Google’s Jagd auf schlechte Online-Shops

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Wie im Beitrag heute morgen schon versprochen, habe ich mich noch etwas intensiver mit der Aussage von Matt Cutts von der SXSW in Texas beschäftigt. Freitag gab es dort ein Panel zum Thema: „How to Rank Better in Google & Bing“ mit Danny Sullivan (Search Engine Land), Duane Forrester (Bing) und eben Matt Cutts (Google).

Hauptaugenmerk der Veranstaltung war es, gelungene Beispiele vorzustellen und aufzuzeigen, wie man seine Domain in den Suchergebnissen besser platzieren kann. Neben den allgemeinen Hinweise, dass man Webseiten schaffen sollte, die sowohl für Menschen als auch Maschinen lesbar sind, gab es aber auch einige interessante Neuigkeiten zu berichten, die nun langsam aber sicher die Runden im Internet machen.

Versteckte Texte und Links

Zunächst einmal muss man sich vor Augen führen, dass Matt Cutts am vergangenen Dienstag ein Patent zugesprochen bekam, welches nach Jahren in der Patent-Versenkung mit Wirkung zum 5. März aktiviert wurde. Die dreijährige Wartezeit ist daher beendet und es wird (vermutlich) deutlich, was Google in seinen Qualitätsleitlinien als nächstes forcieren wird. Es scheint, den verstecken Links und Texten im Hintergrund der Seiten an den Kragen zu gehen. Zumindest wenn das Patent „Systems and Methods for Detecting Hidden Text and Hidden Links“ so umgesetzt wird, wie es der Wortlaut vermuten lässt:

 

Google Patent 1

 

Texte, die in derselben Farbe wie der Hintergrund, zwischen zwei Objekten eingebettet oder zu klein für das menschliche Auge (Fontz size 0) sind, werden in dem Patent angesprochen. Genauso wie Bilder und Grafiken, die in derselben Art und Weise versteckt sind.

Genauer gesagt soll mit dem Patent eine Methode entwickelt werden, die es möglich macht, solche Täuschungen zu entdecken und in den Suchergebnissen daraufhin herabzustufen:

 

Google Patent 2 Conclusion

 

Text, welcher nicht für das menschliche Auge erkennbar ist, wird von den Suchmaschinen-Crawlern entdeckt und als Täuschungsversuch ignoriert. Des Weiteren schließt das Patent die Positionierung von Texten hinter Bildern, die Nutzung von CSS um die Texte außerhalb des Sichtfensters zu platzieren sowie die Verlinkung von einzelnen Buchstaben oder Satzzeichen mit ein.

Schwarze Schafe unter Online-Shops aussortieren

Vor diesem Hintergrund gewinnt die Aussage von Mat Cutts nochmals etwas mehr an Bedeutung. Auf dem Panel letzten Freitag hatte der Google „Qualitätskontrolleur“ darauf hingewiesen, dass Google stärker gegen fragwürdige Techniken von Online-Shops vorgehen werde:

 

Google Patent 3

 

Google vermittelt immer wieder gerne, dass ihnen das Wohl der Nutzer am Herzen liegt und der Linkgraph seine hohe Qualität behalten soll, was im Jahr 2012 immerhin mehr als 200 Updates bedeutete. Und schon jetzt scheint auch das Jahr 2013 jede Menge Überraschungen bereitzuhalten. Immerhin scheint Google von den 2010 in den Vordergrund gerückten Kundenbewertungen ein wenig abzurücken. – Vielleicht auch, um die gestiegene Bedeutung des AuthorRanks wieder etwas zu entschärfen?

Laut Matt Cutts ist man auf der Suche nach Signalen, die man in den Suchergebnissen berücksichtigen kann und die weniger spam-anfällig sind. Immerhin können Sternchenbewertungen leicht verfälscht und Rezensionen gekauft werden. – Oder ist Ihnen noch nicht die Zunahme an Bewertungen in den Rändern des Spektrums aufgefallen. Egal ob Apps, Blogbeiträge oder Amazon-Bewertungen. Die Mitte fehlt immer öfter, während sich die Kommentare auf die Peripherie konzentrieren. – Auf beiden Seiten.

Qualitätsmaßnahmen und SEO 2.0

Durch die angekündigten Neuerungen wird der Druck auf kurzfristig angelegte SEO-Strategien und Black-Hat SEO in der Branche weiter zunehmen. Die gerne noch benutzten Maßnahmen der versteckten Inhalte sind nervig für Nutzer und ein Störfaktor bei den Suchergebnissen. In Zukunft wird qualitativ hochwertiges und vor allem auf mehrere Bereiche ausgelegtes SEO daher noch wichtiger werden, um nicht kurzfristig von einer Änderung betroffen zu sein. Eigentlich sollte die Online-Community durch Panda und Pinguin gelernt haben, dass nur durch nachhaltige Suchmaschinenoptimierung eine gute Positionierung erreicht werden kann.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Helen Schrader, Diplom-Geographin und ambitionierte Bloggerin in den Bereichen SEO und Online Marketing. Schwerpunktmäßig beschäftige ich mich mit E-Commerce, Social Media, internetgestützter Markt- und Meinungsforschung sowie kollaborativen Internetumgebungen.

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