Hervorgehobene Beiträge – oder wie Facebook für einen Freundschaftsdienst Geld bekommt

Hervorgehobene Beiträge – oder wie Facebook für einen Freundschaftsdienst Geld bekommt

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Langsam aber sicher kommen auch die Promoted Posts in Deutschland an. Seit einigen Tagen ist es möglich als Privatperson seine Statusupdates hervorzuheben. Dieses „promoten“ ermöglicht es, dass ein Beitrag – gegen Bezahlung – prominenter auf der Startseite von Freunden angezeigt wird.

Promoted Posts

Der Betrag setzt sich hierbei aus verschiedenen Faktoren zusammen und beginnt bei wenigen Euros, kann sich aber auch deutlich steigern. Punkte, die ins Geld gehen sind beispielsweise die geographische Position, die Anzahl der Freunde und Angebot bzw. Nachfrage nach den gesponserten Nachrichten.

Da es sich um eine Dienstleistung für private Nutzer handelt, können Promoted Posts nebenbei auch nur von Privatpersonen mit weniger als 5.000 Freunden durchgeführt werden. Je nachdem wie weit gefasst Sie den Begriff „Freunde“ also verwenden, kann es sein, dass Ihnen diese Möglichkeit nicht zur Verfügung stehen wird.

Sinn und Unsinn der bezahlten Statusmeldungen

Jeder der jetzt zusammenzuckt und Angst um das morgendliche Statusmeldungen-Stalking hat kann sich direkt wieder beruhigen. Die Promoted Posts heißen nicht, dass andere Nachrichten nicht mehr angezeigt werden. Es bedeutet lediglich, dass auch weiterhin auf der Startseite zwischen „Hauptmeldungen“ und „Neueste Meldungen“ unterschieden werden muss.

Die Hauptmeldungen, beinhalten mit Sicherheit auch Promoted Posts und darüber hinaus die Meldungen von Freunden mit denen Sie ohnehin am meisten interagieren sowie eben laut Facebook-Algorithmus besonders wichtige Meldungen für Sie. Bei den Neuesten Meldungen bleibt alles beim alten und Sie sehen alle Meldungen (unabhängig von der mehr oder weniger zugeordneten Bedeutung) in chronologischer Reihenfolge.

Wen erreichen die Meldungen?

Zu beachten ist außerdem, dass auch bei den Promoted Posts lediglich die Freunde erreicht werden (können), die sich schon in Ihrer Freundesliste befinden. Auch werden Promoted Posts nicht auffälliger oder prominenter angezeigt als normale Statusmeldungen. Sie befinden sich lediglich „garantiert“ im Nachrichtenstrom Ihres Freundeskreises und erscheinen mit dem „gesponsert“ Vermekr. Ihre Freunde sehen also, was Ihnen diese Nachricht wert ist und können daher den Informationsgehalt dieser Nachricht einordnen. – Oder Ihre geistige Stabilität. Ich persönlich bin ja auf den ersten bezahlten Eintrag gespannt, der durch die hoch philosophische Äußerung „Mir ist Langweilig“ oder „Hab Hunger“ gekennzeichnet ist und seinem Poster 5 Euro wert ist. Allerdings hoffe ich direkt, dass sich solche Leute nicht in meinem Freundeskreis befinden. Und wenn, dann waren sie es vermutlich die längste Zeit…

Sinnvolle Posts

Aber kommen wir zu dem „Sinn“ dieser Anwendung. Schließlich denke ich, dass es bei einigen Erlebnissen durchaus sinnvoll sein könnte auf eine möglichst große Leserschaft zu hoffen. Neben besonders bedeutenden Nachrichten (Hochzeit, Geburt usw.) könnten die Promoted Posts durchaus sinnvoll sein, wenn man beispielsweise eine Wohnung sucht bzw. vermieten möchte oder wenn man sich von Möbeln trennen möchte. – Ob man nun eine Couch bei Ebay Kleinanzeigen einstellt oder Facebook ein paar Euro für die Veröffentlichung zahlt ist durchaus eine Überlegung wert.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Helen Schrader, Diplom-Geographin und ambitionierte Bloggerin in den Bereichen SEO und Online Marketing. Schwerpunktmäßig beschäftige ich mich mit E-Commerce, Social Media, internetgestützter Markt- und Meinungsforschung sowie kollaborativen Internetumgebungen.

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