Content: Gut versteckt ist halb verloren?

Content: Gut versteckt ist halb verloren?

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Da hat Uwe Tippmann ja etwas losgetreten (und nicht nur er). Am 18.11.2014 postete er auf Google+ folgende Meldung:

„update: content im ausklappbaren layer / container / div wird in der indexierung anders behandelt als sichtbarer content – +John Mueller hat im letzten hangout gesagt, wenn man sicher gehen will, dass der inhalt indexiert wird, sollte man den inhalt im sichtbaren bereich darstellen, da es immer problematisch ist, wenn nutzer aus der suche auf eine seite kommen und den gesuchten inhalt nicht direkt und gleich sichtbar auf der seite finden…“

Danach ging sofort die Diskussion darüber los, ob das wirklich wichtig ist, wie Betreiber von Websites damit umgehen sollen und ob es überhaupt stimmt. Auf Facebook schrieb Mario Fischer von Website Boosting, es sei doch eigentlich „egal, wie ’stark‘ Google versteckten Text nicht berücksichtigt.“ Er verstehe die ganze Debatte eh nicht, da es immer schon schlecht gewesen sei, „Text zu verstecken.“

Da ist etwas dran. Aber …

Wie viele Prozente entscheiden?

Gut, halten wir also fest, dass „versteckter“ Text von Google als nicht so wichtig angesehen wird wie „nicht versteckter“ Text. Was bedeutet das? Schwer zu sagen, denn um wie viele Prozentpunkte ein „versteckter“ Text in Googles Gunst sinkt, ist unklar. Außerdem lässt sich die berechtigte Frage stellen, warum überhaupt man Texte verstecken sollte? Wer will, dass sein Content wahrgenommen wird, platziert ihn dort, wo er leicht wahrgenommen wird. Alles andere ist für die Besucher einer Seite störend, denn niemand hat Lust, sich durch eine Website zu „wühlen“, bis er endlich den passenden Content findet. Alternativ: „Versteckter“ Text ist für Besucher einfach uninteressant!

Andererseits ist es zuweilen aus rein logistischen Gründen nötig, Text zu verstecken, wie gleich am Beispiel Wikipedia deutlich wird.

Versteckt? Gefunden!

Auch bei Abakus wurde diskutiert. Ein User machte darauf aufmerksam, dass Matt Cutts hinsichtlich „versteckter“ Texte das Gegenteil behaupte. Ich würde die Aussage in dem Video von Matt Cutts eher „relativieren“ nennen. Aber schaut Euch das Video einfach selbst an.

Zurück zum Forenbeitrag bei Abakus: Er nannte das Beispiel Wikipedia, und tatsächlich, der User beschrieb seine Sucheingabe bei Google (via Smartphone) und die angezeigten Ergebnisse. Ins Suchfeld tippte er „Labrador Erkrankungen“ ein und bekam prompt den passenden Wikipedia-Eintrag angezeigt. Der themenrelevante Text dazu war aber zunächst versteckt und zeigte sich erst nach ein paar weiteren Mausklicks. Mit anderen Worten: Auch dieser Text war – obwohl versteckt – indexiert.

Also, doch alles nur heiße Luft?

Ruhig Blut …

Wer seine Seite pflegt und dabei auf vernünftige Inhalte achtet, sollte sich meiner Meinung nach nicht all zu große Sorgen machen. Und (natürlich!) sollte man eine vernünftige Mischung aus SEO und Nutzerfreundlichkeit hinkriegen. Wer sehr komplexe oder umfangreiche Informationen auf seiner Seite verarbeiten muss, der tut gut daran, diese so zu strukturieren, dass die Seitenbesucher sich zurechtfinden. Um jeden Preis alle wichtigen Infos in einen nicht versteckten Text einzubauen, wird die Besucher womöglich vergraulen.

Sicher bewertet Google „versteckte“ Texte anders als „nicht versteckte“. Die Suchmaschine unterscheidet auch zwischen mobilen und nicht mobilen Aktivitäten. Dennoch ist das immer eine Frage der Handhabe. Ich muss meine Seite so aufbauen, dass der Besucher sich wohl fühlt und zurechtfindet. Ich muss darüber hinaus aufpassen, dass ich sie nicht so gestalte, dass bei Google die Alarmglocken schrillen. Wenn ich beides gewissenhaft angehe, wird schon nicht die Hölle über mich ‚reinbrechen. Es sei denn, Google denkt sich mal wieder etwas ganz Neues aus.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Head of SEO der auf SEO spezialisierten Online-Marketing-Agentur SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Die Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und widme mich dem Laufsport.

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