Content Marketing: Wie geht das noch gleich?

Content Marketing: Wie geht das noch gleich?

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Content Marketing? Brauchen wir auch, ist wichtig!

So oder so ähnlich argumentieren immer mehr Unternehmer, die sich Gedanken über die richtige Werbestrategie machen. Und tatsächlich bietet Content Marketing gegenüber herkömmlicher Werbung ausgezeichnete Möglichkeiten. Man muss allerdings wissen, wie man sie nutzt. Wollen wir uns das Prinzip einmal – verteilt auf zwei Artikel – genauer ansehen.

Inhalt, Inhalt, Inhalt … Nutzen!

Content – da sage ich nun wirklich nichts Neues – steht für Inhalt. Dass der wichtig ist, braucht auch nicht weiter erläutert zu werden. Was genau dahinter steckt, ist aber der Rede wert, denn Inhalt bezieht sich nicht nur auf textliche Gestaltungen, sondern geht darüber hinaus. Auch Videos sind Inhalte, Bilder, Grafiken, Interviews und Audios. Sie in einer gelungenen Mischung anzuwenden, ist das Geheimnis des Content Marketings. Dabei geht es übrigens (noch) nicht ums Verkaufen, im Gegenteil! Es geht um Mehrwert, aus dem heraus sich die Umsätze dann im nächsten Schritt via Seeding (dazu mehr im zweiten Teil) generieren lassen. Ein Beispiel, passend zur Jahreszeit:

Was es noch gibt, sind ein Lexikon für Pilzsammler und eine kleine Ecke mit Videos. Jetzt stellen wir uns einen Menschen vor, der sich vorgenommen hat, Schwammerl zu sammeln. In der Schweiz heißen diese Dinger „Schwämmli“, im thüringisch-obersächsischen Dialekt werden sie „Schwämmel“ genannt, aber das nur am Rande. Schwammerl sind Pilzen nicht unähnlich und ausgesprochen lecker. Aber man muss beim Sammeln, der Zubereitung und dem Verzehr schon auf ein paar Dinge achten.

Unser Shopbetreiber ist in den Wald gegangen und hat ein Video gemacht. Es zeigt, wo man Schwammerl am besten findet, wie man sie behandelt, vor- und zubereitet. Das Video ist unterlegt mit ein wenig Musik und einer angenehmen Frauenstimme (es könnte natürlich auch eine Männerstimme sein), die wohlklingend und gut gelaunt den Film begleitet.

Seitdem der Shopbetreiber seine „Videoecke“ ins Leben gerufen hat, sind die Umsätze spürbar nach oben geschossen, fast wie Pilze aus dem Boden, um im Bild zu bleiben. Neben den auf seiner Website eingebundenen Videos finden diese sich übrigens auch auf dem YouTube-Kanal des Shopbetreibers. Außerdem postet er sie regelmäßig auf seiner Fan-Page auf Facebook und bei Google+.

Content Marketing bedeutet also, nicht auf direktem Wege auf steigende Umsätze abzuzielen, sondern Seitenbesuchern einen Mehrwert zu schaffen, im Zuge dessen Kaufentscheidungen fallen. Der Shopbetreiber für Pilzzubehör hat es richtig gemacht. Er hat Ratsuchenden eine Plattform geboten, wo ihnen geholfen wird. Die honorieren das, indem sie – wenn man sowieso schon mal da ist – nach dem Anschauen des Videos gleich ein bisschen stöbern und eine Menge schöner Sachen entdecken, die zu ihrem geplanten Pilzsammelausflug passen.

Punktlandung bei potenziellen Kunden

Was für den Shopbetreiber gilt, gilt selbstredend auch für andere Branchen und Angebote. Entscheidend ist der Treffer beim richtigen Thema. Und das ist auch der wesentliche Vorteil von Content Marketing gegenüber anderen Werbemaßnahmen. Die sind oft weit gestreut, was naturgemäß auch Streuverluste bedeutet. Unser beschriebenes Video sehen sich dagegen nur Leute an, die genau zu diesem Thema Informationen suchen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie vom Video zum Shop wechseln und dort etwas entdecken, das zu ihnen passt, ist also recht hoch.

Man darf dabei nicht vergessen, dass sage und schreibe 70 Prozent aller Kaufentscheidungen in der Phase des Informierens fallen. Das ist ein extrem hoher Wert, den man sich mit Content Marketing zunutze machen kann.

(Fast) alle lieben Katzenbilder

Wer „Content Marketing“ sagt, muss auch „soziale Netzwerke“ sagen, beides gehört zusammen. Videos und Bilder sind auf Facebook, Google & Co. besonders beliebt, was sich unter anderem in 1000-fach geteilten Bildern von niedlichen Katzen niederschlägt. Dieses Prinzip können sich Unternehmen zunutze machen. Das Teilen von Videos oder Bildern verspricht – wohlgemerkt: bei der richtigen Social Media-Strategie – ausgezeichnete Reichweiten und somit einen rasant steigenden Bekanntheitsgrad.

Zugegeben, die Zahl der Liebhaber von Katzenbildern ist im Laufe der Zeit wegen des Überangebots doch erheblich zurückgegangen. Aber vom grundlegenden Prinzip kann man dennoch profitieren. Dabei kommen auch themenfremde Bilder oder Videos gut an. Viele Unternehmen posten zum Freitagnachmittag einfach etwas Leichtes oder Lustiges und entlassen ihre Kunden ins verdiente Wochenende. Die Klick-, Like- und Kommentarraten sind auch bei solchen themenfremden Posting häufig sehr hoch. Weil die Nutzer darin keine (aufdringliche) Werbung sehen, sondern eine nette Geste. Das kann freilich die beste Werbung sein.

Im zweiten Teil unserer kleinen Serie wird es um konkrete Maßnahmen zur Zielgruppenansprache gehen, um die effektive Verbreitung und um die drei wichtigsten Punkte, die beim Content Marketing beachtet werden müssen.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Inhaber von SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Privat beschäftige ich mich intensiv mit meiner Familie, dem Laufsport und dem funktionellen Training.

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1 Kommentar

Content Marketing: Suchen. Finden. Schreiben. 29. Januar 2016 um 13:35

[…] zweiteiligen Serie haben wir die grundsätzliche Motivation besprochen, die sich hinter dem Begriff Content Marketing verbirgt. Jetzt wollen wir einmal ganz konkret an die Sache rangehen. Außerdem bin ich zum Schluss […]

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