Die Keyworddichte – Keywords um jeden Preis?

Die Keyworddichte – Keywords um jeden Preis?

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Keywords sind unbestritten die Basis für beinahe alle Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung. Wie oft sich jedoch die Suchbegriffe in einem Text wiederholen sollten, ist weniger eindeutig. Manche Agenturen arbeiten mit einer Keyworddichte von drei bis vier Prozent, andere legen die Zahl auf sieben bis neun Prozent fest. Feste Regeln und Garantien gibt es nicht, dennoch sprechen einige Argumente dafür, die Keyworddichte im Rahmen zu halten.

Internetseiten sind für Unternehmen Visitenkarte, Verkaufsraum und Infocenter zugleich. Die Inhalte müssen Ziele und Philosophien transportieren, Kompetenzen unterstreichen, Vertrauen schaffen und das Interesse des Besuchers wecken. Die Qualität der Texte ist hierbei ganz besonders wichtig, denn das geschriebene Wort ist neben den Bildern zunächst die einzige Kommunikationsmöglichkeit.

Wer beim Verfassen der Texte lediglich die Suchmaschine im Kopf hat, der denkt nicht weit genug. Zielgruppe ist immer der Besucher der Seite, denn wenn er direkt wieder verschwindet, weil die redaktionellen Inhalte unerträglich sind, dann ist nichts gewonnen.

Ständige Wiederholungen und wilde Satzzeichen

Bei einer Keyworddichte von vier Prozent wird das Suchwort in einem 300 Wörter langen Artikel 12 Mal wiederholt. Ein geschickter Profi-Texter findet hier zumeist noch einen Weg, den Suchbegriff unauffällig und wenig störend unterzubringen. Steigt die Keyworddichte auf neun Prozent, wird ein einziger Begriff in dem relativ kurzen Text schon 27 Mal wiederholt. Selbst der beste Autor kann dem Leser mit dieser Vorgabe nicht mehr gerecht werden.

Da Abwandlungen des Keywords – wie zum Beispiel die Ergänzung des „s“ im Genitiv oder im Plural – nicht zählen, kommen immer mehr Webmaster auf die Idee, überall Bindestriche oder Apostrophe zu setzen. Mitunter ergibt sich dadurch ein Bild, das sämtliche Rechtschreib- und Zeichensetzungsregeln außer Acht lässt. Gleichzeitig wird die Grammatik suchmaschinengerecht „verbogen“.

Beispiel (Keyword „Leser“): Die Leser und Leser’innen werden auf Webseiten mit un’leser’lichen Texten gequält und so wird des Leser’s Geduld schnell am Ende sein. Wer beim Schreiben das Interesse vom Leser nicht beachtet, hat bald garantiert keine Leser mehr, denn die Leser-Meinung unterscheidet sich erheblich von der Meinung der Suchmaschine.

Eine zu hohe Keyword-Dichte und das Experimentieren mit Grammatik und Zeichensetzung wirken absolut unseriös und sind kontraproduktiv. Versierte Internetnutzer erkennen in den krummen Texten vielleicht den Versuch, Google und Co zu „füttern“ und sind nachsichtig, der weitaus größte Teil der User hat jedoch noch nie etwas von der Suchmaschinenoptimierung gehört. Hier bleibt nur ein schlechter Eindruck zurück.

Fazit: Eine Keyword-Dichte von maximal vier Prozent ist ein angemessener Kompromiss. Hiermit wird die Suchmaschine ausreichend bedient und auch der Leser fühlt sich durch die Wortwiederholungen nicht zu sehr gestört.

Wortgruppen statt Keywords!

Ein professioneller SEO sucht nach langfristigen Lösungen für ein dauerhaft gutes Ranking, ohne die zahlreichen anderen Belange eines Unternehmens aus den Augen zu verlieren. Die reine Konzentration auf die Keywords führt hierbei sicher nicht zum Erfolg!

Angesichts der Tatsache, dass die latent semantische Suche auf dem Vormarsch ist, lohnen sich reine Wortwiederholungen ohnehin kaum mehr. Die Suchmaschinen stellen mehr und mehr thematische Zusammenhänge her und legen den Fokus auf Wortgruppen. In Zukunft wird sich die Optimierung nicht mehr auf einzelne Keywords, sondern auf ganze Themenbereiche konzentrieren.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Head of SEO der auf SEO spezialisierten Online-Marketing-Agentur SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Die Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und widme mich dem Laufsport.

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