Canonical-Tag: Eine vielversprechende Maßnahme gegen Duplicate Content

Canonical-Tag: Eine vielversprechende Maßnahme gegen Duplicate Content

Keinen Artikel mehr verpassen: Jetzt Newsletter abonnieren!

Die Suchmaschinen-Giganten Google, Yahoo und Microsoft haben angeblich einen Weg gefunden, um die Problematik den internen Duplicate Content aus der Welt zu schaffen. Dieser Schritt schien notwendig zu sein. Zwar wird die Auswirkung zwei identischer Seiteninhalte oftmals überschätzt, dennoch kann es bei vielen Seitenbetreibern zu Schwierigkeiten führen. Problematisch ist in dieser Hinsicht, dass doppelte Seiteninhalte häufig unbeabsichtigt auftreten. Um ein Beispiel zu nennen:  Domains die mit „www“ und zugleich ohne „www“ abrufbar sind.
Beispiel: http://www.meine-internetseite.de/ und http://meine-internetseite.de/

Auch Startseiten, die unter zwei verschiedenen URLs abrufbar sind, führen zu doppeltem Inhalt.
Beispiel: http://www.meine-internetseite.de/ und http://meine-internetseite.de/startseite.html

Weitere Gefahren gehen von Dopplungen bei der Internationalisierung aus.
Beispiel: http://www.meine-internetseite.de/ und http://www.meine-internetseite.de/de/

Und zu guter Letzt können auch die Tracking-Parameter in URL zu doppelten Inhalten führen.
Beispiel: http://www.meine-internetseite.de/  und : http://www.meine-internetseite.de/?source=11

Anhand der obigen Beispiele lässt sich ganz einfach zeigen, wie schnell doppelte Inhalte generiert werden können. Google schien es lange nicht zu kümmern, denn man behauptete, es gäbe kein Duplicate Content Problem. Der vollen Wahrheit entsprach dies jedoch nicht. Zwar kann die Google Suchmaschine erkennen, wenn auf einer Webseite beispielsweise die beiden URLs http://www.meine-internetseite.de/ und http://meine-internetseite.de/startseite.html vorhanden sind, und in diesem Fall würden beide URLs als identische Seiten behandelt werden, doch es kann auch anders laufen. Sollte eine Domain z. B. sowohl mit „www“ als auch ohne „www“ existieren, gelten diese als zwei verschiedene Internetseiten. Google würde daher die Inhalte identifizieren, die Seiten zusammenfassen und schließlich eine der beiden URLs zum Stellvertreter wählen. Dieser wird dann in den Suchergebnislisten gelistet während die andere URL nicht indexiert wird.

Von großer Bedeutung sind dabei auch die zugewiesenen Gewichtungen. Die Gewichtung resultiert aus den internen und externen Links. Weil die Startseite dabei hervorsticht, wird ihr auch für gewöhnlich die meiste Gewichtung zugesprochen. Unterseiten hingegen haben in der Regel eine geringere Gewichtung. Sollten nun zwei identische Seiten wegen doppelten Inhalten zusammengefasst werden, werden die Gewichtungen beider Seiten dem Stellvertreter zugesprochen.

Es wäre doch schön, wenn man den Stellvertreter selber festlegen könnte

Was lange nur den Suchmaschinen selbst vorbehalten war, wird auch nun den Webmastern ermöglicht. Dank des eingeführten Canonical-Tag lässt sich manuell festlegen, welche Seite als Stellvertreter ernannt wird. Dazu ist im Head-Bereich einer Seite folgendes einzugeben:

<link rel=“canonical“ href=“richtige URL“ />

Prinzipiell ist die Einführung dieses Tags positiv zu bewerten. Zwar wird Duplicate Content letztendlich nicht verhindert und das Indexieren der doppelten Inhalte nimmt speziell bei großen Seiten immense Crawler-Kapazitäten ein, dafür aber lässt es sich nicht fehlerhaft einsetzen. Oft wird sogar der Ratschlag gegeben, den Tag vorsichtshalber auf allen Seiten anzuwenden. Das sollte jedoch keinesfalls darüber hinwegtäuschen, dass die beste Maßnahme noch immer darin liegt, Duplicate Content komplett zu vermeiden oder diese per 301-Umleitungen zu eliminieren.

