sätze ein und nutzen semantisch wesentlich komplexere Anfragen, um an Ergebnisse zu kommen.

Wie also z.B. Johannes Beus von Sistrix schon geschrieben hat, wird sich der Kolibri auf die komplexeren Suchanfragen konzentrieren. Gerade im englischsprachigen Raum scheint es daher schon zu vermeintlich besseren Suchergebnissen zu kommen, wenn man direkte Fragen in den Suchschlitz bei Google eingibt oder diese eben mittels Stimmerkennung direkt in sein Smartphone spricht. – Eine Form der Suche, die in den USA vermutlich noch etwas weiter verbreitet ist als in Deutschland.

Google verbessert den Knowledge Graphen

Einhergehend mit Hummingbird verkündeten die Macher von Google direkt noch eine Verbesserung des Knowledge Graphen. So soll es nun laut TechCrunch möglich sein, mittels Knowledge Graph Vergleiche anzustellen: „If you want to compare the nutritional value of olive oil to butter, for example, Google Search will now give you a comparison chart with lots of details.“

Hinzu kommen noch Erinnerungseingaben bei Google Now, die geräteübergreifend funktionieren. Wer also beispielsweise beim Fernsehen seinem Tablet sagt, dass noch Butter benötigt wird, kann sich sicher sein, dass ihn das Smartphone daran erinnert, wenn der Supermarkt des Vertrauens in Reichweite der GPS Erfassung kommt.

Es wird nicht langweilig

Zwar hat es Google wieder einmal geschafft, die recht gut vernetzte und definitiv immer mal wieder nach Menlo Park starrende SEO-Gemeinde zu überraschen, aber dank Hummingbird wird nun wohl wieder etwas mehr Bewegung in die ohnehin schon wesentlich komplexer gewordenen SEO-Dienstleistungen zu kommen. Wie heißt es so schön: wer rastet, der rostet. Anscheinend etwas, was Google im Bereich seines Knowledge Graphen nicht vor hat.

Sicherlich bleibt abzuwarten, wie sich ein Update wie Hummingbird, das sich auf komplexe Suchanfragen bezieht, auf die Suchergebnisse langfristig auswirken wird. Aber spannend macht es die tägliche Arbeit in jedem Fall. – Zumindest für die Profis.