Ein bisschen Social Media

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Der medial getriebene Hype um die Sozialen Netzwerke ist in Deutschland weiterhin sehr präsent. Dennoch können sich kleine und mittelständische Betriebe nur wenig dafür begeistern. Die Ergebnisse der Studie „Mittelstand und Werbung“ im Auftrag von telegate AG zeigen aktuell auf, dass die Verwendung von Facebook, Twitter und Co. bei KMU weiterhin auf einem niedrigen Niveau bleibt. Obwohl 2011 immerhin 30 Prozent der befragten Unternehmen angaben, dass Soziale Netzwerke an Bedeutung gewinnen würden, stagniert die Nutzung.

An Vorbildern mangelt es nicht

Die großen Marken machen es vor: sie posten, twittern und schreiben Blogbeiträge, sammeln am laufenden Band „Gefällt mir“-Angaben für ihre Seiten und generieren Likes, Shares und Kommentare. Sie leisten sich die Beratung durch Agenturen, stellen Social-Media-Manager ein und verteilen beträchtliche Summen in ihre Media-Budgets. Dass sich die Wirkung solcher Maßnahmen nicht zwingend in messbaren Verkaufszahlen niederschlägt, ist dabei mittlerweile den meisten bewusst.

Für die „Großen“ stellt sich die Frage einer Präsenz in sozialen Netzwerken also eigentlich nicht mehr wirklich. Für die Kunden und „Follower“ ist es selbstverständlich geworden, das Internet allgegenwärtig zu nutzen. Sie erwarten, bei Google und Facebook ihre Lieblingsgetränkemarke und den Technikhändler ihres Vertrauens zu finden. Auch ich selbst bin des Öfteren erstaunt, wie viele „Gefällt mir“-Angaben mein virtuelles Profil schon vergeben hat. Umso mehr fällt es auf, wenn man nach den Öffnungszeiten eines lokalen Geschäftes sucht und dann feststellt, dass der Laden noch nicht mal eine eigene Website hat.

Zugang zum Web 2.0 über Empfehlungsmarketing

Für die kleinen und mittelständischen Unternehmen ist es also bislang überhaupt nicht selbstverständlich, „social“ zu sein. Mit 32 Prozent ist der Anteil der in sozialen Netzwerken registrierten Unternehmen 2012 genauso hoch – bzw. niedrig – wie 2011.

An der Beliebtheit der einzelnen Netzwerke liegt dies vermutlich nicht. Facebook wird von den Unternehmen am häufigsten genutzt, gefolgt von XING. Der Kurznachrichtendienst Twitter erfreut sich an einer steigenden Anzahl von Tweets von KMU. Dagegen liegt Google+ noch überhaupt nicht im Aufmerksamkeitsfeld der Unternehmen.

Auch wenn 32 Prozent der Unternehmen registriert sind, nutzen nur die Hälfte die sozialen Netzwerke auch beruflich. Damit steigt die berufliche Nutzung allmählich – immerhin um etwa 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Doch wieso verharrt dieser Wert auf einem so niedrigen Niveau? Haben die Unternehmen die Möglichkeiten und die Relevanz dieser Netzwerke noch nicht erkannt? Oder stufen sie eine soziale Online-Präsenz als unwichtig oder gar zu aufwendig ein?

Die Studie gibt eine mögliche Erklärung ab: Die deutschen KMU finden einen Zugang zu den Möglichkeiten des Web 2.0 eher über das schon länger etablierte Instrument der Bewertungen. Und damit liegen sie nicht falsch, denn Kundenmeinungen und -bewertungen sind zwischenzeitlich nicht mehr aus dem Internet wegzudenken. Das liegt auch daran, dass sich überwiegend positive Bewertungen im Netz sammeln. Lediglich 9 Prozent der deutschen KMU haben Einträge neutraler oder negativer Natur.

Die eigenen Suchergebnisse erkunden

Kundenbewertungen sind also durchaus in der Praxis der Unternehmen angekommen. Rund 41 Prozent der in der Studie befragten KMU wissen von einer Online-Bewertung über das eigene Unternehmen, das ist schon ein Drittel mehr als noch im Vorjahr. Dennoch scheint diese Zahl ausbaufähig zu sein – vielleicht sollten sich kleinere und mittelständische Unternehmen mal ein paar Minuten Zeit nehmen, um sich selber zu googeln. Denn immerhin sehen 90 Prozent Empfehlungen als wichtig für ihr Unternehmen.

Empfehlungsmarketing steht also aktuell ganz oben auf der Liste der Online-Aktivitäten.

Ohne Zweifel wird Social Media Marketing gehyped. Dennoch werden soziale Netzwerke die Markenkommunikation nachhaltig verändern. Dass sich Empfehlungen auch über Plattformen wie Facebook und Twitter generieren lassen, müssen die KMU anscheinend erst noch erfahren.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Inhaber von SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Privat beschäftige ich mich intensiv mit meiner Familie, dem Laufsport und dem funktionellen Training.

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