Die erste Regel: Ihr verliert kein Wort…

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… über den (Senf-) Club. „Wie bitte?“ fragen sich jetzt vermutlich die meisten Leser? Was haben Tyler Durdens Worte aus Fight Club mit einem Senf gemeinsam? Und vor allem, was hat Social Media bzw. dieser Blog mit beidem zu tun?

Die Antwort auf diese Fragen lässt sich mit einem altbekannten Wegbegleiter beantworten: Facebook. Nachdem wie angekündigt immer öfter falsche Freunde bzw. falsche Accounts gelöscht werden, gibt es Firmen, die einen anderen Weg einschlagen. Brand Marketing durch elitäres Image und exklusiven Club-Charakter. Besonderes Aufsehen erlangte durch dieses alternative Vorgehen in den letzten Wochen die Firma Grey Poupon. Eine Senfmarke.

Interessenten müssen, bevor sie zur Gruppe zugelassen werden, eine Anmeldung ausfüllen. Erst dann haben sie Zugriff auf den elitären Kreis der Grey Poupon-Facebook-Fans oder der „Society of Good Taste“, wie sie sich selbst nennen. Gegenwärtig sind dies 36.424 Fans, von denen sich wiederum 3.408 mehr oder weniger regelmäßig an den Diskussionen beteiligen. – Versuchen Sie einmal eine Firmenseite auf Facebook zu finden, bei der sich 10% der Fans aktiv beteiligen. – Dies wird Sie vermutlich einiges an Zeit und Nerven kosten. – Zum Vergleich vielleicht ähnliche Produkte: Löwensenf hat 783 „Gefällt mir“ und 8 User, die darüber sprechen. Bei Kühne liegen das Verhältnis 19.128 zu 329 und bei Bautz’ner Senf sind es 331 gegenüber 4 Personen.

Die Idee von Grey Poupon scheint also aufzugehen. In den letzten fünf Jahren sind die Verkaufszahlen um 11% auf nunmehr 508 Millionen US-Dollar gestiegen und das auf einem recht gesättigten Markt. Wachstumspotenziale ergeben sich eigentlich, ähnlich vielleicht zur Bierbrauerei, nur noch durch Geschmacksvielfalt. Nur sind es in diesem Fall Honigsenf, Currysenf und Barbequesenf statt Dragonfruit- und Chilled Orange Flavors.

Die Marketing-Strategie scheint sich für Grey Poupon also zu lohnen. Ähnlich zu der Implementierung von Google+ suggeriert die Marke einen Exklusivcharakter, bei dem immerhin auch eine Ablehnung mit der nötigen Portion Humor gewürzt ist. So gibt es gekoppelt mit der Absage immerhin noch den Hinweis zu Büchern, die man sich zu Gemüte führen sollte oder öffentlich-rechtlichen Sendungen, die einen weiterbilden könnten.

Am Ende wird zwar nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird, da jeder „Bewerber“ bei seinem zweiten Antrag automatisch zur Gruppe zugelassen wird, aber die lustige Idee hat durchweg für eine positive Markenwahrnehmung gesorgt. – Ganz im Sinne des Markenslogans „Spread Good Taste“ hat die Gruppe seit Beginn der Maßnahmen einige Tausend Fans dazugewonnen.

Quellen

newsfeed.time.com/2012/09/17/are-you-sophisticated-enough-to-like-grey-poupon-on-facebook/
allfacebook.de/pages/du-kommst-hier-nicht-rein-grey-poupon-sucht-sich-seine-fans-aus/
nytimes.com/2012/09/12/business/media/grey-poupon-mustard-ups-the-ante-on-its-highbrow-image.html

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Head of SEO der auf SEO spezialisierten Online-Marketing-Agentur SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Die Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und widme mich dem Laufsport.

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