Doppelte Inhalte – Nicht immer ein Fall von Content-Klau!

Doppelte Inhalte – Nicht immer ein Fall von Content-Klau!

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Der Begriff Duplicate Content geistert seit einiger Zeit durchs Internet und sorgt für permanent hektische Betriebsamkeit und ratlose Gesichter. Google will doppelte Einträge in der Liste vermeiden, um dem Nutzer ein brauchbares und übersichtliches Ergebnis zu liefern. Die Suchmaschine macht gleiche Wortfolgen und ähnliche Inhalte auf Webseiten ausfindig und sortiert die Ergebnisse nach einem festgelegten Muster. Das kann dazu führen, dass eine Seite im Ranking abrutscht, weil bereits eine andere Website mit diesem Inhalt existiert und bevorzugt wird. Mit Copyscape kann man relativ einfach überprüfen, ob irgendwer die Inhalte der eigenen Webseite geklaut hat. Doch nicht immer sind unzulässige Plagiate der Grund für Duplicate Content.

Unterseiten
Es kommt häufig vor, dass auf den Unterseiten einer Internetpräsenz gleiche Inhalte zu finden sind. Vielleicht tauchen auf 10 oder 20 Seiten identische News-Texte auf oder in der Randleiste befinden sich immer dieselben Kurzartikel zu bestimmten Themen. In Online Shops ähneln sich möglicherweise die Artikelbeschreibungen, sodass sich die Unterseiten kaum voneinander unterscheiden. Hier kann es obendrein schnell passieren, dass es bei banalen inhaltlichen Darstellungen enorm viele andere Seiten gibt, die ihre Produkte mit den gleichen Worten beschreiben. Achten Sie auf kreative Texte und wechselnde Inhalte!

Druckversionen
Selbst bei einmaligen Formulierungen kann man versehentlich eine Dublette erzeugen. Werden die Internetseiten als Druckversionen angeboten, findet die Suchmaschine automatisch zwei gleiche Texte. Wenn man Pech hat, verweist Google in der Ergebnisliste auf die Druckversion und nicht auf die Hauptseite. Der Besucher sieht also keine Navigation, kein Design und keine anderen Inhalte, sondern hat lediglich den reinen Text vor sich. Um das zu vermeiden, kann man die Druckversionen über die robots.txt für die Suchmaschine sperren.

Domains
Wenn mehrere Domains auf die gleiche Seite führen, kann das bewirken, dass Google Duplicate Content diagnostiziert. Hier ist es sinnvoll, sich eine Hauptdomain auszusuchen, der mit einem Rewrite-Code alle anderen möglichen Adressen zugewiesen werden. Nicht vergessen: Die meisten Adressen sind unter http://xyz.de und unter http://www.xyz.de erreichbar. Für eine der beiden Versionen sollte ebenfalls eine Umleitung erfolgen.

Forum
Je nach Forum-Software kann es sein, dass die Suchmaschinen unzählige Seiten mit Beiträgen finden, deren Inhalte sich durch Zitate oder minderwertige Einträge gleichen. Um eine schlechte Einstufung der gesamten Homepage zu vermeiden, kann man auch hier in der robots.txt der Suchmaschine den Zugriff verweigern. Das bedeutet, dass die Forum-Seiten von den Spidern nicht indiziert und somit auch nicht bei Google berücksichtigt werden.

Blogs und RSS-Feeds
Wenn Inhalte einer Webseite zur Veröffentlichung angeboten werden, wie es bei Blogs oder RSS-Feeds der Fall ist, kann auch das zum Duplicate Content führen. Den Trackback-Links unter den Beiträgen kann man vorsichtshalber das Attribut „Nofollow“ zuweisen. Das verhindert, dass die Suchmaschine sie negativ bewertet. In Insiderkreisen gibt es allerdings einige Argumente gegen diese Möglichkeit, da dadurch Verbindungen zwischen den Websites unterbunden werden. Eine Alternative ist auch hier, die Crawler der Suchmaschine einfach zu blocken.

Content Management Systeme und Shops
Bei einigen Content Management Systemen und bei Onlineshops trägt die Programmierung zum Duplicate Content bei. Arbeitet die Software mit Session IDs speichert der Spider die gleiche Seite mehrmals, weil die Adressen jeweils mit der ID versehen sind und somit unterschiedlich benannt sind. Aus diesem Grund ist es besser, mit Cookies zu arbeiten, obwohl Google es mittlerweile so eingerichtet hat, dass die Parameter erkannt und zusammengefasst werden. Manche Content Management Systeme und Blogs arbeiten mit dynamischen Inhalten. Die gleichen Texte sind also über mehrere URLs erreichbar. Mit Sicht auf die Suchmaschine sind statische HTML-Seiten sinnvoller.

Fazit
Wie Google und die anderen Suchmaschinen nun genau aussieben und sortieren bleibt Spekulation. Dennoch sollte sich ein Webseitenbetreiber die Arbeit machen und alle bekannten, möglichen Gründe für ein schlechtes Ranking ausschließen. Wer sich mit Programmierungen und Codes nicht auskennt, sollte auf jeden Fall einen Fachmann zu Rate ziehen, um nicht aus Versehen die komplette Funktion der Seite zu zerschießen. Unverkennbar ist, dass die Einzigartigkeit einer Seite wichtig für die Platzierung auf der Ergebnisliste ist. Inhalte müssen gepflegt und ergänzt werden und es schadet erheblich, wenn man geklauten oder unbedeutenden Inhalt auf der Seite hat. Auch Links zu anderen Anbietern, die Duplicate Content auf der Webpage präsentieren, stehen einer guten Platzierung im Weg. Stellt man fest, dass eigene Texte geklaut wurden, kann man Google eine entsprechende Mitteilung schicken, die dann berücksichtigt wird.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Head of SEO der auf SEO spezialisierten Online-Marketing-Agentur SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Die Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und widme mich dem Laufsport.

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