Geschichten erzählen mit Twine – Content einmal anders

Geschichten erzählen mit Twine – Content einmal anders

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Durch Zufall habe ich am Wochenende das Text Adventure Tool von Twine entdeckt. OK, Felicia Day hat es entdeckt und dieses kleine aber feine Tool ihren knapp zwei Millionen Twitter Followern empfohlen. – Das Ergebnis ist aber dasselbe. Wenn man schon die ganze Zeit von Content spricht, dann kann man sich auch direkt an der guten alten Zeit orientieren. Immerhin bin ich in der Zeit der Commodore, Amigas und Ataris aufgewachsen. Daher sind Text Adventure Games für mich nichts Neues. Bislang konnte ich sie nur nicht erstellen, sondern lediglich spielen. Dies scheint dank der GUI von Twine nun aber vorbei zu sein.

Was ist Twine?

Mit Twine lassen sich interaktive Geschichten erzählen, die genau so funktionieren wie die Spiele der alten PC-Generation. – Nur spielt man sie eben nicht mehr stationär von der „geliehenen“ Diskette des Nachbarn, sondern man greift „den Troll mit dem Schwert“ (Zork) direkt im Internet an. Es handelt sich bei Twine also um ein autorenbasiertes entscheidungsbasiertes Textadventure für jedermann.

Twine Story

Die Idee stammt von Chris Klimas, während die Entwicklung auf Basis der TiddlyWiki Technologie von Jeremy Ruston durchgeführt wurde. Dabei orientiert sich Twine am Aufbau der allerersten, rein textbasierten Spiele, macht aber natürlich von der neueren Entwicklung namens „Maus“ Gebrauch. Ganz im Stile der Zork oder dem ersten Spiel dieser Art überhaupt (Adventure/ADVENT/Collossal Cave von William Crowther und Dan Woods) befindet man sich vom Start weg in der interaktiven Fiktion, welche man mehr oder weniger selbst beeinflussen kann.

Was hat Twine mit SEO zu tun?

Gemeinhin vielleicht nichts. Es hat aber sehr wohl mit Content, also Inhalten zu tun. Immerhin wird die Phrase „Geschichten erzählen, die den Nutzer interessieren“ momentan vielleicht etwas überproportional benutzt, während eine genaue Definition nur schwer vorzunehmen ist. Daher war ich von Twine direkt begeistert. Denn je mehr man sich mit den Möglichkeiten und schon vorhandenen „Produkten“ beschäftigt, desto mehr sieht man, dass Twine mehr kann als lediglich alte Zeiten aufleben zu lassen. Die Definition von „Spiel“ oder „Game“ ist daher in diesem Zusammenhang auch nur noch bedingt möglich. So erzählt diese Geschichte zum Beispiel von der Beziehung einer Mutter zu ihrem schizophrenen Sohn, während viele, viele andere der bereits hochgeladenen Erzählungen wiederum eher in die Richtung der alten Textadventures gehen.

Twine ist daher eine gute Möglichkeit, sowohl das Schreiben zu trainieren als auch Seitenbesucher einzubinden. – SEO 2.0 eben, wenn man so will. Immerhin hat man erst Mitte März gemerkt, wie sich ein Text-Update des Google Algorithmus (Panda 25) auf die Sichtbarkeit von Seiten auswirken kann.

Warum sollte man also nicht einmal seiner Einbildungskraft freien Lauf lassen und seine visuellen Gedanken zu Papier bringen. Die Funktionsweise ist mehr als bedienungsfreundlich und sicherlich lässt sich mit etwas Erfindungsreichtum für jeden Shop, jede Domain und jede Firma ein Spiel erdenken, welches sich mit den eigenen Produkten verträgt. Immerhin bewegt sich der Spieler aufgrund von Wahlmöglichkeiten relativ frei durch den (interaktiven) Raum.

Wie funktioniert Twine?

Sehr einfach. Es gibt zum einen sehr anschauliche Beschreibungen im Internet, wie etwa die auf Auntiepixelantie.com oder auf dem TwineHub direkt und zum anderen gibt es drei Punkte, warum man es ausprobieren sollte:

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Hinzu kommt in den meisten Fällen das sehenswerte Endergebnis. Und selbst, wenn Ihr Spiel nur halb so spannend und interessant ist wie dieses hier, dann haben Sie sicherlich Mehrwerte für Ihre Besucher geschaffen, von denen die meisten Seitenbesitzer nur träumen können.

Außerdem bekommt man von den Twine Fans selbst die meiste Unterstützung. Neben den bereits genannten technischen, gibt es nämlich auch visuelle Hilfestellungen für das „Twine-versum“.

Twine

Sie sehen also, einem entspannten Wochenende steht nichts mehr im Wege. Ohne großes Warmlaufen können Sie mit Twine Ihr eigenes textbasiertes Adventure Game entwickeln oder die neue Sommerkollektion Ihres Shops vorstellen. Sie müssen nur Ihrer kreativen Ader ein wenig freien Lauf lassen.

Welche Möglichkeiten sich noch bieten?

Sicherlich noch einige. Sowohl für die Gamer als auch den ambitionierten Redakteur. Bei der Recherche wurde immer wieder gesagt, dass Twine natürlich nicht den „typischen“ Gamer ansprechen wird. Dieser ist jung, männlich und ein Grafikjunkie. Zumindest, wenn es nach der Marktforschung geht. Aber muss dies ein Problem sein? Immerhin heißt es in Zeiten der Big Data auch, dass man zielgruppenorientiert arbeiten sollte. Und seien wir mal ehrlich, wer hat keine Kunden in der Altersklasse der, sagen wir mal 25 bis 65-jährigen. – Also der Generation, bzw. den Generationen, die sicherlich irgendwann einmal einen Commodore, Atari und/oder Amiga bei sich hatten.

Außerdem darf man nicht vergessen, dass Twine noch eine sehr junge Erfindung ist. Allerdings eine, die den derzeitigen Trend der qualitativen Inhaltserstellung durchaus spielerisch unterstützen kann.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Helen Schrader, Diplom-Geographin und ambitionierte Bloggerin in den Bereichen SEO und Online Marketing. Schwerpunktmäßig beschäftige ich mich mit E-Commerce, Social Media, internetgestützter Markt- und Meinungsforschung sowie kollaborativen Internetumgebungen.

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