Blogger Relations und Blogger Recherche

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Blogger Relations

Nachdem ich in meinem letzten Blogbeitrag eher darauf eingegangen bin, wie man schnelle Erfolge bei Blog-Kooperationen erreichen kann und man sich quasi „nebenbei“ Erwähnungen besorgen kann, ist es an der Zeit, die wesentlich arbeitsintensivere Variante der Agenturarbeit darzustellen.

Heute geht es darum, wie wir in unserer täglichen Arbeit dem Thema Blogger Relations nachgehen. Gemeint ist damit die Pflege und der stetige Ausbau unserer Kooperationspartner, die uns dabei helfen können, auf unsere Kunden und deren Produkte aufmerksam zu machen. Weitaus zeitintensiver als das Verfassen von Inhalten ist nämlich die Streuung ebendieser Inhalte. Der Satz „guter Content wird automatisch geteilt“ ist dabei eine der Aussagen, bei denen sich mir regelmäßig der Magen umdreht. Denn auch guter und sehr guter Content muss erst einmal entdeckt werden und anschließend eine kritische Masse erreichen, damit aus einem kleinen Flämmchen ein Flächenbrand wird. Und nur ein Bruchteil von guten Inhalten schafft es, dass wirklich genügend Leute von Ihnen erfahren und diesen Inhalt dann auch noch lesen.

Dies ist ein Grund, warum die Zusammenarbeit mit Bloggern für mich ein Thema ist, welches immer wichtiger wird. Fernab von Linktausch und Linkkauf sind es nämlich die wirklichen Beziehungen zwischen Blogger und Agentur, oder idealerweise zwischen Blogger und Shop direkt, die für Erfolg sorgen (können).

Wie baut man Beziehungen zu Bloggern auf?

Zunächst einmal sollte man sich seines Alleinstellungsmerkmales sicher sein. Was macht meine Marke aus, was ist es, dass ich den Bloggern anbieten kann, was sie woanders nicht bekommen? Im Falle einer Agentur kann dies zum Beispiel das Versprechen von Sicherheit sein. Ein regelmäßiges Einkommen durch Kooperationen ist sicherlich etwas, dem nur wenige Blogger von vornherein einen Riegel vorschieben werden. Aber auch die Abwechslung und die spannenden Themen, mit denen Agenturen regelmäßig aufwarten können sind etwas, was professionelle(re) Blogger an Kooperationen mit Agenturen reizt.

Im Fall von Shops sind es natürlich in erster Linie die Produkte, die zu einem Blogger passen sollten. Aber auch die menschliche wie regionale Nähe ist etwas, wovon eine Kooperation deutlich profitieren kann.

Beispiel 1: Ich habe Kinderspielzeug und ich suche Meinungen

Eins meiner absoluten Lieblingsbeispiele ist ein Kunde, der in erster Linie Spielzeug verkauft. Abgesehen davon, dass das Kind im Manne bei mir heraus kam, als ich zum ersten Mal den „Spieleraum“ des Kunden sah, bekamen auch meine Kolleginnen einen Anflug von „Bastel- und Bauspaß“, als wir den riesigen Raum mit jeder Menge Spielzeug zum Austesten sahen.

Ein Anblick, der wohl jeden wieder zum Kind werden lässt und der für mich ein absolutes Alleinstellungsmerkmal ist: man hat einen Raum mit Dingen zum Austesten und Zusammenbauen. Außerdem kompetente Beratung und Leute, die sich täglich mit diesen Dingen beschäftigen.

Grund für mich, passende Blogger zu suchen, die sich vielleicht einmal ein Bild von diesem Raum und den kommenden Spieletrends machen wollen. In erster Linie also ein Job für die in der Szene immer wieder belächelten „Mom Blogs“.

Doch wie findet man genügend Mamiblogs, die idealerweise noch in der Nähe vom Kunden angesiedelt sind? – Ganz einfach, wenn man sich den letzten Artikel hier im Blog zu den Google Advanced Search Operators durchgelesen und verstanden hat. Denn hier hilft eine einfache Suchphrase schon einmal immens weiter:

intext:“Brigitte Mom Blogs“ -brigitte.de

Wer nämlich Content Marketing gewissenhaft betreibt und sich wie ich mit solchen Themen täglich beschäftigt, der wird über kurz oder lang immer wieder auf die tollen Aktionen von Brigitte treffen. Eine sehr bekannte dabei sind eben die Mom Blogs, welche durch die Einbindung von Badges bei den Aktionen hervorragend durch die Google Dorks gefunden werden können.

