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Google’s Hilfe für kleine Websites

Nachdem es nun die letzte Zeit ein wenig ruhiger war im Blog, konnte ich mir heute die Zeit nehmen, einen kleinen Beitrag zu schreiben. Grund ist eine mal wieder von Matt Cutts getätigte Aussage via Twitter, die besonders für kleine Webseitenbetreiber von Interesse sein könnte. Es geht nämlich um das manuelle Einreichen von kleinen Seiten, die nach eigener Meinung ein besseres Ranking verdienen.

Einen Vorschlag für eine gute Website unterbreiten

Der Tweet von Cutts und das passende Formular sind zwar wieder in den typischen Google-Oberflächlichkeiten verfasst, aber die Intention hinter dem Formular scheint deutlich. Kommen wir aber doch zunächst zu dem Tweet selbst, auf den SEO-United erst kürzlich aufmerksam gemacht hat.

 

Das besagte Formular findet sich in einem Google Drive Dokument und kann hier aufgerufen werden. Und wie schon einleitend geschrieben steht, handelt es sich bei dem Formular lediglich um Feedback der Nutzer zu qualitativ hochwertigen Seiten. Ob und wie mit den Informationen umgegangen wird, behält Google erst einmal für sich.

Das Kleingedruckte

Die genaue Definition von „kleiner“ Website bleibt Google also genauso schuldig, wie die Punkte, die erfüllt sein sollten um als qualitativ hochwertige Seite zu gelten. Es scheint also, dass Google in erster Linie auf der Jagd nach den Big Data ist. Passend hierzu wäre das parallel dazu veröffentlichte Video, in dem ebenfalls Matt Cutts verifiziert, dass Google etwa 5.000 Reconsideration Request Anfragen pro Woche bekommt.

Sicherlich hängen diese zwei Dinge nicht zusammen – und als jemand, der den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität kennt, würde ich dies auch niemals behaupten. Aber interessant ist es allemal, wenn man sich überlegt, wie viele Daten Google durch diese ganzen Anträge und Formulare in nächster Zeit noch gewinnen wird. – Und das ohne irgendeine Gegenleistung zu versprechen. Es wird einfach und allein auf das Vertrauen der Nutzer in den Service gesetzt.

Wer schlägt vor und was hat man davon

Der andere Punkt, den ich etwas kritisch betrachte ist der, dass ich mir jetzt schon vorstellen kann, wer in dieses Formular wohl Daten eingeben wird. Schließlich stolpert kein „normaler“ Internetnutzer über ein Formular von Google in dem Seiten vorgeschlagen werden können, die man selbst für besser erachtet. Es wird also vermutlich an den Webmastern selbst und findigen SEOs und Online-Strategen liegen, welche Seiten hier vorgeschlagen werden und welche nicht. Und da Eigenlob ja bekanntlich das schönste Lob ist, erschließt sich für mich der Sinn und Zweck solch eines Formulars, abgesehen von der Big Data Informationsgewinnung, noch nicht gänzlich.

Wer allerdings Lust hat, seine deutsche Seite in dem englischen Formular einzutragen. – Nur zu. Ich warte jedenfalls erst einmal etwas auf die Rückkopplungseffekte. Mögen sie positiver oder negativer Art sein. Google wird schon wissen, was man mit solchen Daten auswerten kann und wie sich diese auf den Algorithmus auswerten werden oder eben nicht.