„Frühjahrsputz“ bei Google? Zentrale Erneuerungen mit dem Panda Update 3.3

„Frühjahrsputz“ bei Google? Zentrale Erneuerungen mit dem Panda Update 3.3

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Gleich im Februar dieses Jahres hat Google mit dem Panda Update 3.3 erneut umfangreiche Veränderung sowie Erneuerungen an seiner Suchmaschine vorgenommen. Der bisherige Such-Algorithmus wurde hierbei einer gründlichen Inspektion unterzogen und ist teilweise ganz neu ausgerichtet. Mittlerweile zeigen sich die Auswirkungen der weitreichenden „Reformen“ bei Google im alltäglichen E-Business. Die Erneuerungen sind gerade für den SEO-Bereich von besonderer Tragweite, betreffen sie doch zentrale Aspekte wie z. B. das Linkprofil oder die Seitenqualität.

Kurz gesagt: Zum einen bemüht sich Google weiterhin darum, hochwertige Inhalte sowie natürliche Linkprofile beim Seiten-Ranking zu bevorzugen. Zum anderen versucht das Unternehmen aber auch mehr Kontrolle über Seitenbetreiber auszuüben und weitere Informationen über deren „SEO-Verhalten“ zu sammeln. Wie viele frühere Maßnahmen ist auch das neueste Panda Update daher Gegenstand teils kontroverser Diskussionen. Hier haben wir die wichtigsten Veränderungen des Panda 3.3. Updates für Sie zusammengefasst:

Neubewertung von Verlinkungen und Webseiten: Natürliche Linkprofile sowie qualitativer Inhalt sind von Vorteil!

Im Rahmen seiner überarbeiteten Link Evaluation werden bei Google nun Verlinkungen bzw. Linkprofile noch einmal völlig neu bewertet und eingestuft. Künstlich wirkende Linkmuster sind hier definitiv von Nachteil, weisen diese doch zu sehr auf eine äußere Einflussnahme hin. Dazu hat das aktuelle Panda Update auch einen neuen „Verlinkungsschlüssel“ eingeführt. Hyperlinks, die sich allein auf relevante Keywords stützen, gelten für Google nun als Indikator für ein gesteuertes, per SEO geschaffenes Linkprofil. Was bislang also zügig zu den oberen Positionen im Ranking führte, kann sich nun schnell als Nachteil erweisen.

Mit einem möglichst natürlichen Linkmuster steht man also nach wie vor auf der sicheren Seite. Ebenfalls wichtig: Auch bei den Linktexten bzw. Anchortexten gilt es die richtige Balance zwischen Brand Links, Money Links, Compound Links u. ä. zu finden. Eine striktere Kontrolle des Linkaufbaus scheint somit eines der Hauptziele des Panda 3.3 Updates zu sein. Anfang März wendete sich Google diesbezüglich direkt an Kunden, die über ein Webmaster-Tools-Konto (kurz „WMT“) verfügen. In einer für viele Nutzer unerfreulichen Benachrichtigung bat der Internetkonzern darum, das eigene Linkprofil zu überprüfen und von künstlichen bzw. unnatürlichen Verlinkungen zu befreien. Da es sich um eine automatische Nachricht handelt, empfehlen Szenekenner diese zunächst zu ignorieren. Denn wer seine SEO-Maßnahmen selbst an die neuen Anforderungen anpasst, kann eine mögliche Abwertung durch Google leicht vorbeugen – ohne sich beim Konzern gewissermaßen „outen“ zu müssen. Es ist nämlich anzunehmen, dass Google automatisch auf Veränderungen an einer Seite reagiert, da diese ständig beobachtet und neu bewertet werden. „Positive“ Korrekturen – also solche, die den aktuellen Richtlinien entsprechen – können sich damit schnell auszahlen und zu einem verbesserten Ranking führen. Zudem hat Googles Einflussnahme auch gewisse Grenzen: Die Suchmaschine kann z. B. meistens nicht einsehen, auf welche Weise one way links entstanden sind, d. h ob diese nun kommerziell erstanden (z. B. Kaufe/Miete/Tausch) oder durch eigene Inhalte auf anderen Seiten gesetzt worden sind.

Auch die inhaltliche Qualität von Webseiten bleibt weiterhin ein zentraler Aspekt bei der Bewertung. In den bisherigen Updates der Panda-Reihe gerieten da vor allem Seiten in den Fokus, die nur eine unzureichende bis keine Balance zwischen tatsächlichem Inhalt und Werbeanzeigen vorweisen konnten. Mittlerweile spielen aber auch Aspekte wie die Textgestaltung bzw. Formatierung und die Häufigkeit von Keywords eine wichtige Rolle beim Ranking. Kann ein bestimmtes Projekt die neuen Anforderungen nicht erfüllen, zeigt sich dies jetzt schneller in einer entsprechenden „Einstufung“ durch Google.

Wider der „Keyword-Inflation“: Abwertung bei zu hoher Dichte gleicher Suchbegriffe!

Zudem gilt nun stärker als bisher: Weniger ist mehr! Denn Google zielt künftig darauf ab, die übermäßige Verwendung der immer selben Keywords zu unterbinden. Seiten, die etwa bei relativ wenig Inhalt auffällig oft den gleichen Schlüsselbegriff enthalten, werden daher schneller abgewertet als zuvor. Anscheinend verfolgt Google damit ein ganz bestimmtes Ziel: Nämlich die Einflussnahmen durch suboptimale SEO-Strategien langfristig unattraktiv zu machen. SEO-Konzepte, die bislang eine „Überkonzentration“ von Suchbegriffen (Stichwort: keyword stuffing) vermieden haben und auch sonst alle Anforderung der Suchmaschine berücksichtigen, können aber nach wie vor das Ranking der betreuten Seite positiv beeinflussen.

Das aktuelle Panda 3.3 Update bringt für SEO-Strategen eine Reihe von weiteren Herausforderungen mit sich. Es lohnt sich also, die weitere Entwicklung bei Google genau im Auge zu behalten und entsprechend zu reagieren. Panische und unüberlegte Kurzschlussreaktionen sind eher kontraproduktiv.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Head of SEO der auf SEO spezialisierten Online-Marketing-Agentur SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Die Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und widme mich dem Laufsport.

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