Erfolg durch Vielfalt: Strategische „Link Diversifizierung“ in der SEO

Erfolg durch Vielfalt: Strategische „Link Diversifizierung“ in der SEO

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Hyperlinks bilden die Infrastruktur des Internet und sind zugleich seine wohl wichtigste „Ressource“. Denn anhand des konkreten Einsatzes von digitalen Querverweisen in Webseiten bemessen Suchmaschinen wie Google, Bing etc. das Ranking von Suchergebnissen. Aspekte wie Anzahl und Qualität der Verlinkungen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Selbstredend gehören daher strategisch sinnvoll eingesetzte Links zu den wichtigsten Elementen erfolgreicher SEO-Konzepte, hängt hiervon doch im Wesentlichen die tatsächliche Platzierung eines Inhalts bei entsprechenden Suchanfragen ab. Ziel der Link Diversifizierung – also der Verteilung von eingehenden Links innerhalb eines Texts – ist es nun, ein möglichst natürlich wirkendes, vielseitiges Linkmuster zu erstellen.

Natürliche Linkprofile bevorzugt!

Solch „organische“ oder „natürliche“ Linkprofile werden von Google gefordert und ganz klar bevorzugt. Im Idealfall spiegeln sie nämlich den Wert und die Relevanz einer bestimmten Seite zu einem spezifischen Thema wieder. Einfach gesagt: Je öfter ein Inhalt verlinkt wird, desto relevanter und auch besser scheint er für das entsprechende Thema zu sein. Google verwendet zur Evaluation der Linkqualität verschiedene Faktoren: Inhalt einer Seite, sowie die Bewertung durch die User und andere Seitenbetreiber, in Form von Links zum entsprechenden Angebot. Diese Informationen reichen allerdings noch nicht aus, um fundierte Aussagen über das tatsächliche Ranking einer Seite machen zu können. Daneben müssen auch Aspekte wie die IP-, Class-C- sowie auch Domain-Popularität und auch noch andere Faktoren einbezogen werden, möchte man sich ein wirklich umfassendes Bild der Situation machen.

Außer der Quantität spielt vor allem auch die Qualität von Links eine wichtige Rolle, also die Art und Weise wie sie in einen Text eingebettet werden. Besonders Linktexte bzw. Ankertexte rücken hier in den Fokus. Diese lassen sich in verschiedene Typen einteilen, wie z.B. Brand-Links (der Linktext enthält den Markennamen), Keyword-Links (also Verlinkungen über die Schlüsselbegriffe), Compound-Links (Wortkombinationen unter Einbezug von Schlüsselwörtern) oder „random“ bzw. „sonstige“ Links, die weder die Marke noch ein Keyword beinhalten. Natürlich wirkende Linkprofile setzen sich typischerweise aus einem Mix all dieser Linktext/Ankertext-Kategorien zusammen. Eine zu monotone Verlinkungsstrategie fällt im Linkprofil schnell auf, wenn z.B. mehrheitlich Keyword-Links eingebunden werden. Die Verweise zu einer bestimmten Webseite wirken dann nicht mehr „natürlich“ sondern reflektieren eine zu starke Beeinflussung – und solche Angebote werden von Googles Algorithmen gefiltert. Wird eine zu starke Fokussierung der Linkverteilung auf einer Seite bzw. in einem Text deutlich, kann dies von der Suchmaschine unter Umständen negativ aufgenommen werden.

Mit Kreativität und Variation zum Ziel

Kreativität und Vielfalt sind bei der strategischen Einbettung von Links also eine wichtige Voraussetzung für erfolgreiche Maßnahmen im Linkaufbau. Ob nun Verbindungen zu unterschiedlichen Zielseiten geschaffen, No-Follow-Links gesetzt oder Verweise mit Anchor-Texten eingebunden werden – die sinnvolle Integration von Links sollte im Idealfall einem natürlichen Muster folgen. Eine kleine Fallstudie aus den USA hat z.B. gezeigt, dass bei einer Reihe namhafter Online-Shops Verlinkungen zu einem beachtlichen Anteil nur bei exakten Keywords (exact Match) oder zumindest Sätzen, in denen diese enthalten sind, eingebunden wurden. Es ist äußerst ratsam, dass der Anteil solcher Verlinkungen nicht sehr viel mehr als ein Drittel aller Querverweise ausmachen sollte. Anderenfalls läuft man schnell Gefahr, ein recht unnatürlich wirkendes Linkprofil aufzubauen. Online-Texte bieten grundsätzlich sehr viel Spielraum für die Einbettung von Links. Kluge SEO-Planer konzentrieren sich da nicht allein auf die relevanten Schlüsselbegriffe, sondern prüfen, was die Semantik des Inhalts an Möglichkeiten für passende Verlinkungen bietet: Welcher Satz oder welche Passage kann mit einem Verweis versehen werden? Welche anderen Formulierungen bieten sich neben den Keywords an? Die Einbindung von Querverweisen sollten sinnvoll mit der Ausgestaltung des Texts verknüpft werden, damit eine breite Auswahl der verfügbaren Linktypen eingestreut werden kann.

Wie viel Arbeit der Linkaufbau nun tatsächlich generiert, hängt oftmals ganz vom Einzelfall und der „Marktsituation“ um ein bestimmtes Schlüsselwort ab. Liegt ein besonders starker Wettbewerb um einen bestimmten Begriff vor, gestaltet sich die kreative Link Diversifizierung dementsprechend schwieriger. Die thematische Beziehung zwischen Linkquelle und Linkziel spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Meist empfiehlt es sich nach Anbietern mit attraktiven, relevanten Inhalten Ausschau zu halten. Von solch einer Zusammenarbeit können oft beide Seiten profitieren.

Fest steht: Links lassen sich sehr kreativ und vielseitig einsetzen. Genau dieses Potential gilt es bei einem erfolgreichen Linkaufbau auszunutzen, um natürliche Linkprofile zu erstellen. Letztlich kann das aber nur mit der richtigen Link Diversifizierung erreicht werden, d.h. der strategischen Verteilung möglichst variantenreicher Verlinkungen – nach Möglichkeit innerhalb eines Inhalts.

Das Wichtigste im Überblick:

Sinnvolle Linkpartnerschaften zu relevanten, kontext-verwandten Inhalten sollten auf- und ausgebaut werden, damit alle Beteiligten von potentiellen Synergien profitieren können!

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Head of SEO der auf SEO spezialisierten Online-Marketing-Agentur SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Die Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und widme mich dem Laufsport.

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