Die Grundlagen der Online Shop Optimierung

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Metadaten

Seit fast 10 Jahren bin ich mit SEOPT im Bereich der Suchmaschinenoptimierung (damals hauptsächlich noch durch das „gute, alte SEO“, also Linkaufbau) tätig. Wie sehr sich das Geschäft der Suchmaschinenoptimierung seitdem verändert hat, kann man durch ein wenig Recherche in diesem Blog oder die Google Suche herausfinden. SEO ist komplizierter und vor allem komplexer geworden. Es genügt nicht mehr nur einen Kanal zu bedienen, sondern eine möglichst holistische und interdependente Lösung muss gefunden werden um nachhaltigen Erfolg im Online Business zu haben. Wer langfristige Erfolge in der Suchmaschinenoptimierung haben möchte und in den organischen Suchergebnissen stabil aufgestellt sein will, der muss heute wesentlich mehr leisten (oder leisten lassen) als noch vor wenigen Jahren.

Dennoch – und dies wird gerne vergessen – sind die Grundlagen in den letzten Jahren nahezu unverändert geblieben. Leider wird dies aber gerne vergessen, weshalb ich mich nun in mehreren Teilen eben diesen Grundlagen widmen möchte, damit Sie als Shopbetreiber selbstständig eine solide Grundlage aufbauen können, bevor Sie sich an eine Agentur für die komplexeren Schritte (beispielsweise Content Marketing, Social Media und YouTube Marketing oder die Rundumversorgung Ihres Shops) wenden sollten und vielleicht auch in der heutigen Zeit müssen.

Die Metadaten – eine oft unterschätzte Stellschraube der Suchmaschinenoptimierung

Anfangen möchte ich mit den wirklichen Basics, also Grundlagen, die Sie bei der Optimierung Ihres Online Shops beachten sollten. Gerade, wenn Sie einen Shop neu gründen oder vergrößern möchten, sollten Sie auf Ihre Meta-Daten (oder Kopfdaten) achten. Leider sind nämlich die Metadaten immer wieder ein Thema in meinen Beratungsleistungen, da diese oftmals nur sehr rudimentär ausgefüllt sind oder gänzlich vernachlässigt werden. Für mich ein absolutes No-Go, was ich nun aber genauer erläutern möchte.

Die Metadaten – Mehr als ein notwendiges Übel

Wie bereits von mir im – sich noch im Wachstum befindenden SEOPT-Wiki – beschrieben, werden als Metadaten meistens die <meta title> und <meta description> bezeichnet. Gemeinsam mit den <meta keywords> ergeben diese schließlich die Metadaten und werden somit in der Regel zu dem Ausschnitt, den Google bei den Suchergebnissen anzeigt. Dem so genannten Snippet.

Dadurch, dass die Metadaten eigentlich nur im Quelltext und nicht auf der Seite selbst sichtbar sind, werden diese gerne stiefmütterlich behandelt. Auch die Tatsache, dass die Meta Keywords gemeinhin ihren Status als Rankingsignal verloren haben (und das seit ca. 15 Jahren…), macht die Situation der Metadaten nicht unbedingt einfacher.

Leider wird nämlich das Schicksal der Meta Keywords allzu oft auf die anderen Meta Daten generalisiert angewendet und es kommt zu dem Trugschluss, dass Metadaten nicht für das Ranking hinzugezogen werden. Dabei heißt es in derselben Stellungnahme von Google, wie oben im „Status zum Rankingsignal“ verlinkt, dass:

„Google […]einige der anderen Meta-Tags [berücksichtigt].“

Welche dies neben dem Meta Title und der Meta Beschreibung noch sind, erklärt Matt Cutts von Google hier bzw. in diesem Video.

Womit wohl geklärt ist, dass es sich bei den Metadaten um ein doch nicht ganz so unwichtiges Produkt der Suchmaschinenoptimierung handelt.

Warum lohnt es sich Zeit zu investieren?

Wie auch in den Wiki-Artikeln aufgegriffen, sind die Metadaten in der Regel der erste Berührungspunkt der Nutzer mit Ihrem Shop. In den organischen Suchergebnissen berücksichtigt Google für gewöhnlich die Metadaten, sofern diese unique, also einzigartig und ordentlich gepflegt sind.

Dies bedeutet, dass Sie ohne große Umstände (schließlich sind die Metadaten nur wenige Wörter lang) und aufgrund Ihrer Kenntnisse zu den Produkten schnell ein Alleinstellungsmerkmal schaffen können, was Sie von anderen Shops abhebt – oder eben auch nicht.

Generell erlebe ich in meinem Tagesgeschäft nämlich immer wieder, dass eben diese Basics entweder gar nicht beachtet bzw. ausgefüllt sind oder aufgrund einer Default-Einstellung des Shop-Systems automatisch generiert werden. Somit passiert es immer wieder, dass meine Consultants und ich einen Großteil der Zeit mit Verbesserungen und der Beratung in Bezug auf ebendiese Grundlagen verbringen (müssen). Schließlich ziehen die rudimentär gefüllten und lustlos ausgefüllten Metadaten meistens einen ganzen „Rattenschwanz“ an Problemen nach sich.

