Das Ende von quick & easy SEO

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In den letzten Tagen liest man auf einschlägigen SEO-Seiten immer häufiger von Warnungen, die Google über Google Webmaster Tools verschickt. Diese informieren den Seitenbetreiber darüber, dass Google auf dessen Webseite SEO-Techniken identifiziert hat, die darauf ausgerichtet sein könnten, den PageRank zu manipulieren und die Seite in den Suchergebnissen von Google künstlich nach oben zu pushen.

Die Meldung ist standardisiert und enthält den folgenden Text:

Dear site owner or webmaster of http://www.beispielseite.de,

We’ve detected that some of your site’s pages may be using techniques that are outside Google’s Webmaster Guidelines.

Specifically, look for possibly artificial or unnatural links pointing to your site that could be intended to manipulate PageRank. Examples of unnatural linking could include buying links to pass PageRank or participating in link schemes.

We encourage you to make changes to your site so that it meets our quality guidelines. Once you’ve made these changes, please submit your site for reconsideration in Google’s search results.

If you find unnatural links to your site that you are unable to control or remove, please provide the details in your reconsideration request.

If you have any questions about how to resolve this issue, please see our Webmaster Help Forum for support.

Sincerely,

Google Search Quality Team

Es wird von Seitenbetreibern berichtet, die diese Meldung bekamen, ohne dass dies eine Herabstufung in den Suchergebnissen (kurz: SERPs) zur Folge hatte; andere berichten wiederum davon, dass das Ranking um einige Plätze nach unten bis hin zu mehreren Seiten nach hinten gerutscht ist. Es ist folglich unklar, welche Auswirkungen diese Warnung genau haben können, ebenso ist nicht klar, ob die aktuell zugenommene Versendung der Warnung etwas mit dem Panda Update 3.3 oder den angekündigten Änderungen am Algorithmus zu tun haben.

Falls Sie eine solche Meldung erhalten haben, ist eines allerdings sicher: Google hat Ihre Webseite entdeckt und es ist sicher nicht ratsam, dies zu ignorieren, wenn Sie nicht riskieren möchten, in den Rankings eventuell dauerhaft hart nach unten zu fallen. Was ist also zu tun?

Link-Netzwerke sind unerwünscht

Derzeit deutet alles darauf hin, dass ein Grund für die Warnungen der Einsatz von Link-Netzwerken ist. Google macht damit nun anscheinend endlich wahr, was lange angekündigt, aber bisher nicht wirklich umgesetzt werden konnte und daher von vielen nicht ernst genommen wurde: Google geht zukünftig strikt gegen Webseiten vor, die mit Link-Farmen – d.h. Netzen von Webseiten oder Blogs, welche ausschließlich darauf ausgelegt sind, Links mit den passenden Keywords in ansonsten inhaltslosen Texten zu platzieren und dadurch Ihre Positionierung in den Suchergebnislisten von Google nach kurzer Zeit nach oben pushen möchten.

Bei Erhalt einer entsprechenden Google-Warnung sollten die betroffenen Seiten daher auf entsprechende Links zu Linknetzwerken überprüft und diese ggf. entfernt werden. Ein Linknetzwerk identifiziert sich beispielsweise über Verlinkungen der Satellitenprojekte untereinander, Footprints, sowie die übermäßige Anzahl an Links aus dem Footerbereich, oder Blogrolls. Ebenso von Nachteil ist es, wenn alle Projekte aus einem Netzwerk den selben Google-Adsense-Code besitzen.

Keywords nicht überoptimieren

Ein weiteres Problem stellen überoptimierte Linktexte dar: Google scheint nun (besser) zu erkennen, wenn ausschließlich die gleichen Keywords verwendet werden – und diese dann häufig auch noch im Übermaß. Dies wird von Google (eigentlich schon immer) als nicht natürlich entstanden bewertet und damit vermutlich als negativ angesehen. Hier sollte zukünftig mehr Kreativität bei der Wahl der Linktexte eingesetzt werden. Vom Keyword Stuffing kann schon länger nur noch abgeraten werden, da sich der Einsatz dieser Maßnahme ebenfalls als negativ herausgestellt hat.

Hat eine „Abmahnung“ von Google auch ein schlechteres Ranking nach sich gezogen, sollte nach Entfernung aller Links, die von der Abmahnung betroffen sind, ein Antrag auf Neubewertung bei Google gestellt werden.

Quick & easy link building is over…

Auch wenn Sie keine Warnung von Google erhalten haben, ist klar: Die Zeiten, in denen man schnell und einfach Webseiten im Google-Ranking nach oben pushen konnte, indem man Links in Webseiten- oder Blog-Farmen platziert oder sogar bezahlt hat, sind ebenso vorbei wie die Auswahl und Verwendung von immer den gleichen Keywords. Google macht nun wahr, was lange angekündigt wurde und von dem man ausging, dass Google seine Ankündigung nicht umsetzen könne.

Google hat nun vermutlich übereinstimmende Linktexte/Keywords und Webseiten ohne Mehrwert als „Übeltäter“ ausgemacht, um Seitenbetreiber, die diese Maßnahmen nutzen, „abzumahnen“ und schlimmstenfalls auch zu bestrafen. Ein kompletter Ausschluß aus dem Suchindex ist bisher nicht bekannt. Der Einsatz von einer der beiden Maßnahmen wird zukünftig früher oder später wahrscheinlich eine „Abmahnung“ nach sich ziehen, bei Verwendung beider Maßnahmen ist dies sicher zu erwarten.

Es wird einmal mehr deutlich, dass SEO zukünftig noch schwieriger werden wird. Der Aufbau von seriösen und werthaltigen Links ist (nie einfach gewesen) nicht einfach; dies sollte jedoch nun erst recht nicht als Grund angesehen werden, um mit unseriösen Maßnahmen zu arbeiten. Webseiten-Betreiber sind auch zukünftig nur dann vor Googles Sanktionen sicher, wenn sie seriöse Maßnahmen betreiben, die langfristig und effektiv sind.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Head of SEO der auf SEO spezialisierten Online-Marketing-Agentur SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Die Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und widme mich dem Laufsport.

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