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Fünf Schritte zur Mobile Marketing Optimierung

Heute soll einmal genauer auf den Mobile Trend eingegangen werden. Mehr als jeder zweite User geht mehrmals täglich mit seinem Smartphone ins Internet. Grund genug sich etwas mit der Optimierung dieses Marketingkanals zu beschäftigen.

1. Mobile ist nicht gleich Internet

Um den Geschäftsauftritt im mobilen Netz zu optimieren sollte man sich zunächst einmal genau überlegen in welche Richtung man hierbei tendiert. Neben der Möglichkeit eine eigene Shop-App zu entwickeln sollte man sich auch mit Alternativen beschäftigen. Schließlich ist der App Markt nicht unbedingt übersichtlich, erfordert relativ hohe Entwicklungskosten und er benötigt vor allem die Bereitschaft der User sich diese Apps (egal ob kostenpflichtig oder nicht) erst einmal herunterzuladen.

Alternativen zur App gibt es einige. Die Investierung in eine mobile Website bzw. browseroptimierte Landing Pages können hier einen beachtlichen Mehrwert für Ihre Seite schaffen. Nichts ist abschreckender bzw. führt häufiger zu Abbrüchen als unübersichtliche oder überladene Websiten mit langen Ladezeiten. Legen Sie Ihr Geld also nicht unbedingt nur in die Entwicklung von Apps. – Beschäftigen Sie sich stattdessen oder einfach einmal mit dem Unterschied zwischen iOS, Andorid und Symbian oder Blackberry.

2. Nutzen Sie den Mehrwert mobiler Funktionen

Mobile Endgeräte können in Ihre Marketingziele miteinbezogen werden. Nutzen Sie die zusätzlichen Features eines Smartphones beim Marketing. Egal ob QR-Codes, GPS-Daten oder die Handy-Kamera. Binden Sie den User ein in Ihre Marketingstrategie. Nutzen Sie die Unterschiede zwischen Mobile und Internet zu Ihren Gunsten und interagieren Sie mit potenziellen Nutzern Ihres Produktes.

Dies kann von zusätzlichen Entertainment-Angeboten (kurze Werbevideos, die sich der User unterwegs anschauen kann) über lokale Werbeplatzierungen („Wir sind nur eine Straße entfernt“) bis zu QR-Codes auf Plakaten und in Printanzeigen reichen.
Aber Vorsicht: Wichtig ist, dass der User einen Mehrwert in Ihren Angeboten sieht und auch ein Ergebnis bekommt. QR-Codes ohne Ziel oder Videos die sich nicht abspielen lassen sind mehr als ein Ärgernis für den Kunden. Sie sind eine Stärkung der direkten Konkurrenz.

3. Verbinden Sie Mobile und Social Media Strategien

Allein schon bei dem Zeitfaktor sind sich Mobile und Social Media recht ähnlich. Beide sind zeitsensibler als der allgemeinere Internetcontent. Banner oder Coupons werden gerne auf sozialen Netzwerken mit Freunden getauscht. Daher sollten sie unbedingt mit ihnen kompatibel sein und sich an die Nutzer dieser Plattformen richten.
Alle Aktionen sollten sich an dem Konsum- und Nutzungsverhalten orientieren und direkt erkennbar für den User von Relevanz seien. Auch hier sollten die Zauberwörter Geolokalisierung, Real-Time und Alltagstauglichkeit sein.

4. Ein einfaches „Like“ reicht nicht aus

Kommunizieren Sie mit den Nutzern. Was helfen Ihnen Tausende von „Like“- Bekundungen bei Facebook, wenn niemand darüber spricht? Schaffen Sie ein gemeinsames Erlebnis mit dem Konsumenten. Involvieren Sie Ihre Fans bei Entscheidungen oder Kampagnen und nutzen Sie eher die Mund-zu-Mund Propaganda Ihrer Kunden statt Ihnen nur das Ergebnis vor die Nase zu setzen. Haben Sie beispielsweise schon einmal eine Schnitzeljagd eingeladen um Ihn selbst das neue Produkt finden zu lassen? Oder wie wäre es einmal mit dem Aufruf für und der Veröffentlichung von Nutzer generierten Inhalten?

Sammeln Sie Informationen zu guten Kampagnen und gescheiterten Versuchen. Erstellen Sie so einfach eine Hitliste und fragen Sie die User selbst was sie als nächstes möchten. Beziehungsmanagement hilft Ihnen dabei Ihre Kunden besser kennen zu lernen und gleichzeitig können folgende Werbemaßnahmen einfacher und vor allem preissensibler durchgeführt werden.

5. Wer sind denn eigentlich Ihre Kunden?

Das erstellen einer Zielgruppe allein reicht beim mobilen Marketing nicht aus. Zwar stecken viele Untersuchungen zum Thema Mobile noch in den Kinderschuhen, aber beschäftigen Sie sich mit den aktuellsten Marktdaten im Bereich der mobilen Nutzergruppen. Wer sind sie? Wie viel verdienen Sie? Wann sind sie online? Was spricht sie am ehesten an?

Online gibt es zur Kampagnenauswertung diverse Tracking Dienste, die Ihnen hierbei behilflich sein können (u.a. www.twentyfeet.com, www.buzzrank.de). Die Meinung zu Ihrem Unternehmen lässt sich zum Beispiel durch www.reputation-control.de oder www.reputeer.de überprüfen.
Es gibt aber auch jede Menge Unternehmen und Studien die sich ausschließlich mit dem Social Media Thema beschäftigen. Als Beispiel seien hier nur einmal die Seiten www.marktforschung.de und www.tnsglobal.com genannt. Erstere zeigt Ihnen alle Firmen in Deutschland, die sich mit dem Thema Marktforschung auseinandersetzen und letztere hat einen eigenen Internetauftritt zum Thema Mobile Life.

Auch wenn diese fünf Punkte aus Ihrer mobilen Marketing Strategie keinen Selbstläufer machen, so gibt es doch einige wichtige Punkte, die Ihnen bewusst sein sollten bevor Sie sich auf diesen Vertriebskanale konzentrieren. Am Ende sparen Sie nicht nur jede Menge Geld sondern auch noch Nerven und Zeit.

Quellen:

media spectrum Strategien für Kommunikation und Media. Nr. (7).2012. S. 32/33.
Marketing Review St. Gallen. Ausgabe 04/2012. S. 16ff.
t3n Open.Web.Business. Heft 27, 2. Quartal 2012. S.41ff.