Marke/Brand, CTR und Aufmerksamkeit

Wie ich bereits in meinem Artikel zum Phantom Update gemutmaßt habe, steigt die Bedeutung von Brands, also die Markenbekanntheit gegenwärtig stark im Online Business. Nutzer kaufen eher bei Marken, denen Sie Vertrauen und (Gott sei Dank) kaufen sie nun auch vermehrt nur noch nach einem Blick auf das Impressum. – Ein Klick, der Ihnen nebenbei im Anschluss der Lektüre dieses Textes auch bei der Suche nach einer SEO-Agentur helfen kann.

Je mehr Trust, also Vertrauen, ein Shop aufbauen kann, desto größer ist in der Regel auch die Markenbekanntheit. Schließlich berichten Käufer gerne davon, wenn Ihnen ein Produkt besonders gefallen hat. Je bekannter wiederum ein Shop ist, desto höher ist vermutlich die CTR, also die Click-Through-Rate, wenn es darum geht das passende Produkt nach einer Suche über Google zu kaufen.

Je mehr Informationen dem Nutzer durch die Metadaten zur Verfügung gestellt werden, desto wahrscheinlicher ist eben auch der Klick auf ebendieses Suchergebnis. Schließlich nutzen nur die wenigsten Nutzer Google für eine komplett redundante Suche, wenn sie „T-Shirt“ oder „Jeans“ eingeben. Den meisten Nutzern schwirrt zumindest schon eine Marke, eine Farbe, ein Stoff oder ein begleitendes Attribut („günstig“, „kaufen“, „batiken“) im Kopf herum, wenn sie sich an den PC bzw. immer öfter das Smartphone setzen und nach etwas suchen.

Unterstützen Sie daher diesen Prozess indem Sie antizipieren, was der Suchende wohl finden möchte, wenn er auf eine betreffende Shopseite kommt.

Zeit ist Geld, aber fehlende Klicks sind fehlende Umsätze

Gerne wird sich gegen eine Optimierung der Metadaten ausgesprochen, da diese nur geringe Umsätze suggerieren und andere „Baustellen“ meistens dringender erscheinen. Allerdings wird hier, meiner Meinung nach, viel zu oft der Verlust an Kaufkraft unterschätzt.

Natürlich scheint eine minderwertige Conversion-Rate im Warenkorb oder eine langsame Ladezeit dringender, aber wie ist es denn, wenn sich zwar die Conversion-Rate des Warenkorbs konstant auf niedrigem Niveau hält, aber auf einmal 80% statt nur 20% der Nutzer auf Ihren Shop klicken, wenn dieser in den Suchergebnissen angezeigt wird? Stellenweise kann der Klickanreiz durch optimierte Metadaten die Dinge ausgleichen, die weitaus arbeitsintensiver und somit zeitintensiver sind als das einmalige (!) bewusst getätigte Ausfüllen der Metadaten.

Gleichzeitig kommt es durch das Ausfüllen der Metadaten zu neuen Inhalten auf Ihren Seiten. Diese sind zwar minimal, können aber gerade Seiten neuen Schwung einhauchen, die ansonsten nur sehr selten aktualisiert werden. Wie oft fassen Sie zum Beispiel ein Produkt an, nachdem es einmal veröffentlicht wurde? Aktuelle Inhalte können gerade bei Seiten mit schwindenden Umsätzen zu einem neuen, nahezu unverhofften Push bei den Platzierungen in den Google Suchergebnissen führen. Testen Sie es einfach einmal aus und aktualisieren sie über ein paar Wochen wöchentlich oder sogar täglich Ihre Metadaten und füllen Sie diese vor allem mit Bedacht aus. Ich wette mit Ihnen, dass Sie diese Arbeit bei den Umsätzen schneller spüren werden als eine Verbesserung der Conversion-Rate von 20% auf 20,1%.

Mehr dazu dann aber in den kommenden Artikeln zu den Grundlagen der Online-Shop Optimierung, in denen wir sowohl die (falschen) Schlussfolgerungen als auch die mittlerweile überholten Sichtweisen der Suchmaschinenoptimierung ansprechen möchten. Schließlich ist es faszinierend, was man mit einigen Stunden Arbeit die Woche doch so erreichen kann, wenn man diese Arbeit mit bedacht und zielgerichtet tätigt.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Head of SEO der auf SEO spezialisierten Online-Marketing-Agentur SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Die Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und widme mich dem Laufsport.

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1 Kommentar

Crawl Budget: Google Crawler & die Online Shop Optimierung 9. August 2015 um 12:05

[…] Eren im letzten Monat auf die Grundlagen der Online Shop Optimierung am Beispiel der Meta Tags eingegangen ist, möchte ich mich heute mit dem so genannten Crawl Budget […]

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