Google+ – Ein Resümee nach 30 Tagen Testphase

Google+ – Ein Resümee nach 30 Tagen Testphase

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Am 28. Juni ging Google+ online und hat seitdem stetig an Nutzern gewonnen. Die Frage, ob Google+ ein ähnlicher Flop werden könnte wie Google Orkut, welches außerhalb Südamerikas kaum Nutzerzuwachs erlangen konnte, stellt sich schon nach kürzester Zeit nicht mehr. Denn obwohl dem Social Network derzeit nur per Einladung durch bereits angemeldete Personen beigetreten werden kann, konnten bereits 20 Mio. Nutzer weltweit in nur drei Wochen verzeichnet werden. Allein 400.000 Nutzer gibt es allein in Deutschland.

Auf die Funktionen von Google+ wurde seit dem Start ausgiebig eingegangen – besonders im Vergleich zum großen Konkurrenten Facebook. Auf jeden Fall erwähnenswert sind die „Circles“, in der deutschen Version „Kreise“ genannt. In diese können Personen, die man über Google+ verfolgen möchte, einsortiert werden. Das geht auch, wenn der Kontakt nicht gegenseitig ist. Hier ist der Nutzer frei, ob er diese Personen in einen Kreis oder gleich mehrere hineinsteckt – z. B. wenn der Arbeitskollege gleichzeitig auch im gleichen Tennisclub ist. Über die Kreise lässt sich dann ganz einfach steuern, ob man die eigenen Nachrichten nur ausgewählten Personen, einzelnen oder mehreren Kreisen oder gleich ganz für die Öffentlichkeit zugänglich machen möchte. Es kann also ganz einfach festgelegt werden, welchen Personen man welche Inhalte zugänglich machen möchte – dies ist definitiv besser gelöst als bei Facebook, wo die Erstellung von Gruppen wesentlich umständlicher gestaltet ist und Freundschaften nur mit beidseitiger Zustimmung möglich sind.

Ebenfalls praktisch ist „Hangout“, hier können Videokonferenzen mit bis zu 10 Personen geführt werden. Auch Facebook hat eine Woche nach Google+ erst eine Videochat-Funktion via Skype zu den Möglichkeiten der Kontaktaufnahme eingeführt, Googles „Hangout“ ist jedoch so schön einfach zu bedienen, dass Facebook es schwer haben wird, dies zu überbieten.

Und nicht zuletzt ist die mögliche Integration der anderen Google-Produkte ein unschlagbares Plus. Auf dem eigenen Stream erscheinen die +1-Bewertungen, die man anderswo im Web abgegeben hat; die Verknüpfung mit Google Mail, Docs, Picasa oder YouTube könnte einfacher nicht sein. Hier profitiert der Nutzer davon, dass alle Angebote aus einer Hand kommen und nicht erst miteinander bekannt gemacht werden müssen.

Google+ bietet definitiv eine Menge Möglichkeiten – besonders für den Business-Bereich. Während bei Facebook immer mehr eine Verlagerung in den privaten Bereich festzustellen ist, so Ibrahim Evsan von der Video-Plattform Sevenload, können die Möglichkeiten, die Google+ durch die große Zahl der Google Produkte bietet, sehr gut für kommerzielle Zwecke genutzt werden. Das einzige Problem bleibt hier jedoch zu nächst: Google+ erlaubt keine Profile für Unternehmen, lediglich Einzelpersonen dürfen sich laut den Nutzungsbedingungen ein Profil anlegen – mit Spitznamen und Synonymen oder unter Firmenbezeichnungen angelegte Profile fielen bereits der Sperrung durch Google zum Opfer. Somit ist es gerade für diese wichtige Zielgruppe derzeit noch schwer, das Netzwerk zu nutzen. Google hat jedoch nach starker Kritik angekündigt, an diesem Problem zu arbeiten.

Wir werden die Veränderungen um das neue soziale Netzwerk natürlich genau im Auge behalten. Diese Woche wurde bekannt, dass Google Software zur Gesichtserkennung eingekauft hat. Diesbezüglich sind also sicherlich Neuerungen für Google+ bzw. Picasa zu erwarten. Auch in Sachen Social Media Marketing geht es gerade erst los – wir sind gespannt und bleiben natürlich für Sie am Ball!

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Inhaber von SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Privat beschäftige ich mich intensiv mit meiner Familie, dem Laufsport und dem funktionellen Training.

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