Leider aber gestaltet es sich mit den 301-Umleitungen nicht immer ganz einfach. Sicherlich erscheint es wie die beste Lösung, wenn z. B. eine Anfrage für die URL www.meine-internetseite.de/startseite?irrelevanter_tracking_paramter=x einfach auf www.meine-internetseite.de/startseite weitergeleitet wird, doch leider kann dies auch mit Schwierigkeiten verbunden sein; speziell wenn auf der Webseite ein Tracking-Parameter ausgewertet werden muss. Die Folge wäre nämlich, dass ein Suchmaschinen-Crawler umgeleitet wird, während ein gewöhnlicher User die Internetseite mit dem Tracking-Parameter in der URL sehen würde. Dadurch würde eine Unterscheidung zwischen Seitenbesucher und Suchmaschinen-Crawler vorliegen, was gegen die Richtlinien der Suchmaschinen verstößt und somit schwerwiegende Konsequenzen hätte.

Glücklicherweise gibt es auch für dieses Problem Lösungen. Zunächst einmal ließen sich die Tracking-Parameter als Sprung-Marke übergeben, so dass JavaScript diesen Parameter auf der Seite auslesen würde, während eine Suchmaschine die Sprungmarke aus der URL entfernt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die URL mit Tracking Parameter für Suchmaschinen zu sperren.
Aber Achtung: Sollte ein externer Link auf die gesperrte Seite verweisen, hätte dies keine Auswirkung mehr auf die Link-Popularität der Webseite.

Der Sonderfall: Externer Duplicate Content
Der Canonical Tag löst nicht alle Probleme. Bei doppelten Inhalten auf einer Domain mag es hilfreich sein, bei externem Duplicate Content lässt es sich hingegen nicht anwenden. Somit bleibt ein großer Problemfall weiterhin ungelöst. Denn oftmals werden Inhalte auch auf anderen Internetseiten veröffentlicht, wodurch doppelter Content entsteht. Der Seitenbetreiber muss dann darauf hoffen, dass die Suchmaschine die indexierte Version auf der eigenen Webseite auswählt und in den Suchergebnissen listet.
Wenn man kein Risiko eingehen möchte, müsste man dafür sorgen, dass die Kopien lediglich auf die eigene Webseite (sprich: Das Original) verweisen. Leider lässt sich diess in der Praxis oftmals nicht umsetzen.

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

Bleibe auf dem Laufenden und erhalte neue Beiträge und Insights von SEOPT per E-Mail, kostenlos!

Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Head of SEO der auf SEO spezialisierten Online-Marketing-Agentur SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Die Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und widme mich dem Laufsport.

Weitere Artikel von Eren Kozik. Eren Kozik auf Google+. Eren Kozik auf Twitter. Eren Kozik auf Instagram.

Ähnliche Beiträge

Local SEO

Artikelserie Local SEO

Local SEO, also die lokale Suchmaschinenoptimierung, ist bereits seit längerer Zeit eins der beherrschenden Themen im Online Marketing. Der lokale Index von Google ist nicht […]

SEO für Fotografen

Der große Guide: SEO für Fotografen

SEO Für Fotografen Für Fotografen war es nie einfacher als heute ihre Bilder einer großen Zielgruppe zu präsentieren, mit der Fotografie einen Nebenverdienst zu erzielen […]


Keine Kommentare vorhanden

Du hast eine Frage oder eine Meinung zum Artikel? Teile sie mit uns!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*
*

Abonnieren Sie unseren kostenlosen E-Mail Newsletter ANMELDEN