Das Disavow-Links Tool und Bad-Links

Das Disavow-Links Tool und Bad-Links

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Mittlerweile ist es gute zwei Wochen her, dass wir uns das erste Mal mit dem Google Disavow Tool beschäfgtigt haben http://www.seopt.de/links-ungueltig-erklaeren-lassen/. Mittlerweile erscheinen die ersten Berichte zur Umsetzung und selbst Google-Guru Matt Cutts höchstselbst hat sich per 10-Minuten Video http://www.youtube.com/share_popup?v=393nmCYFRtA über das neue Tool geäußert.

Zeit also, sich nun auch einmal mit der Neuerung zu beschäftigen, die zwar nicht dem Zoo entsprungen ist, aber durchaus eine ähnliche Wirkung auf die SEO-Horde haben kann:

Das Disavow-Tool

Nach Jahren des Linkaufbaus und der Black Hat SEO ist es spätestens durch das Penguin-Update dazu gekommen, dass ein allzu auffälliger Linkaufbau eher negative Auswirkungen hat als das er den betroffenen Seiten hilft. Statt Linkaufbau muss sich der geneigte SEO eher mit Worten wie Reconsideration Request (RR), Linklöschung und Bad-Links beschäftigen.

Meistens ist es möglich Links durch einen Anruf beim Webseitenbetreiber oder dem -Seitenbesitzer löschen zu lassen. Aber was kann man tun, wenn dies nicht funktioniert?

Was ist ein blauer Brief?

Bislang konnte man, zumindest wenn es Google betraf, gegen Bad-Links nicht viel unternehmen. Dies hat sich nun aber geändert: Mit dem Disavow-Tool ist es möglich eben diese schlechten Links selbst zu entfernen bzw. sie ungültig erklären zu lassen. Google weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass man nicht leichtfertig mit dem Tool umgehen soll. Diejenigen, die bereits einen „blauen Brief“ von Google http://googlewebmastercentral-de.blogspot.de/2012/10/links-fur-ungultig-erklaren-neues-tool.html bekommen haben, sollten sich schnellstens mit dem Disavow-Tool näher auseinandersetzen.

Wer von den Google Webmastertools manuell – mittels blauem Brief – darauf aufmerksam gemacht worden ist, dass es „unnatürliche Links“ auf der betriebenen Seite gibt, der sollte handeln. Die Nachricht wird verschickt, wenn Google meint, dass es sich bei den gesetzten Links um bezahlte Links, Linktausch oder Linkspam handelt.

Welche Links sind „schlecht“?

In den aktuellen Benachrichtigungen listet Google einige Beispiele von Bad-Links auf, damit gegen diese etwas unternommen werden kann. Dies sind, um einen Missbrauch zu verhindern, in den meisten Fällen jedoch nicht alle der „schlechten“ Links. Man sollte also nicht erwarten eine dezidierte Auflistung aller Bad-Links von Google zu erhalten.

Um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen empfiehlt Google alle URL-Varianten – ob mit oder ohne www. ist egal – des Links zu löschen (linkspam.de, linkspam.de/index, Linkspam.de/home usw.) bzw. über das Disavow-Tool zu melden.

Was muss ich machen?

Lediglich die schlechten Links über das Disavow-Tool zu melden reicht bei einer manuellen Strafe (Penalty) nicht. Laut Cutts-Aussage kann es Monate dauern, bis sich Google an die Auswertung der Daten macht und die Ergebnisse in seinen Algorithmus übernimmt.

Wer also von einer manuellen Penalty betroffen ist sollte sich daher unbedingt manuell um die Linkbeseitigung kümmern. Ein Reconsideration Request ist daher auch nur notwendig, wenn man bereits eine schriftliche Strafe von Google „aufgebrummt“ bekommen hat. Bei automatischen, algorithmischen Strafen (womit wir wieder beim Pinguin wären) kann es bereits reichen, das Disavow-Tool zu nutzen. – Hier ist ein manueller Linkabbau (vermutlich) nicht direkt notwendig.

Warum gibt es das Tool überhaupt?

Das wüssten wir auch gerne. Aber nein, so ist es nun auch nicht gemeint. Das Disavow-Tool ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Black Hat SEO wird hierdurch obsolet und Qualität setzt sich durch. SEOs, die sich eher in den Grau- bis Verbotszonen tummeln werden nun durch Google – vermutlich – schneller erkannt und die Webmaster können pro-aktiv die Qualität Ihrer Seiten erhalten indem Sie negative Links manuell entwerten können.

Worauf muss ich achten?

Das hängt davon ab, ob Sie ein „richtiger“ SEO sind. Dies soll jetzt keine Selbstbeweihräucherung sein, aber dem „Laien“ sollte auch bewusst sein, dass das Disavow-Tool kein Allheilmittel ist. Bevor man nun also als Webseitenbetreiber vorschnell mit den Webmastertools seine Domain-Historie entwertet sollte man sich Rat vom Experten holen.

Schließlich gibt es da ja auch noch nette Attribute wie <rel=“no follow“> mit denen sich der geneigte Hobby-SEOloge einmal beschäftigen sollte bevor er wie verrückt Abmahnungen an arme Blogger oder Foren verschickt. – Zitate wollen kenntlich gemacht werden und mit der <rel=“no follow“> Kennzeichnung müssen keine negativen Auswirkungen auf die eigenen Seiten befürchtet werden, da Google diesen nach eigenen Aussagen http://support.google.com/webmasters/bin/answer.py?hl=de&answer=96569 nicht folgt.

Was passiert mit den geleugneten Links?

Das wüssten wir auch gerne. Na ja, so ganz lapidar kann man das zwar nicht sagen, aber da das Werkzeug noch sehr neu ist, lassen sich natürlich noch keine langfristigen Entwicklungen bzw. Auswirkungen ableiten.

Bislang kann lediglich gesagt werden, dass Google die gewonnenen Daten noch nicht zur Verbesserung des Algorithmus benutzen möchte. Fakt ist aber auch, dass man Google Unmengen an Daten in die Hände spielt, wenn man das Disavow-Tool allzu exzessiv nutzt. Es bleibt also abzuwarten, wie sich das Tool bewährt.

Das schöne daran ist, dass hier und überall auf der Welt interessierte SEO-Profis sitzen, die schon jetzt darauf brennen Ihnen in der nahen Zukunft mehr über die Pro’s und Contra’s der Google Neuerungen liefern zu können.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Head of SEO der auf SEO spezialisierten Online-Marketing-Agentur SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Die Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und widme mich dem Laufsport.

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