Wenn man sich nun bei der Recherche noch etwas Zeit lässt und die Blogs eingehend studiert und einen Blick in das Impressum der Blogs wirft, der kann schnell herausfinden, dass es mit Sicherheit auf die ein oder andere „Brigitte Mom Bloggerin“ in der Nähe gibt, die bei einer netten Anfrage vielleicht ebenfalls einmal in das Zimmer möchte, in das sonst nur „Bedienstete“ dürfen. Schließlich kann es für einen Autoren nichts Besseres geben, als über etwas zu berichten, was sonst niemand sehen darf.

Ein Win-Win für alle Beteiligten und garantiert ein Tag, den man so schnell nicht wieder vergisst. Kann es aus Sicht eines Bloggers etwas Schöneres geben, als darüber zu berichten? Und was glauben Sie, wie groß die Gefahr eines negativen Artikels ist, wenn man dem Blogger quasi eine „once in a lifetime“ Möglichkeit gibt? Für mich auf jeden Fall ein Projekt, welches es zu wiederholen gilt.

Beispiel 2: Ich verkaufe Mode und brauche Testimonials

Ein zweites Beispiel, welches zwar nicht von mir persönlich umgesetzt wurde, wovon meiner Meinung nach aber viel zu wenig gesprochen wird, ist eine etwas andere Sicht auf die Dinge durch Testimonials bzw. einen Blog Award, wie man ihn seit mehreren Jahren bei Navabi sieht.

Hier gibt es jedes Jahr einen Aufruf zum „Best Curvy Fashion Award“, der mittlerweile dutzende Teilnehmer hat und Tausende Stimmen und Meinungen anderer Blogger einfängt. Abschluss ist eine Entscheidung durch die Experten-Jury, wer den begehrten Award gewinnt.

Spannend finde ich diese Herangehensweise, weil er die Interaktion zwischen Shop und Bloggern fördert, den Bloggern gleichzeitig tolle Preise winken und man zusätzlich als Online-Shop daran beteiligt ist, eine eingefleischte Community aufzubauen, die voneinander profitieren kann.

Die Preise zeigen, wie sehr Navabi die Blogger am Herzen liegen und dass man sich Gedanken um die Zielgruppe gemacht hat. Das Voting ist öffentlich, international und stylisch aufbereitet, womit es die Zielgruppe anscheinend jedes Jahr auf’s Neue heraus ideal erreicht.

In jedem Fall für mich ein tolles Projekt, wenn es um das Thema Blogger Relations und Kooperationen geht, dass man sicherlich auch skalieren und auf andere Modethemen oder vielleicht sogar andere Produkte ausweiten kann.

Kooperationen funktionieren nur mit einem Partner

Die Beispiele sind für mich nur zwei Ideen, wie man es als Agentur und/oder Shop schaffen kann, sich eine Community aufzubauen, von der sowohl die Blogger als auch die Shops bzw. Agenturkunden profitieren können. Fernab von bezahlten Blogbeiträgen, Gewinnspielen und qualitativ schlechten (Test-)Blogs gibt es nämlich eine große Zone an potenziellen Kooperationspartnern, mit denen sich eine langfristige Zusammenarbeit anbietet. Sei es aufgrund ähnlicher Themen oder ähnlicher Hobbies. Wenn man es zudem noch schafft die Blogger, zum Beispiel durch Schulungen zum Thema SEO, für sich zu interessieren, haben sowohl Agenturen als auch Shops und Blogger eine gemeinsame Grundlage, die zu mehr Erfolg auf allen Seiten führen kann.

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Über den Autor

Wer schreibt eigentlich hier? Mein Name ist Eren Kozik, Gründer und Head of SEO der auf SEO spezialisierten Online-Marketing-Agentur SEOPT und beschäftige mich seit 2005 mit der Optimierung von Webseiten für Suchmaschinen. Die Freizeit verbringe ich mit meiner Familie und widme mich dem Laufsport.

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1 Kommentar

Linkaufbau: Der Wert von Backlinks 4. April 2016 um 18:49

[…] auch bei den Blogger Relations erwähnt, sollte ein guter Link relevant sein. Dies bedeutet, dass der Link an einer sinnvollen […]

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