Die Landing Page – Der erste Blick ist ausschlaggebend!

Die Landing Page – Der erste Blick ist ausschlaggebend!

Keinen Artikel mehr verpassen: Jetzt Newsletter abonnieren!

Auf der Suche nach einem bestimmten Produkt oder einer Dienstleistung öffnen Internetnutzer zahlreiche virtuelle „Türen“, um einen kurzen Blick dahinter zu werfen. Als Eingang dienen hier Werbebanner, Anzeigen oder auch einfach nur Links, die irgendwo empfohlen werden. Der potentielle Kunde entscheidet nach dem Mausklick innerhalb von Sekunden, ob er die „Tür“ wieder zuschlägt, oder ob er eintritt und sich das Angebot genauer ansieht. Die Landing Page – die Seite, auf die eine Werbung verlinkt – muss einladend wirken, bestmöglich informieren und überzeugen. Das Internet ist ein extrem schnelles Medium, der Nutzer ist ungeduldig und die Auswahl riesig. Wer bei der Landing Page Fehler macht, der verliert den Besucher noch ehe er die Möglichkeit hat, sein Angebot zu unterbreiten. Welche Attribute muss eine Zielseite also haben, um aus einem Besucher einen Kunden zu machen?

Folgenschwere Fehler
Noch immer verlinken viele Anbieter ihre Werbeanzeigen mit der Startseite ihres Internetauftritts. Schließlich möchte man dem Besucher direkt darlegen, dass man eine breite Palette attraktiver Angebote bereithält. Doch was Kompetenz und Vielfalt demonstrieren soll, geht meist nach hinten los.

Ein Beispiel: Ein fachkundiger Sportangler ist auf der Suche nach einem Geschenk für den Vereinskollegen. Es soll eine Spinnrute zum Fang von Raubfischen sein. Er gibt die relevanten Begriffe in die Suchmaschine ein und entdeckt neben der Ergebnisliste eine Anzeige, die genau das gesuchte Produkt bewirbt. Er folgt dem Link und landet auf einer Intro-Seite, auf der ihm Flashanimationen in Form von hüpfenden Forellen für den Besuch danken. Eine nette Idee, aber ganz und gar nicht das, was der Sportangler sucht. Hat er endlich die „Intro abbrechen“ Funktion gefunden, öffnet sich eine Shopseite, auf der es vor Kategorien und Informationen nur so wimmelt. Spätestens jetzt gestaltet sich die Suche nach der neuen Angel aus seiner Sicht komplizierter als angenommen. Genervt wechselt er zurück auf die Ergebnisliste der Suchmaschine, um ein Angebot zu finden, bei dem er direkt ans Ziel gelangt.

Der Shopbesitzer seinerseits muss für den Klick des Sportanglers auf die Anzeige bezahlen. Die Rechnung geht nicht auf, wenn der Besucher aufgrund einer ungeeigneten Zielseite nicht zum Kunden wird.

Werbung und Landing Page müssen eine Einheit bilden
Der Kunde sucht ein bestimmtes Produkt – der Anbieter will ein Produkt verkaufen. Diese beiden Aussagen sollte man bei der Gestaltung einer Zielseite stets im Hinterkopf haben. Wer eine Angel sucht, der muss auch eine Angel bekommen und zwar direkt nach dem ersten Mausklick auf die Anzeige. Die Landing Page dient dazu, das beworbene Produkt genauer vorzustellen und dem Kunden die Hand zu reichen, um ihn an die richtige Stelle im Shop zu führen.

Wer mehrere Anzeigen für unterschiedliche Produkte schaltet, der sollte für jedes Angebot eine eigene Landing Page einrichten. Das Design kann sich hier am optischen Gesamtkonzept der Internetpräsenz orientieren. Der Inhalt sollte sich jedoch nur auf das Einzelprodukt konzentrieren. Alternativ zu vorgeschalteten Extraseiten kann man auch die Produktseiten im Shop als Landing Pages nutzen, wenn sie denn alle notwendigen Informationen enthalten.

Welche Infos braucht der Besucher?
Die Landing Page gleicht dem Verkaufsgespräch im Geschäft. Der Verbraucher fragt nach einem bestimmten Produkt und möchte genaue Auskünfte zum Umfang des Angebots und zum Preis. Anders als im realen Laden gibt es hier aber keine Möglichkeit zum Dialog. Alle denkbaren Fragen müssen vorausgesehen und beantwortet werden.

