Google-Strafen, Teil 2 – Wie erkenne ich Strafen?

Google-Strafen, Teil 2 – Wie erkenne ich Strafen?

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Im ersten Teil berichteten wir über mögliche Strafen, die Google unter gewissen Umständen verhängen kann. Im zweiten Teil dieser kleinen Serie zum Thema „Google und der Strafenkatalog“ soll es in den folgenden Abschnitten um Testverfahren gehen, die herauszufinden helfen sollen, ob Google Strafen verhängt hat. Darüber hinaus sollen die Tests erkennen lassen, mit welcher Google-Strafe man es eigentlich genau zu tun hat.

Aufgrund der Tatsache, dass die Abwertung des PageRanks im Grunde das eigentliche Ranking in den Google-Suchergebnissen nicht negativ beeinflusst, verzichten wir auf diese Strafe im weiteren Verlauf. Außerdem ist ein Test im eigentlichen Sinne zur Erkennung dieser PageRank-Strafe gar nicht nötig.
Statt wie bisher die Einteilung von leichten bis zu schweren Google-Strafen sukzessive aufzubauen, starten wir dieses Mal bei der schwersten Suchmaschinen-Strafe und arbeiten uns zur „harmlosesten“ vor. So lässt sich mittels Ausschlussverfahren schnell erkennen, welche Strafe von Google aller Wahrscheinlichkeit nach verhängt wurde.

Wie erkenne ich ein Delisting?
Mit der ergebnislosen Anfrage „site:domain.tld“ muss nicht zwingend ein Delisting durch Google einhergehen. Auch dann nicht, wenn die gesuchte Domain im Index der Suchmaschine nicht zu finden ist. Denn im Falle gerade erst aktivierter Domains kann es durchaus etwas Zeit in Anspruch nehmen, bis die Webseite endgültig in den Google-Index integriert und somit im Listing angezeigt wird.
Ein weiterer Lösungsansatz für ein solches Index-Problem ist die Verwendung von Inhalten auf unterschiedlichen Domains. So besteht die Möglichkeit, dass Google in der Anzeige auf eine der anderen Domains zugreift. Das Definieren einer Standarddomain kann Abhilfe schaffen, nachdem geprüft wurde, ob eventuell zusätzliche Domains involviert sind.
Können diese möglichen Beeinträchtigungen jedoch ausgeschlossen werden, und ist die Webseite ausreichend häufig verlinkt, ohne dass die Domain im Index gelistet wird, müssen Maßnahmen ergriffen werden. So sollte der Betreiber die Internetseite schnellstens von Spam befreien und anschließend einen so genannten „Reinclusion-Antrag“ (also einen Antrag auf Wiederaufnahme) in die Google Webmaster-Tools in Angriff nehmen.

Erkennen von Rückstufungsmaßnahmen für eine Webseite
Das nächste Instrument für Seiten-Betreiber ist die gezielte Suche nach Seiten- bzw. Domainnamen. In den Suchergebnissen sollte hier normalerweise zunächst die Domain selbst in den Ergebnislisten für die Nutzer angezeigt werden, immer öfter in Verbindung mit bestimmten Sitelinks. Sollte dies nach Eingabe der Daten in die Google-Suchmaske nicht zu beobachten sein, dürfen sich die Betreiber einer Website durchaus berechtigte Sorgen machen. Denn aller Wahrscheinlichkeit nach hat Google eine Strafe verhängt. Um auf Nummer Sicher zu gehen, kann ein weiterer Schritt Gewissheit bringen: Mit der kombinierten Eingabe verschiedener Keywords – die offensichtlich nicht hart auf dem SEO-Markt umkämpft und eher wenig genutzt sind – lässt sich die Vermutung bestätigen. Wird die Seite hier nicht erwartungsgemäß weit vorne in den Ergebnissen gelistet, verdichten sich die Strafen-Befürchtungen. Zusätzlich verstärken sich die Verdachtsmomente in Richtung Google-Penalty, wenn eine Seite nur noch auf den Plätzen ab 950 im Ranking anzutreffen ist oder im Ranking wenigstens um 30 oder gar 60 Positionen nachgegeben hat.

Zurückstufung von Keywords rechtzeitig erkennen
Bei dieser Strafe ist den Webseiten-Betreibern durch den Everflux ein rasches Erkennen der Keyword-Strafen oder eines aktiven Filters bei Google einmal mehr deutlich erschwert. Hinter dem Everflux verbirgt sich ein Zusammenspiel aus regelmäßigen Aktualisierungsprozessen in den Google-Ergebnislisten, den eingebundenen Quellen (zum Beispiel Google-News oder das Videoportal YouTube) und den Inhalten der zahlreichen Google-Datencenter. Ein sorgfältiges und regelmäßiges Keyword-Monitoring kann (wie bei der erwähnten Zurückstufung kompletter Seiten) hilfreich sein, um frühzeitig festzustellen, ob bei wichtigen Suchbegriffen möglicherweise innerhalb kürzester Zeit ein extrem hoher Verlust der Positionierung stattgefunden hat. Hier gilt erneut: Ist ein Abstieg um 30 oder gar 60 Plätze auf einmal im Ranking zu erkennen, oder findet sich die Webseite direkt am Ende der Suchmaschinen-Ergebnisse ein, liegt vermutlich eine Keyword-Zurückstufung vor. Eine Modifizierung der Keywords kann helfen, die Wirksamkeit solche Filter zu verringern.

Ein Abgleich der „realen“ Google-Resultate mit Suchanfragen aus den so genannten Google-Webmaster-Tools kann zusätzliche Strafen erkennen lassen. Wenn die verwendeten Keywords in den Tools auf den vorderen Plätzen liegen, in den „realen“ Ergebnislisten aber erst ganz am Ende auftauchen, sind die Sorgen berechtigt, dass eine Strafmaßnahme von Google gegen die Seite umgesetzt wurde.

Doch was, wenn am Ende dieser genannten Prüfungsvorgänge keine der Strafen für ein unerwartet schlechtes Ranking verantwortlich gemacht werden kann?! Dann wird es sich in den allermeisten Fällen um Auswirkungen des erwähnten Everflux handeln. Denn Schwankungen im Ranking sind innerhalb gewisser Größenordnungen vollkommen normal im Hause Google. Sie sind eine Folge von Backlink-Neubewertungen, veränderten Verlinkungs-Kriterien und vieler anderer Faktoren, die den Google-Algorithmus selbst für Experten so undurchschaubar und spannend machen.

Im letzten Teil der Serie wird es darum gehen, wie man Google-Penalties frühzeitig erkennt und ihnen entkommen kann.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Head of SEO der auf SEO spezialisierten Online-Marketing-Agentur SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Die Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und widme mich dem Laufsport.

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