Bei Produktangeboten haben die Bilder auf der Zielseite eine große Bedeutung. Der Käufer kann den Artikel nicht in die Hand nehmen und von allen Seiten betrachten. Hier bieten sich unter Umständen Fotos mit Detail- und Rückansichten an. Der Preis ist selbstverständlich die wichtigste Information. Die ergänzende Beschreibung muss Lust auf das Produkt machen und die Vorzüge des Angebots herausstellen. Da Internetnutzer meist nur „Querlesen“, um Infos zu finden, dürfen Artikelbeschreibungen nicht zu lang sein.

Preisreduzierungen und Rabattaktionen sind Verkaufsargumente. Dennoch ist es wichtig, dass die Zielseite nicht durch aufdringliche Werbeslogans und blinkende Banner an Ramschkisten im Supermarkt erinnert. Der Gesamteindruck sollte seriös, informativ und nicht zu aufdringlich sein.

Bei Dienstleistungsangeboten liegt der Schwerpunkt der Zielseite auf dem Text. Generell sollte eine Schriftgröße ab 11 Punkten gewählt werden. Experimente mit ungewöhnlichen Schriftarten wirken oft unbeholfen. Besser sind die gängigen Fonts wie Verdana, Arial, Helvetica, Geneva, Times New Roman oder Courier. Ganz ohne Bilder kommt aber auch die Landing Page für eine Dienstleistung nicht aus. Fotos schaffen Atmosphäre und transportieren Botschaften. Sie sind eine ideale Ergänzung zum schmucklosen Textblock.

Schritt für Schritt zum Warenkorb
Hat die Zielseite den Besucher überzeugt, fehlt nur noch ein kleiner Schritt und die Investition in die Werbeanzeige hat sich gelohnt. Der Weg zum Warenkorb muss so einfach wie möglich sein. Mit einem Klick sollte der potentielle Käufer auf der richtigen Seite landen. Jetzt zählen die Infos zur Kaufabwicklung. Wie hoch sind die Versandkosten? Wie schnell wird der Artikel verschickt? Wie steht es mit dem Datenschutz? Welche Möglichkeiten der Bezahlung gibt es? Bestenfalls greifen die Punkte nahtlos ineinander und leiten automatisch durch den gesamten Bestellvorgang. Erst nach dem letzten Klick hat man es geschafft, aus einem flüchtigen Besucher einen Kunden zu machen.

Finanzielle Vorteile
Wer eine Anzeige schaltet, der darf sich bei den darauffolgenden Schritten nicht verstricken. Das Ziel muss gradlinig verfolgt werden. Das gilt für den Verkauf von Produkten, für Servicedienstleistungen, für Newsletter und für alle anderen erdenklichen Angebote. Ist der Besucher zum zufriedenen Kunden geworden, wird er wiederkommen und sich gerne in Ruhe umschauen. Bis dahin ist der Pfad „Anzeige-Zielseite-Warenkorb“ der effizienteste.

Eine durchdachte Zielseite hat darüber hinaus auch finanzielle Vorteile. Bei AdWords hängt der Preis für die Werbeanzeigen stark vom jeweiligen Quality Score ab. Google überprüft genau, ob die Landing Page auch das hält, was der Kurztext in der Anzeige verspricht. Relevante Informationen, Nutzerfreundlichkeit, Datenschutz und kreative Inhalte fließen in eine gute Bewertung ein. Wer den Nutzer in die Irre führt und auf eine Seite verlinkt, die nichts mit dem Werbetext zu tun hat, der muss tiefer in die Tasche greifen und kann davon ausgehen, dass seine Anzeige seltener geschaltet wird. Es gibt also zahlreiche Gründe, sich mit der Gestaltung der Landing Pages besondere Mühe zu geben.

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Bleibe auf dem Laufenden und erhalte neue Beiträge und Insights von SEOPT per E-Mail, kostenlos!

Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Inhaber von SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Privat beschäftige ich mich intensiv mit meiner Familie, dem Laufsport und dem funktionellen Training.

Weitere Artikel von Eren Kozik. Eren Kozik auf Google+. Eren Kozik auf Twitter.

Ähnliche Beiträge

Mafia, Macht und Manipulationen

Warum der Linkhandel nicht totzukriegen ist und Google Linkaufbau trotzdem begrüßt Der Stoff, aus dem der Linkaufbau gemacht ist, hat mit seinen Erfolgen und Niederlagen, […]

https

Von HTTP auf HTTPS ohne Rankingverlust

Umstellung von HTTP auf HTTPS – Alle Fragen, alle Antworten Bereits seit August 2014 ist die HTTPS-Verschlüsselung ein Rankingfaktor bei Google. Seitdem hat diese stetig […]


Keine Kommentare vorhanden

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*

Abonnieren Sie unseren kostenlosen E-Mail Newsletter ANMELDEN